TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 130

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Seien R1 und R2 Halbordnungen auf der Menge M. man beweise, dass dann auch ihr Durchschnitt R=R1∩R2 Halbordnung auf M ist.

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Halbordnung

Eine binäre Relation R auf einer Menge A heißt Halbordnung oder partielle Ordnung, wenn folgende drei Eigenschaften erfüllt sind:

  • Reflexivität: ∀a∈A:aRa,
  • Antisymmetrie: ∀a,b∈A:(aRb∧bRa)⇒a=b,
  • Transitivität: ∀a,b,c∈A:(aRb∧bRc)⇒aRc.

Lösungsvorschlag

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Prinzipiell muss man sich nur klar werden, dass nur alle jene Tupel (a,b)∈R sind wenn gilt aRb⟺(aR1b)∧(aR2b)

damit lassen sich die Eigenschaften einer Halbordung relativ leicht zeigen.

aRa⟺(aR1a)∧(aR2a)

Nachdem die rechte Seite auf jeden Fall gilt (R1,R2 sind per Definition Halbordnungen), muss auch die linke Seite gelten

(aRb∧bRa⇒a=b)⟺((aR1b∧bR1a⇒a=b)∧(aR2b∧bR2a⇒a=b))

In anderen Worten: Würde aRb∧bRa⇒a=b nicht gelten, dann würde es auch keine Beziehung der Form aR1b∧bR1a⇒a=b geben. Daher kann aber (a,b) kein Element von R sein.

aRb∧bRc⇒aRc⟺((aR1b∧bR1c⇒aR1c)∧(aR2b∧bR2c⇒aR2c))

Nur weil die Transitivität sowohl in R1 als auch R2 gilt, sind die Elemente in der Schnittmenge R. Dadurch gilt die Transitivität aber natürlich auch in der Schnittmenge selbst.