TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik UE (diverse)/Übungen SS13/Beispiel 81

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Man untersuche mittels vollständiger Induktion, für welche n≥0 die angegebene Ungleichung gilt:

4n2≤2n


Induktionsanfang : Der Induktionsanfang muss gefunden werden.

n=0:0≤1w.A.

n=1:4≤2f.A.

n=2:16≤4f.A.

n=3:36≤8f.A.

n=4:64≤16f.A.

n=5:100≤32f.A.

n=6:144≤64f.A.

n=7:196≤128f.A.

n=8:256≤256w.A.

n=9:324≤512w.A.

Man könnte nun vermuten, dass die Ungleichung für n≥8 gültig ist.


Induktionsvoraussetzung :

Aus den obigen Berechnungen ergibt sich die Induktionsvoraussetzung.

n:4n2≤2n,(n≥8)


Induktionsbehauptung:

Wir behaupten nun, dass die Ungleichung auch für n+1 gilt.

n+1:4(n+1)2≤2n+1


Induktionsschritt:

Zu zeigen ist, dass n→n+1.

n→n+1:4(n+1)2≤2n+1

Die Potenz der rechten Seite kann umgeformt werden.

4(n+1)2≤2⋅2n

Beide Seiten durch 2 dividieren.

2(n+1)2≤2n|:2

An dieser Stelle kommt man mit dieser Form nicht recht weiter. Aber man kann sich die Induktionsvoraussetzung 4n2≤2n zu Hilfe nehmen und auf der rechten Seite einsetzen. Damit ergibt sich die neue Ungleichung 2(n+1)2≤4n2≤2n. Wenn nun diese stärkere Bedingung gültig ist, dann folgt daraus, dass die ursprüngliche Ungleichung auf jeden Fall erfüllt ist. Anders ausgedrückt: 2(n+1)2≤4n2→2(n+1)2≤2n

2(n+1)2≤4n2

Man kann wieder beide Seiten durch 2 dividieren.

(n+1)2≤2n2|:2

Und die linke Seite ausquadrieren.

n2+2n+1≤2n2

Und die linke Seite auf beiden Seiten subtrahieren.

0≤n2−2n−1|−n2−2n−1

2 auf beiden Seiten addieren.

2≤n2−2n+1|+2

Die rechte Seite kann nun zusammengefasst werden.

2≤(n−1)2

Man kann nun sehr einfach sehen, dass diese Ungleichung für n≥3 immer erfüllt ist und weil 2(n+1)2≤4n2→2(n+1)2≤2n gilt, ist auch die ursprüngliche Ungleichung wahr. Wir haben gezeigt, dass 4n2≤2n,(n≥8) gültig ist. ◻