Benutzer:Andyka

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Stammbuch[Bearbeiten]

  • 1986 geboren, seit WS 2006 an der UniWien, seit WS 2009 an der TUWien
  • Vorgeschichte: Kindergarten, HTL, Zivildienst im Pflegeheim
ab WS 06 bis SS 09: Medizinische Informatik, Bachelor (A 033 521 - Uni Wien)
ab WS 06 bis WS 11: Philosophie            , Bachelor (A 033 541 - Uni Wien)
ab WS 09 bis WS 11: Medizinische Informatik, Master   (A 066 936 -  TU Wien)

Zitate[Bearbeiten]

  • "Wir wissen heute, dass im physikalischen Experiment der Beobachter selbst in das Experiment eingeht und nur so zu physikalischer Erfahrung kommen kann. Das bedeutet, dass es die eine Objektivität selbst in der Physik nicht gibt, dass auch hier der Ausgang des Experiments, die Antwort der Natur, abhängt von der Frage, die an sie gerichtet wird. In der Antwort ist immer ein Stück der Frage und des Fragenden selbst anwesend, sie spiegelt nicht nur die Natur in ihrem In-sich-sein, in ihrer reinen Objektivität, sondern gibt auch etwas vom Menschen, von unserem Eigenen wieder, ein Stück menschlichen Subjekt. [...] Den bloßen Beschauer gibt es nicht. Die reine Objektivität gibt es nicht. [...] Wo immer sich also eine Antwort als leidenschaftslos objektiv gibt, als die Aussage, die endlich über die Voreingenommenheit der Frommen hinausgeht und bloß sachlich wissenschaftlich aufklärt, muss man sagen, dass hier der Redende einem Selbstbetrug verfallen ist. [...] Wer versucht, bloßer Beschauer zu sein, erfährt nichts. [...] Nur indem man eintritt, erfährt man; nur indem man das Experiment mitmacht, fragt man überhaupt, und nur wer fragt, erhält Antwort." (Joseph Ratzinger, 1971)


  • „Ich bitte Sie nicht zu vergessen, dass auch der Materialismus eine metaphysische Hypothese ist, eine Hypothese, die sich im Gebiet der Naturwissenschaften allerdings als sehr fruchtbar erwiesen hat, aber doch immer eine Hypothese. Und wenn man diese seine Natur vergisst, so wird er ein Dogma und kann dem Fortschritt der Wissenschaft ebenso hinderlich werden und zu leidenschaftlicher Intoleranz treiben wie andere Dogmen. Diese Gefahr tritt ein, sobald man Tatsachen zu leugnen, oder zu verdecken sucht.“ (Hermann von Helmoltz in einer Rede 1877)
  • "Ein gutes Zeugnis ist ein Beleg für eine geglückte Trivialisierung." Heinz von Foerster
  • "JETZT ODER NIE Die Uhr schlägt jetzt. Die zeigerlose Uhr wartet auf uns, die andere Zeit, die Ewigkeit ;jetzt zueinander kommen; Zeit haben miteinander zu gehen. Jetzt an sich arbeiten, jetzt mit den Spannungen, mit Liebe und Hass, mit Entfremdung und Zuneigung leben und jetzt glauben ,wo alles noch unsicher ist . Jetzt sich bewähren, nicht erst in der Ewigkeit. Jetzt hoffen wo wir noch nichts sehen von Gott. Jetzt an den Menschen glauben, wo nichts anderes da ist als ein Verbrecher, jetzt, nicht erst dann wenn er heilig ist." (Martin Gutl)


  • "Wer keine Umgrenzung hat, weiß nicht, wo er hingehört, und wer auf der Erde nur Freunde hat, hat überhaupt keinen, denn der Begriff Freundschaft basiert auf Vorlieben, auf Auswählen, sie kann sich nicht auf alle erstrecken, wenn sie nicht ihren Sinn verlieren soll." (B.Sauzay 1999)


  • Welche Meinung haben Sie von sich selbst? Was halten Sie von der Welt? Das sind Fragen, mit denen alle nach eigenem Gutdünken fertig werden müssen. Es sind Rätsel der Sphinx, und auf die eine oder andere Art muß man mit ihnen zurechtkommen [...] Bei allen wichtigen Vorgängen des Lebens muß man einen Sprung ins Ungewisse tun. Wann man beschließt, die Rätsel unbeantwortet zu lassen, ist das eine Entscheidung. Wenn man bei der Antwort hin- und herschwankt, ist auch das eine Entscheidung, Aber wie immer man sich entscheiden mag, die Wahl wird auf eigene Gefahr getroffen. [...] Wenn jemand anders denkt und so handelt, wie er denkt, dann sehe ich nicht, wie jemand beweisen kann, daß er einen Irrtum begangen hat. [...] Wir stehen auf einem Gebirgspaß mitten im Schneesturm und in blendenden Nebelfeldern, durch die wir hin und wieder andeutungsweise einen Pfad sehen, dessen Anblick trügerisch sein kann. Wenn wir ruhig stehen bleiben, werden wir uns zu Tode frieren. Wenn wir den falschen Weg einschlagen, werden wir zerschmettert. Wir wissen nicht mit Gewißheit, ob es überhaupt einen richtigen Weg gibt. Was sollen wir tun? [...] Handle, so gut du kannst, hoffe aufs Beste und nimm hin, was geschieht. [...] Wenn mit dem Tod alles vorbei ist, gibt es keine bessere Art, sich dem Tode zu stellen. (Fitzjames Stephen, zit. bei: Hilary Putnam: "Für eine Erneuerung der Philosophie")


  • Wie notwendig eine gewisse Erregung des Gemüts ist, auch selbst nur, um Vorstellungen, die wir schon gehabt haben, wieder zu erzeugen, sieht man oft, wenn offene, und unterrichtete Köpfe examiniert werden, und man ihnen, ohne vorhergegegangene Einleitung, Fragen vorlegt, wie diese: was ist der Staat? Oder: was ist das Eigentum? Oder dergleichen. Wenn diese jungen Leute in einer Gesellschaft befunden hätten, wo man sich vom Staat, oder vom Eigentum, schon eine Zeit lang unterhalten hätte, so würden sie vielleicht mit Leichtigkeit, durch Vergleichung, Absonderung und Zusammenfassung der Begriffe, die Definition gefunden haben. Hier aber, wo die Vorbereitung des Gemüts gänzlich fehlt, sieht man sie stocken, und nur ein unverständiger Examinator wird daraus schließen, daß sie nicht wissen. Denn nicht wir wissen, es ist allererst ein gewisser Zustand unsrer, welcher weiß. Nur ganz gemeine Geister, Leute, die, was der Staat sei, gestern auswendig gelernt, und morgen schon wieder vergessen haben, werden hier mit Antwort bei der Hand sein. Vielleicht gibt es überhaupt keine schlechtere Gelegenheit, sich von einer vorteilhaften Seite zu zeigen, als grade ein öffentliches Examen. (Heinrich Kleist, "Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden")