TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 378

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Es sei U eine Untergruppe der Gruppe G. Man zeige, dass die Relation a∼b⇔a∘U=b∘U eine Äquivalenzrelation auf G ist und dass die Äquivalenzklassen von ∼ die Linksnebenklassen von U in G sind.

Äquivalenzrelation:
Eine binäre Relation R auf einer Menge A heißt Äquivalenzrelation, wenn folgende drei Eigenschaften erfüllt sind:
1.Reflexivität:∀a∈A:aRa
2.Symmetrie:∀a,b∈A:aRb⇒bRa
3.Transitivität:∀a,b,c∈A:(aRb∧bRc)⇒aRc

Äquivalenzklassen:
Sei R eine Äquivalenzrelation auf A.Für alle a∈A heißt die Menge K(a)={b∈A∣bRa} die von a erzeugte Äquivalenzklasse.

Lösungsvorschlag von neo

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Wir müssen also zuerst zeigen, dass die Relation a∼b⇔a∘U=b∘U eine Äquivalenzrelation ist.
a∼a⇔a∘U=a∘U→reflexiv
(Die Menge a∘U ist ident zur Menge a∘U, daher müssen sie in Relation stehen)

a∼b⇒b∼a:a∘U=b∘U⇒b∘U=a∘U→symmetrisch
(Wenn die Mengen a∘U=b∘U ident sind, folgt logischerweise auch, dass b∘U=a∘U ident sein müssen)

(a∼b)∧(b∼c)⇒a∼c:(a∘U=b∘U)∧(b∘U=c∘U)⇒a∘U=c∘U→transitiv
(Wenn die Menge a∘U mit b∘U ident ist, muss sie auch mit c∘U ident sein)

Damit wäre bewiesen, dass ab⇔a∘U=b∘U eine Äquivalenzrelation auf G ist.
Nun müssen wir noch beweisen, dass die Äquivalenzklassen von ∼ die Linksnebenklassen von U in G sind.

Da alle Äquivalenzklassen disjunkt sind (d.h. eine Partition auf G bilden), ergibt deren Vereinigung G. Formal aufgeschrieben bedeutet das: ∪a∈GK(a)=G
Außerdem gilt, dass die Linksnebenklassen einer Untergruppe U ebenso eine Zerlegung von G darstellen. Daher müssen die Elemente der Linksnebenklassen ebenso disjunkt sein. Zusammen würden die Elemente, wie vorhin aufgeschrieben, G ergeben. Nun muss man das alles noch mathematisch aufschreiben (Lna steht für Linksnebenklasse nach a).
∪a∈GK(a)=G→∀a,b∈G:a≠b⇒ Lna∩Lnb=∅⇒∪a∈GLna=G
Ich hoffe das reicht als Beweis aus. Anmerkung 2022: Der Beweis der disjunkten Äquivalenzklassen ist nicht aussreichend