TU Wien:Analysis VU (diverse)/Übungen 2024S/Beispiel 157

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Sei f:ℝ→ℝ monoton fallend und differenzierbar. Man zeige, dass dann f′(x)≤0 für alle x∈ℝ gilt.

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Wir machen hier einen indirekten Beweis. Wir nehmen an, dass es ein x0∈ℝ gibt für welches f ′(x0)>0 gilt und zeigen, dass f dann nicht monoton fallend ist.

Wenn f ′(x0)>0 ist, muss es, da die Ableitung von f stetig ist, eine ganze Umgebung von x0 geben, für welche f ′>0 ist.

Sei a und b aus dieser Umgebung und a < b. Dann folgt aus dem Mittelwertsatz der Differentialrechnung, dass es ein c gibt für das gilt:

f(b)−f(a)=(b−a)⋅f ′(c),c∈[a,b]

Da f ′(c)>0 ist(c liegt ja zwischen a und b und somit in der Umgebung um x0 in der f ′>0 ist) und a < b folgt:

f(b)−f(a)=(b−a)⏟>0⋅f ′(c)⏟>0>0⇒f(b)>f(a),b>a

Damit f aber monoton fallend ist müsste für alle a, b mit a < b gelten, dass f(b)≤f(a)

f ist daher nicht monoton fallend und wir sind fertig.

Alternative Lösung

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Nachdem Beispiel 14 und 15 zusammen gehören hier eine alternative (einfachere) Begründung:

Nachdem die Funktion monoton fallend und differenzierbar ist muss folgendes gelten

f ′(a)=limx→af(x)−f(a)x−a≤0 mit x≠a

Für den 1.Fall, dass x<a gilt also: ≥0<0≤0

Für den 2.Fall, dass x>a gilt also: ≤0>0≤0

Analog wie Beispiel 14:

Nachdem die Funktion streng monoton fallend und differenzierbar ist muss folgendes gelten

f ′(a)=limx→af(x)−f(a)x−a<0 mit x≠a

Für den 1.Fall, dass x<a gilt also: >0<0<0

Für den 2.Fall, dass x>a gilt also: <0>0<0

--W1n5t0n 15:24, 31. Jan. 2010 (CET)

Panholzer Beispielsammlung WS05 / SS06 Beispiel 437 / SS07 Beispiel 13