TU Wien:Verfassungs- und Verwaltungsrecht VO (Zehetner): Unterschied zwischen den Versionen

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Grundzüge des Völkerrechtes und Europarechtes
 
Grundzüge des Völkerrechtes und Europarechtes
  
*Informatiker:
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*Für Informatiker:
Es gibt einige zu der VO Daten- und Informatikrecht. Das eigentlich kaum; Zehetner und Haslinger haben sehr unterschiedliche Vortragsstile und es ist ganz interessant zu , wie die beiden die Themen unterschiedlich sehen. Leider gibt es in kleineren Punkten auch "abweichende" Lehren zwischen DIR und VVR: Z.B. unterrichtet Zehetner die vier notwendigen & hinreichenden Bedingungen eine Rechtsnorm als: Sollensvorschrift, regelt Verhalten, Sanktionsbewehrtheit, *Anspruch auf Verbindlichkeit* (zu verstehen); Haslinger: Sollensvorschrift, regelt Verhalten, Sanktionsbewehrtheit, *Verbindlichkeit* (in dem Sinne, dass eine Rechtsnorm hergestellt sein muss und keiner Regelung widersprechen darf). ist die Mafia-Ordnung bei Zehetner (lt. ihm selbst) theoretisch eine Rechtsnorm; bei Haslinger scheitert es gerade an der Verbindlichkeit. Oder : Zehetner ist heute (relative) gleichzusetzen mit , daneben (aber davon) existiert noch die Kompetenzkompetenz (es geht um den Staatsbegriff); Haslinger: ist die Summe aus und Kompetenzkompetenz.  
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Es gibt einige Überschneidungen zu der VO Daten- und Informatikrecht. Das stört eigentlich kaum; Zehetner und Haslinger haben sehr unterschiedliche Vortragsstile und es ist ganz interessant zu hören, wie die beiden die Themen unterschiedlich sehen. Leider gibt es in kleineren Punkten auch "abweichende" Lehren zwischen DIR und VVR: Z.B. unterrichtet Zehetner die vier notwendigen & hinreichenden Bedingungen für eine Rechtsnorm als: Sollensvorschrift, regelt Verhalten, Sanktionsbewehrtheit, *Anspruch auf Verbindlichkeit* (wörtlich zu verstehen); Haslinger: Sollensvorschrift, regelt Verhalten, Sanktionsbewehrtheit, *Verbindlichkeit* (in dem Sinne, dass eine Rechtsnorm ordnungsgemäß hergestellt sein muss und keiner höheren Regelung widersprechen darf). Demgemäß ist die Mafia-Ordnung bei Zehetner (lt. ihm selbst) theoretisch eine Rechtsnorm; bei Haslinger scheitert es gerade an der Verbindlichkeit. Oder Souveränität: Für Zehetner ist heute (relative) Souveränität gleichzusetzen mit Völkerrechtsunmittelbarkeit, daneben (aber unabhängig davon) existiert noch die Kompetenzkompetenz (es geht um den Staatsbegriff); Haslinger: Souveränität ist die Summe aus Völkerrechtsunmittelbarkeit und Kompetenzkompetenz.  
  
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*Für alle:
Zehetner ist ein sehr guter Vortragender, bei dem selbst die nicht per se unbedingt spannenden Themen Verfassungs- und Verwaltungsrecht durchaus bis interessant und erheiternd zu sind. Er kann ganz offensichtlich auf einen riesigen praktischen Erfahrungsschatz . Was Haslinger am Anfang jeder VO an aktuellen Themen/mitbringt, macht Zehetner durch seine Gschichtln, Erfahrungsberichte und Kurznovellen aus dem Beamtenstaat wett. So man z.B., was es in der Regierung , "einen Luftballon steigen zu lassen", man , warum man einen Kabinettsposten nie ablehnen sollte; dass Sektionsleiter- bzw. Gruppenleiter schon mindestens schon sind; was die "Elefanten" im Ministerium sind; dass man in unter dem Namen "Amtskalender" Kleingeld kaufen kann, man in anderen teuer Geheimdienste einsetzen muss; was ein Gesetz im "Mezzaninrang" ist; welchen Acker der Bauer nun wirklich besitzt, wenn im Vertrag was anderes steht; warum Schwarz-Blau in der genannten Formation antrat und nicht umgekehrt (nebenbei, welches Klestil bei der Regierungsbildung mitzureden hatte) usw.  
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Zehetner ist ein sehr guter Vortragender, bei dem selbst die nicht per se unbedingt spannenden Themen Verfassungs- und Verwaltungsrecht durchaus erträglich bis interessant und erheiternd zu hören sind. Er kann ganz offensichtlich auf einen riesigen praktischen Erfahrungsschatz zurückblicken. Was Haslinger am Anfang jeder VO an aktuellen Themen/Kuriositäten mitbringt, macht Zehetner durch seine ständig einfließenden Gschichtln, Erfahrungsberichte und Kurznovellen aus dem österreichischen Beamtenstaat wett. So erfährt man z.B., was es in der Regierung heißt, "einen Luftballon steigen zu lassen", man erfährt, warum man einen Kabinettsposten nie ablehnen sollte; dass Sektionsleiter- bzw. Gruppenleiter schon mindestens schon Hofräte sind; was die "weißen Elefanten" im Ministerium sind; dass man in Österreich unter dem Namen "Amtskalender" für Kleingeld kaufen kann, wofür man in anderen Ländern teuer Geheimdienste einsetzen muss; was ein Gesetz im "Mezzaninrang" ist; welchen Acker der Bauer nun wirklich besitzt, wenn im Vertrag was anderes steht; warum Schwarz-Blau in der genannten Formation antrat und nicht umgekehrt (nebenbei, welches Wörtchen Klestil bei der Regierungsbildung mitzureden hatte) usw.  
  
