TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 136

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Untersuchen Sie, ob es sich bei den folgenden Relationen R⊆A×B um Funktionen, injektive Funktionen, surjektive Funktionen bzw. bijektive Funktionen handelt.

R={(x,1x) | x∈ℝ+},A=B=ℝ+

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Funktion

Eine Funktion oder Abbildung f:A→B von A nach B ist eine Relation Rf⊆A×B mit der Eigenschaft, dass zu jedem a∈A genau ein b∈B mit aRfb existiert. Man schreibt dafür b=f(a). Der Graph einer Funktion f:A→B ist die Menge {(a,f(a))|a∈A}⊆A×B.

Injektivität
Injektivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.65 Definition]

"Verschiedene Elemente der Definitionsmenge werden auf verschiedene Elemente der Zielmenge abgebildet": a1,a2∈A,a1≠a2⇒f(a1)≠f(a2) oder äquivalent: a1,a2∈A,f(a1)=f(a2)⇒a1=a2

Surjektivität
Surjektivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.65 Definition]

Jedes Element der Zielmenge tritt mindestens einmal als Funktionswert auf: ∀b∈B ∃a∈A:b=f(a)

Bijektivität
Bijektivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.65 Definition]

Eine Funktion ist bijektiv, wenn Injektivität & Surjektivität vorliegt. Diese Eigenschaft impliziert die Existenz einer Umkehrfunktion f−1().

Lösungsvorschlag

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Grundlegende Überlegungen

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ℝ+={x∈ℝ|x>0}

ℝ0+={x∈ℝ|x≥0}

Zuerst sollte man sich überlegen, mit welchen Funktionen man es hier überhaupt zu tun hat.

Zuerst x:

Per Definition gilt:

x:ℝ+→ℝ+

1x:ℝ∖{0}→ℝ

Aber weil hier gilt x∈ℝ+ folgt 1x:ℝ+→ℝ+

Damit die Relation eine Funktion ist muss jedes a∈A=ℝ+ genau einem b∈B=ℝ+ zugeordnet werden.

Nun zuerst bildet xA=ℝ+ auf B′=ℝ+ ab. Und dann wird B′=ℝ+ durch 1x auf B=ℝ+ abgebildet.

Wichtig ist es hier zu erkennen, dass

  • jedes a∈A=ℝ+ abgebildet wird (es gibt keine Bereiche/ Werte in ℝ+ die man nicht in die beiden Funktionen einsetzen dürfte)
  • jedes a∈A=ℝ+ auf nur genau ein b∈B=ℝ+ abgebildet wird (es kann nicht passieren dass für ein a∈A=ℝ+ mehrere b∈B=ℝ+ möglich sind)

Daher sind die Vorrausetzungen für eine Funktion erfüllt und die Relation ist eine Funktion.

f:{ℝ+→ℝ+x↦1x

Nachdem x (nach Definition) bijektiv gibt es eine Umkehrfunktion davon und man kann die Funktion noch etwas einfacher darstellen:

f:{ℝ+→ℝ+x↦1x2

1x2 ist in ℝ+ injektiv, weil für alle a1,a2∈A:a1≠a2⇒f(a1)≠f(a2) gilt. (es gibt alle keine Funktionswerte die doppelt vorkommen)

Anmerkung: In ℝ gilt das aber natürlich nicht mehr: 1(−1)2=112 Was ist mit wurzel(-2)? Deshalb kann die funktion f(x)=wurzel(x) nicht bijektiv sein, oder? Antwort: Richtig. Gegeben ist aber (vermutlich genau deswegen) A = B = ℝ+

1x2 ist in ℝ+ surjektiv, weil ∀b∈B∃a∈A:b=f(a) gilt. (für jedes Element des Bildbereichs B lässt sich ein zugehöriges Element aus dem Definitionsbereich A finden)

Auch das gilt nicht für ganz ℝ

nachdem die Funktion sowohl injektiv als auch surjektiv ist, ist die Funktion automatisch auch bijektiv