Hilfe:Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie

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Zufallsvariablen und Verteilungen

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Wahrscheinlichkeitsfunktion

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Diskrete Zufallsvariablen werden durch eine Wahrscheinlichkeitsfunktion (probability mass function, pmf) dargestellt:

p(a)=P(X=a)
  • Es gilt immer 0≤p(a)≤1

Stetige Zufallsvariablen werden durch eine Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion f(x) (probability density function, pdf) dargestellt:

  • f ist nichtnegativ: f(x)≥0
  • Die Fläche unter f ist Eins: ∫−∞+∞f(x)dx=1
  • Um die Wahrscheinlichkeit zu erhalten muss man die Funktion integrieren.

P(c≤X≤d)=∫cdf(x)dx

Verteilungsfunktion

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Die Verteilungsfunktion (cumulative distribution function, cdf) ist definiert durch

FX(x)=P(X≤x), für alle x∈ℝ

Eine Verteilungsfunktion hat folgende Eigenschaften:

  • 0≤F(x)≤1∀x∈ℝ
  • F ist monoton wachsend
  • limx→−∞F(x)=0 und limx→+∞F(x)=1
  • F ist rechtsstetig, d.h. limh↘0F(x+h)=F(x) für alle x∈ℝ

Es gilt:

  • P(X>x)=1−P(X≤x)=1−F(x)
  • P(a≤X≤b)=F(b)−F(a)

Die Verteilungsfunktion einer stetigen Zufallsvariablen ist gegeben durch:

F(x)=P(X≤x)=∫−∞xf(t)dt

Quartile

  • x0.25 ... unteres Quartil
  • x0.5 ... Median
  • x0.75 ... oberes Quartil

Wird oft mit μ abgekürzt.

Der Erwartungswert für eine diskrete Zufallsvariable ist definiert durch:

E(X)=∑xi⋅p(xi)


Der Erwartungswert für eine stetige Zufallsvariable ist definiert durch:

E(X)=∫−∞+∞x⋅f(x)dx

Es wird angenommen, dass die Summe und das Integral absolut konvergent sind!

  • gewichteter Mittelwert der möglichen Ausprägungen von X
  • Maß für die zentrale Tendenz

E(Xk) ... Moment der Ordnung k von X

Varianz

σ2=Var(X)=E(X−E(X))2

Standardabweichung

σ=Var(X)

Diskrete

  • Bernoulli-Verteilung X∼ber(p) — nur zwei mögliche Versuchsausgänge (Erfolg und Misserfolg)
  • Binomialverteilung X∼B(n,p) — Anzahl der Erfolge in unabhängigen Bernoulli-Versuchen
  • Geometrische Verteilung
  • Poisson-Verteilung X∼Poi(λ)

Kontinuierliche

  • Gleichverteilung
  • Exponentialverteilung
  • Normalverteilung (Gauß) X∼𝒩(μ,σ2)
R-Funktionen
Verteilung Dichte Verteilung Quantile Random deviates
Diskrete Binomial dbinom() pbinom() qbinom() rbinom()
Geometrisch dgeom() pgeom() qgeom() rgeom()
Poisson dpois() ppois() qpois() rpois()
Kontinuierliche Uniform dunif() punif() qunif() runif()
Exponential dexp() pexp() qexp() rexp()
Normal dnorm() pnorm() qnorm() rnorm()

Wie verteilt sich der Mittelwert unter Normalverteilung?

Seien X1,…,Xn unabhängig und identisch verteilte Zufallsvariable und X1∼N(μ,σ2)

Dann ist X¯=1n∑i=1nXi∼N(μ,σ2/n)

  • ebenfalls normalverteilt
  • ebenfalls Erwartungswert μ
  • kleinere Standardabweichung

Standardisieren:

Z=X¯−μ0σ/n∼N(0,1)

beim z-Test:

  • μ durch Nullhypothese gegeben: H0:μ=μ0
  • σ als bekannt angenommen
empirische Standardabweichung S

S2=1n−1∑i=1n(Xi−X¯)2

t-Verteilung

T=X¯−μ0S/n∼t(n−1)

nähert sich für steigende Freiheitsgrade n der N(0,1)-Verteilung an

Standardfehler des arithmetischen Mittels
σ/n