TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik UE (diverse)/Übungen SS13/Beispiel 18

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Zeigen Sie, dass 10 irational ist!


Behauptung: 10∉ℚ

Beweis: indirekter Beweis durch Widerspruch

Es seit x=mn∈ℚ, also eine rationale Lösung der Gleichung x2=10, also (mn)2=10 bzw. m2=10n2. Dabei gilt m,n∈ℕ, m>0 und ggT(m,n)=1. Nenner und Zähler des Bruch sind also teilerfremd, denn sonst könnte er noch weiter gekürzt werden.

Aus m2=10n2 folgt aber 10|m2 bzw. 10|m (Für eine genauen Beweis wieso 10|m2⟹10|m gilt, siehe unten). Das bedeutet aber, dass man m=10k setzen kann und erhält damit (10k)2=10n2, bzw. 100k2=10n2. Das kann man aber kürzen zu 10k2=n2, woraus aber wiederum folgt, dass 10|n2 bzw. 10|n. Wenn aber sowohl 10|m also auch 10|n gilt, kann ggT(m,n)≠1 nicht stimmen, was aber eine Ausgangsbedingung war. Es liegt ein Widerspruch vor, die Annahme 10∈ℚ ist falsch, also muss gelten 10∉ℚ.


Nebenbeweis:

Es soll vorkommen, dass gefragt wird wieso 10|m2⟹10|m korrekt ist. Die Antwort findet sich in der Primfaktorzerlegung.

[15.10.2013] Durchdenken kann man sich das ganze auch so: Wenn 10 eine Zahl teilt, so muss diese eine 0 zum Schluss haben. Existiert nun eine Zahl z∈ℕ, die Quadriert eine 0 am Ende hat, so muss auch diese ganze Zahl z ein Vielfaches von 10 sein. Jede Zahl die keine 0 als letzte Ziffer hat, hat quadriert auch keine 0 als letzte Ziffer.

Auf Wikipedia existiert eine allgemeine Lösung, welche die Primfaktorzerlegung verwendet. Im Vowi existiert auch eine Diskussion.