Es lohnt sich aber nicht nur deshalb, in die VO zu gehen: Zehetner am Anfang an, dass er im Laufe der VO die Fragen verlautbaren , die zur kommen. Weiters, dass das Skriptum (von dem er ), zwar gut sei, aber dass er jedes Semester ein wenig anderen Stoff mache. Im Gegensatz zu manchen anderen LVAs, wo genau die gleichen Aussagen als VO-ausgelegt werden, dann aber zu 0% wahr werden, stimmt das bei VVR (zumindest). (Wobei er glaub ich hin und wieder auf die Fragen-Verlautbarung vergisst; es gab 1 oder 2 VOs, wo keine Fragen gekommen sind. Die vergessenen Fragen sind dann aber jedes Mal am Anfang der VO gekommen.)
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Es lohnt sich aber nicht nur deshalb, in die VO zu gehen: Zehetner kündigt am Anfang an, dass er im Laufe der VO die Fragen verlautbaren würde, die zur Prüfung kommen. Weiters, dass das Skriptum (von dem er weiß), zwar gut sei, aber dass er jedes Semester ein wenig anderen Stoff mache. Im Gegensatz zu manchen anderen LVAs, wo genau die gleichen Aussagen als VO-Köder ausgelegt werden, dann aber zu 0% wahr werden, stimmt das bei VVR tatsächlich (einigermaßen zumindest). (Wobei er glaub ich hin und wieder auf die Fragen-Verlautbarung vergisst; es gab 1 oder 2 VOs, wo überhaupt keine Fragen gekommen sind. Die vergessenen Fragen sind dann aber jedes Mal am Anfang der nächsten VO gekommen.)
  
 
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Nach Besuch der VO glaube ich aber, dass man mit Skriptum durchaus einen 2er erreichen kann.  
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SS2011: am 27. 6., Zeugnis am 21. oder 22. 7. (= 3,5 Wochen)
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SS2011: Prüfung am 27. 6., Zeugnis am 21. oder 22. 7. (= 3,5 Wochen)
  
 
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Bei regelmäßiger Anwesenheit erspart man sich den Lernaufwand fast gänzlich.
 
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Das kann ich nur bestätigen -- [[Benutzer:Jabb|Jabb]] 15:51, 22. Jul. 2011 (CEST)
  
 
== Verbesserungsvorschläge / Kritik ==
 
== Verbesserungsvorschläge / Kritik ==

Version vom 22. Juli 2011, 19:58 Uhr

Daten

|Pflichtmodul Unbekannt oder "Prä-Modul-Ära" - EDIT ME |-

|Katalog Transferable Skills |Wahlmodul Sonstiges |-

Inhalt (laut tuwis)

Einführung in die Grundlagen des Rechtes; Elemente und Aufgaben des Staates; Grundbausteine des Verfassungsrechtes; Organe und Aufgaben der Verwaltung; Grundrechte und Menschenrechte; Handlungsformen und Maßnahmen der Verwaltung; Verwaltungsverfahren; Spezielle Verwaltungsrechtsgebiete; Einführung in das Technikrecht; Grundzüge des Völkerrechtes und Europarechtes

  • Für Informatiker:

