Sei
der Vektorraum der Polynome in
vom Grad
mit Koeffizienten aus
. Sei weiters eine Abbildung
definiert durch
.
Untersuchen Sie, ob
eine lineare Abbildung ist. Untersuchen Sie
weiters auf Injektivität und Surjektivitat.
Bestimmen Sie die Matrix der linearen Abbildung
bezüglich der Basis
von
.
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Vorlage:Beispiel)
--Königd 13:43, 18. Jun. 2019 (CEST)
Wenn man sich die Angabe 527), auf der dieses Beispiel basiert, genauer anschaut, fällt einem auf, dass die Abbildung
eigentlich die eine Ableitung eines Polynoms darstellt.
Damit eine Abbildung als lineare bezeichnet werden darf, müssen folgende Eigenschaften gelten:
a)
b)
Punkt a) ist recht einfach zu zeigen, denn man kann es durchrechnen oder argumentieren:
Punkt b) kann man auf genau die selbe art und weiße nachrechnen, jedoch kann man hier argumentieren, dass ein Skalar aus einer Summe herausgehoben werden kann und somit ersparrt man sich das ganze nachrechnen.
Da es sich um Ableitungsfunktionen handelt, und jede Ableitung unendlich viele Stammfunktionen hat (verschoben um die additive Konstante) ist diese Funktion nicht injektiv.
Jede Ableitungsfunktion hat auch eine bzw. sogar unendlich viele Stammfunktionen. Damit ist klar, dass die Funktion surjektiv ist.
Schluss endlich muss man die Matrix A angeben, welche die Abbildung
beschreibt.
Hierfürh haben wir die Basis
gegeben.
Für die Matrix A muss jedoch gelten:
Daraus folgt gleich, dass die Matrix A als Spaltenmatrix so aussehen muss
Seien
und
Vektorräume über dem Körper
.


- Jede lineare Abbildung kann durch eine Matrix
festgelegt werden, für die gilt:

- Umgekehrt legt jede
eine lineare Abbildung fest.
- Eine Funktion
ist injektiv, wenn 
- Eine Funktion
ist surjektiv, wenn
mit
.
- Eine Funktion
ist bijektiv, wenn sie sowohl injektiv, als auch surjektiv ist.
Sei
der Vektorraum der Polynome in
vom Grad
mit Koeffizienten aus
. Sei weiters eine Abbildung
definiert durch
.
Untersuchen Sie, ob
eine lineare Abbildung ist. Untersuchen Sie
weiters auf Injektivität und Surjektivitat.
Bestimmen Sie die Matrix der linearen Abbildung
bezüglich der Basis
von
.
Anmerkung: Diese lineare Abbildung ist die polynomiale
Ableitung mit Reduktion der Dimension um den Wert
. Daher kann die Abbildung weder injektiv noch bijektiv sein.
Wir haben hier zwei Möglichkeiten:
- Wir erstellen eine Abbildung von
, also eine Abbildung mit Dimensionsreduktion. Diese Abbildung kann natürlich nicht injektiv bzw. bijektiv sein, dafür wird diese Abbildung surjektiv sein. Die Abbildungsmatrix ist eine
-Matrix.
- Wir erstellen einen Endomorphismus, also eine Abbildung von
, also eine Abbildung ohne Dimensionsreduktion. Diese Abbildung kann natürlich nicht surjektiv bzw. bijektiv sein, wird aber auch nicht injektiv sein, da die Ableitung aller Konstanten
und der Kern
mit Defekt
und
. Die Abbildungsmatrix ist eine
-Matrix.


Gegeben seien zwei Polynome
und
beide
vom Grad
mit
für
.
Zuerst schauen wir uns die ersten Abbildungen für
an.

Zu zeigen ist, dass
und
.
Gegeben sei wieder das oben definierte Polynom
.
Zu zeigen ist, dass
und
gilt.
ist eine lineare Abbildung.
Wie bereits oben erwähnt, haben wir zwei Möglichkeiten:
- Wir erstellen eine Abbildung
von
mit Dimensionsreduktion oder
- Wir erstellen einen Endomorphismus
von
, also ohne Dimensionsreduktion.
Wir schauen uns die Bilder der Basisvektoren an (eigentlich als Spaltenvektor: da es platzsparender ist, als transponierter Vektor):
D.h. unsere Abbildungsmatrix
hat die Dimension
, besteht aus den oben angegebenen Spaltenvektoren, hat folgende Eigenschaften und schaut mit zusätzlicher Überschrift in der Matrix folgend aus:
- Die Diagonale der Matrix hat für (
-te Zeile und
-ten Spalte mit
) lauter
er,
- unterhalb dieser Diagonale (für
stehen auch lauter
er,
- direkt oberhalb der Diagonale stehen die Werte der Matrix mit
beginnend in der
Zeile und
Spalte. Der Werte in der
-ten Zeile,
-ten Spalte ist
,
- direkt oberhalb dieser Werte stehen wieder nur
.
Ist diese Abbildung injektiv, surjektiv oder bijektiv?
Wir haben hier zwei Möglichkeiten:
- So wie oben: Wir erstellen eine Abbildung von
, also eine Abbildung mit Dimensionsreduktion. Diese Abbildung kann natürlich nicht injektiv bzw. bijektiv sein, dafür wird diese Abbildung surjektiv sein. Die Abbildungsmatrix ist eine
-Matrix. Diese Matrix hat an
Zeilen bzw. Spalten einen einzigen Eintrag
und muss daher den Rang
haben. Die Dimension von
. D.h. der Defekt
- klar das sind die Konstanten, also alle
. D.h, dass diese Abbildung
surjektiv ist.
- Wir erstellen einen Endomorphismus, also eine Abbildung von
, also eine Abbildung ohne Dimensionsreduktion. Diese Abbildung kann natürlich nicht surjektiv bzw. bijektiv sein, wird aber auch nicht injektiv sein, da die Ableitung aller Konstanten
und der Kern
mit Defekt
und
. Die Abbildungsmatrix ist eine
-Matrix. Die Matrix von oben mit einer zusätzlichen unteren Zeile mit lauter
. Anmerkung zur Surjektivität: Durch die Dimensionsreduzierung fehlen im Bildraum alle Bilder mit der höchsten Potenz
.