TU Wien:Computerunterstütztes Japanisch für Ingenieure VO/UE (Simoncsics)
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Computergestützt ist die Vorlesung nur sehr bedingt, da das Computerprogramm aus lizenzrechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden darf.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Daten
- VortragendeR/LVA-LeiterIn: Emmerich Simoncsics [1]
- Semesterwochenstunden: 2 Semester * (2 VO + 3 UE) = 10 SWS
- ECTS: Es werden jedoch nur 9 ECTS Stunden angerechnet.
- HP der LVA: [2]
- Verwendbar im Katalog "Soft Skills & Gender Studies"
[Bearbeiten] Voraussetzungen
Keine. Die Voraussetzungen wären der Wille, eine neue Sprache zu lernen und genug Geld um das Japanisch-Wörterbuch zu erstehen (s.Literatur).
[Bearbeiten] Inhalt
- Erstes Semester:
- Japanischer Sprachkurs mit starkem Fokus auf Grammatik und Satzkonstruktionen.
- Zweites Semester
- Japanische Texte mithilfe eines vom Vortragenden entwickelten Japanisch-Wörterbuchs verstehen und übersetzen.
[Bearbeiten] Zum System
Das verwendete mnemotechnische System zum Finden und Übersetzen von chinesischen Schriftzeichen in japanischen Schriftstücken, hat seine Vor- und Nachteile. Es verwendet eigens kreierte Fromgruppen statt den traditionellen Radikalen, um gemeinsam mit Strichanzahl die Suche auf meist 20-30 Kanji zu begrenzen.
[Bearbeiten] Vortragsstil
Der Vortragende, Professor Simoncsics, ist schwierig, etwas emotional, starrsinnig und begibt sich auch mal in Streitgespräche mit Studierenden. Seine Umgangsformen lassen manchmal zu wünschen übrig (z.B. Pfeifen um Aufmerksamkeit, Zweideutigkeiten, ...). Wer Gerd Baron kennt und nicht gleich in der ersten Stunde weglaufen wollte, sollte kein Problem haben.
Der Stoff ist, wenn man einen schnellen Einstieg in die japanische Sprache sucht, gut verständlich. Flüssiges Sprechen lernt man in diesem Kurs jedoch leider nicht.
Der Stoff wird immer wieder durch (teilweise interessante) Anekdoten (Leben und Arbeiten in Japan, Höflichkeit, Erdbeben ...) aufgelockert. Die Übungsleiterin Yukiko ist selbst Japanerin und liest des öfteren in der Vorlesung japanische Texte (schnell, aber klar) vor.
[Bearbeiten] Aufwand
Es gibt regelmäßige Hausübungen, für die man bis 2 Wochen nach der Vorlesung Zeit hat (Aufwand: max. 1 Std/HÜ). Abgabe bei der Vorlesung oder per Email.
Regelmäßige Anwesenheit in der Vorlesung wird (vom Vortragendem) empfohlen, es gibt aber keine Anwesenheitsliste.
Für 10 Semesterwochenstunden ist der Aufwand mehr als gerechtfertigt.
[Bearbeiten] Literatur
- Merkblätter
- Zu jeder Vorlesungseinheit werden den angemeldeten Studierenden Lernunterlagen per Mail zugeschickt.
- Japanese-English Code Dictionary
- Kosten: etwa EUR 95,-
- 6000+ Kanji, 81000+ Begriffe (Die Kanji-Liste ist vollständig, d.h. wenn ein Kanji nicht im Wörterbuch vorkommt, ist es nicht von Japanischen Staat anerkannt)
- Japanisch-Deutsches Code Wörterbuch
- Kosten: mit Code Dictionary gratis; einzeln: etwa EUR 35,-
- 12800 meist gebrauchte Begriffe
- Kana Wörterbuch
- A4-Wörterbuch mit (geschätzt) 30 Seiten; enthält sowohl Hiragana-Wörter für die es keine Kanji gibt, als auch viele Katakana-Wörter. Für die LVA recht praktisch, ersetzt aber - für alle die sich später weiter mit Japanisch befassen wollen, sicher kein echtes Wörterbuch. Stefan Kögl 21:14, 4. Jul. 2010 (CEST)
[Bearbeiten] Prüfung
- alle Unterlagen erlaubt (Skriptum = Merk-/ Grammatikblätter, Vokabellisten, Wörterbuch...)
- 3 Stunden Zeit (in 2009/2010; früher anscheind nur 2 Stunden)
prüfungsform (prüfung sommer 2008) : zu 4 von insgesamt 5 nicht-trivial aufgebauten japanischen sätzen muss jeweils
- der SIM-code zu allen kanji gebildet werden
- die aussprache in romaji geschrieben werden
- eine grammatikalsiche satzanalyse laut den unterlagen ertellt werden
- eine grammatikalisch präzise übersetzung angefertigt werden (also nicht nur sinngemäss)
[Bearbeiten] Tipps
- Nicht auf hitzige Diskussionen mit dem Vortragenden einlassen
- Regelmäßiges Abgeben der Hausübungen
[Bearbeiten] Weitere Information
Für dieses studienjahr (WS04-SS05): Computerunterstütztes Japanisch f. Ing.
[Bearbeiten] ähnliche LVAs
- Japanisch für Anfänger (Japanischkurs auf der UniWien) 4 Semester
[Bearbeiten] Andere Darstellung/Meinung
Ziel ist es, in 2 Semester übersetzen zu können, daher sollte uns nicht kümmern, wie ein jap-wb aufgebaut ist oder wie welches Kanji verändert oder übernommen wurde oder welches Kanji wieviele Lesarten und welche in welcher Verbindung hat usw. oder zu welchem Radikal ein Kanji gehört oder irgendwas, was man wissen sollte, wenn man ein gewöhnliches WB verwenden will. Der Code geht ganz einfach: man schaut welche von 9 formen das Kanji ähnlich schaut und zählt dann die Striche, die zu diesem formbestimmenden Teil gehören und die restlichen Striche. ZB. Formgruppe 8, zwei Striche bilden die Formgruppe und Kanji besteht aus noch 6 weiteren Strichen = 80206 (ein Dreieck ohne Hypotenuse :-) mit horizontaler Kathete von links nach rechts und vertikaler Kathete von rechts oben nach rechts unten zählt als ein Strich [Regel der japanischen Kalligraphie]). Viel Spass beim Suchen in einem gewöhnlichen Wörterbuch, was angeblich bis zu 40 minuten dauern kann *freu*. Im WB sucht man dann logischerweise nach 80206 (numerisch geordnet :-D).
Ich finde das Code-System super, weil, auch wenn es länger dauert (fehlende Vokabelkenntnisse: nicht mit 2-semestrigem Japanologie Studium zu vergleichen, die die Kanjis LERNEN [müssen]), könnte ich auch schon - so trau ich mich, zu behaupten - kürzere Zeitungspassagen übersetzen (natürlich nicht ohne sein WB)
Nach welchem 2 semestrigen kurs mit 2h VO die woche und einer 3h übung, für die man 1h in 2 wochen also effektiv 0,5 h UE aufwenden muss (insgesamt fette 10 stunden nach 2 semestern [prüfung am ende des 2. semesters]), wobei KEINE anwesenheitspflicht besteht (hü und unterlagen über mail), kann man das sonst noch - ohne vorkenntnisse?