TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 442

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Sei φ:R1→R2 ein Ringhomomorphismus und I ein Ideal von R2. Man zeige, dass φ−1(I) Ideal von R1 ist.

Ringhomomorphismus:
Gegeben seien zwei Ringe R,S. Eine Funktion φ:R→S heißt Ringhomomorphismus, wenn für alle Elemente a,b von R gilt:
φ(a+b)=φ(a)+φ(b) und φ(ab)=φ(a)φ(b)

Ist φ:G→H ein Gruppenhomomorphismus, so wird das neutrale Element eG von G auf das neutrale Element eH von H abgebildet, d.h. φ(eG)=eH.

Lösungsvorschlag von neo

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Für I gilt:
0∈I
∀x,y∈I:x+y∈I
∀x∈I:∀r∈R2:xr∈R2,rx∈R2

Da es eine Umkehrfunktion φ−1 gibt, muss φ bijektiv sein:
∀a∈R1∃!b∈R2:b=φ(a)
Es wird also jedes Element aus R1 genau auf eine Element in R2 abgebildet. Umgekehrt gilt dasselbe.

Sei nun S=φ−1(I) das Ideal von R1:
0∈φ−1(I) (Aufgrund des Gruppenhomomorphismussatzes)
∀x,y∈I:x+y∈I⇒∀φ−1(x),φ−1(y):φ−1(x)+φ−1(y)∈S (Abgeschlossenheit in S bezüglich der Addition)
∀x∈I:∀r∈R2:xr∈R2,rx∈R2
⇒∀φ−1(x)∈φ−1(I):∀φ−1(r)∈φ−1(R2):φ−1(x)φ−1(r)∈S,φ−1(r)φ−1(x)∈S (Abgeschlossenheit in S bezüglich der Multiplikation)