Es gibt einige Überschneidungen zu der VO Daten- und Informatikrecht. Das stört eigentlich kaum; Zehetner und Haslinger haben sehr unterschiedliche Vortragsstile und es ist ganz interessant zu hören, wie die beiden die Themen unterschiedlich sehen. Leider gibt es in kleineren Punkten auch "abweichende" Lehren zwischen DIR und VVR: Z.B. unterrichtet Zehetner die vier notwendigen & hinreichenden Bedingungen für eine Rechtsnorm als: Sollensvorschrift, regelt Verhalten, Sanktionsbewehrtheit, *Anspruch auf Verbindlichkeit* (wörtlich zu verstehen); Haslinger: Sollensvorschrift, regelt Verhalten, Sanktionsbewehrtheit, *Verbindlichkeit* (in dem Sinne, dass eine Rechtsnorm ordnungsgemäß hergestellt sein muss und keiner höheren Regelung widersprechen darf). Demgemäß ist die Mafia-Ordnung bei Zehetner (lt. ihm selbst) theoretisch eine Rechtsnorm; bei Haslinger scheitert es gerade an der Verbindlichkeit. Oder Souveränität: Für Zehetner ist heute (relative) Souveränität gleichzusetzen mit Völkerrechtsunmittelbarkeit, daneben (aber unabhängig davon) existiert noch die Kompetenzkompetenz (es geht um den Staatsbegriff); Haslinger: Souveränität ist die Summe aus Völkerrechtsunmittelbarkeit und Kompetenzkompetenz.

  • Für alle:

Zehetner ist ein sehr guter Vortragender, bei dem selbst die nicht per se unbedingt spannenden Themen Verfassungs- und Verwaltungsrecht durchaus erträglich bis interessant und erheiternd zu hören sind. Er kann ganz offensichtlich auf einen riesigen praktischen Erfahrungsschatz zurückblicken. Was Haslinger am Anfang jeder VO an aktuellen Themen/Kuriositäten mitbringt, macht Zehetner durch seine ständig einfließenden Gschichtln, Erfahrungsberichte und Kurznovellen aus dem österreichischen Beamtenstaat wett. So erfährt man z.B., was es in der Regierung heißt, "einen Luftballon steigen zu lassen", man erfährt, warum man einen Kabinettsposten nie ablehnen sollte; dass Sektionsleiter- bzw. Gruppenleiter schon mindestens schon Hofräte sind; was die "weißen Elefanten" im Ministerium sind; dass man in Österreich unter dem Namen "Amtskalender" für Kleingeld kaufen kann, wofür man in anderen Ländern teuer Geheimdienste einsetzen muss; was ein Gesetz im "Mezzaninrang" ist; welchen Acker der Bauer nun wirklich besitzt, wenn im Vertrag was anderes steht; warum Schwarz-Blau in der genannten Formation antrat und nicht umgekehrt (nebenbei, welches Wörtchen Klestil bei der Regierungsbildung mitzureden hatte) usw.

Es lohnt sich aber nicht nur deshalb, in die VO zu gehen: Zehetner kündigt am Anfang an, dass er im Laufe der VO die Fragen verlautbaren würde, die zur Prüfung kommen. Weiters, dass das Skriptum (von dem er weiß), zwar gut sei, aber dass er jedes Semester ein wenig anderen Stoff mache. Im Gegensatz zu manchen anderen LVAs, wo genau die gleichen Aussagen als VO-Köder ausgelegt werden, dann aber zu 0% wahr werden, stimmt das bei VVR tatsächlich (einigermaßen zumindest). (Wobei er glaub ich hin und wieder auf die Fragen-Verlautbarung vergisst; es gab 1 oder 2 VOs, wo überhaupt keine Fragen gekommen sind. Die vergessenen Fragen sind dann aber jedes Mal am Anfang der nächsten VO gekommen.)

Nach Besuch der VO glaube ich aber, dass man mit Skriptum durchaus einen 2er erreichen kann.

Ablauf

Wöchentlich stattfindende Vorlesung; nicht geblockt

Vortrag

unterhaltsam; die einzelnen Themen werden mit Hilfe einprägsamer Beispiele vermittelt

Übungen

Eine Übung zu dieser Vorlesung gibt es auch!

Prüfung, Benotung

schriftlich, faire Benotung

Dauer der Zeugnisausstellung

ca. 4 Wochen

SS2011: Prüfung am 27. 6., Zeugnis am 21. oder 22. 7. (= 3,5 Wochen)

Zeitaufwand

eher gering, Anwesenheit in der VO ist empfehlenswert

Unterlagen

In den Vorlesungseinheiten werden Handous verteilt, die auch im TISS verfügbar sind. Achtung: Die nachstehenden Unterlagen stammen nicht vom Fachbereich Rechtswissenschaften, es handelt sich um Mitschriften!

Tipps

Bei regelmäßiger Anwesenheit erspart man sich den Lernaufwand fast gänzlich.

Das kann ich nur bestätigen -- Jabb 15:51, 22. Jul. 2011 (CEST)

Verbesserungsvorschläge / Kritik

noch offen