TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 440

Aus VoWi
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Sei (R,+,∗) ein beliebiger Ring und A⊆R. Weiters sei I(A) die Menge aller Ideale von R, die A umfassen. Zeigen Sie: ∩I∈I(A)I ist das kleinste Ideal von R, das A umfasst.

Ein Ideal I ist eine Teilmenge eines Ringes R für die gilt:
0∈I
∀a,b∈I:a+b∈I
∀a∈I:∀r∈R:ar∈I,ra∈I

Lösungsvorschlag von neo

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuerst beweist man, dass der Durchschnitt von zwei Idealen ebenfalls ein Ideal ist. Seien I1,I2 zwei Ideale (a0=^Nullelement):
a0∈I1,a0∈I2⇒a0∈I1∩I2
∀a,b∈I1∩I2:a+b∈I1∩I2
Wahr, denn I1∩I2⊆I1 bzw. I2 und wenn eine Eigenschaft für alle Elemente einer Menge gilt, dann gilt sie auch für einen Teil davon.
∀a∈I1∩I2:∀r∈R:ar∈I1∩I2,ra∈I1∩I2
Wahr mit der selben Argumentation wie oben.
Also ist der Durchschnitt von zwei Idealen wieder ein Ideal.

Da alle Elemente aus I(A) die Menge A enthalten, gilt:
∀I∈I(A):A∈I⇒∩I∈I(A)I
Wenn alle Elemente A enthalten, dann enthält auch der Durchschnitt aller Elemente A.

∀I1,I2∈I(A):I1∩I2⊆I1,I1∩I2⊆I2
⇒ Der Durschnitt von zwei Mengen ist immer kleiner-gleich der kleineren Menge der beiden Mengen. Also folgt daraus:
⇒∩I∈I(A)I enthält A und ist gleichzeitig das kleinste Ideal, welches A enthält.◻