TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 357

Aus VoWi
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Untersuchen Sie, ob die Menge M mit der Operation ∘ ein Gruppoid, eine Halbgruppe, ein Monoid bzw. eine Gruppe ist.

M=ℚ∖{−1},a∘b=a+b+ab

Dieses Beispiel hat einen unbekannten Lösungsstatus. Bitte editiere diese Seite und schreibe den dir bekannten Status ins Beispiel. Die möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert. Führe folgende Änderung durch:
{{Beispiel|1=
Angabetext
}}

oder

{{Beispiel|
Angabetext
}}

zu (im Falle einer korrekten, unverifizierten Lösung "solved". Auch möglich "unsolved", "wrong", "verified_by_tutor". Alle möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert.)

{{Beispiel|status=solved|1=
Angabetext
}}


Folgende Eigenschaften kann eine solche Struktur annehmen:

  1. Abgeschlossenheit: G×G=G, für a,b∈G→a∘b∈G (d.h. ist eindeutig zugeordnet). Das ∘ entspricht einer Funktion von ∘:G×G→G
  2. Assoziativgesetz: a∘(b∘c)=(a∘b)∘c für alle a,b,c∈G.
  3. Einheitselement: Es existiert ein e∈G, so dass für alle a∈G gilt: a∘e=e∘a=a.
  4. Inverses Element: Für jedes a∈G gibt es ein inverses Element a′∈G (oder auch a−1) so, dass gilt a∘a′=a′∘a=e. Wobei das e das Einheitselement ist.
  5. Kommutativgesetz: a∘b=b∘a für alle a,b∈G.
  Nr.   Gruppoid   Halbgruppe   Monoid   Gruppe   Abelsche Gruppe
  1     X          X            X        X        X
  2                X            X        X        X
  3                             X        X        X
  4                                      X        X
  5                                               X

Lösungsvorschlag von Gamer199

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgeschlossenheit

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die gegebene Menge M die Menge ℚ ohne −1 ist, müssen wir untersuchen, ob der Ausdruck a+b+ab überhaupt −1 ergeben kann. Prüfen wir also:

a+b+ab=−1

a+ab=−1−b

a∗(1+b)=−1−b

a=−(1+b)1+b

a=−1 und b=−1

Schlussfolgerung: Das Ergebnis der Operation a∘b ist nur dann −1, wenn entweder a oder b −1 sind, aber das ist von vornherein ausgeschlossen. Daher ist die Abgeschlossenheit gegeben.

Assoziativität

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es muss gelten: a∘(b∘c)=(a∘b)∘c für alle a,b,c∈M.

Wir erleichtern uns anfangs mit zwei variablen:

a∘b=a+b+ab=x

b∘c=y

Die Rechnung sieht wie folgt aus:

x+c+xc=a+y+ay

a+b+ab+c+(a+b+ab)∗c=a+b+c+bc+ab+ac+bca

a+b+c+ab+ac+bc+abc=a+b+c+ab+ac+bc+abc

Schlussfolgerung: Rechts gleich links Daher ist die Assoziativität gegeben.

Neutrales Element

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ein neutrales Element e aus M muss gelten: a∘e=e∘a=a

a∘e=a

a+ea+e=a

e∗(1+a)=0

e=0

Schlussfolgerung: e=0 das heißt, Es gibt ein neutrales Element

Inverses Element

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Operation a∘a′=a′∘a=e soll das Einheitselement e herauskommen. Prüfen wir also:

a∘a′=e

a∘a′=0

a′+a+a′a=0

a′+a′a=−a

a′∗(1+a)=−a

a′=−a1+a

Schlussfolgerung: a′=−a1+a das heißt, Es gibt ein inverses Element

Schlussfolgerung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgeschlossenheit, Assoziativität, Neutrales Element, Inverses Element: Es liegt eine Gruppe vor


Sogar eine abelsche