TU Wien:Analysis 2 UE (diverse)/Übungen SS12/Beispiel 8

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Die Herstellung eines Produkts P unter Verwendung zweier Produktionsfaktoren A und B werde durch die Produktionsfunktion

y=f(x1,x2)=5−1x1−1x2

beschrieben. Der Gewinn des Produzenten sei durch

G(x1,x2,y)=yp0−x1p1−x2p2

gegeben.

Man maximiere den Gewinn für die Preise p0=2, p1=1, p2=8 unter Berücksichtigung der Produktionsfunktion als Nebenbedingung (a) mittels Reduktionsmethode und (b) mit Hilfe der Methode der Lagrange'schen Multiplikatoren. Ferner ermittle man die im Gewinnmaximum benötigten Faktormengen x1, x2, die Produktmenge y und den Unternehmergewinn G.

Lösungsvorschlag

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Reduktionsmethode

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Rückführung auf Extremwertaufgabe ohne Nebenbedingung durch ausrechnen hinreichend vieler Variablen aus den Nebenbedingungen und einsetzen in die Zielfunktion.

Wir können die Nebenbedingung einfach in die Zielfunktion einsetzen weil sowohl x1 als auch x2 in der Zielfunktion vorkommen:

G(x1,x2)=(5−1x1−1x2)p0−x1p1−x2p2=5p0−p0x1−p0x2−x1p1−x2p2

Nach dem einsetzen der Preise: G(x1,x2)=10−2x1−2x2−x1−8x2

grad⁡(G(x1,x2))=(Gx1Gx2)=(−2⋅−12(x1)−32⋅1−1−2⋅−12(x2)−32⋅1−8)=(1x13−11x23−8)=0

1x13−1=01x13=11=x131=x13x1=13x1=1

1x23−8=01x23=818=x23182=x23x2=1823x2=14

Der maximal Gewinn ist also G(x1,x2)=G(1,14)=10−2−4−1−2=1.

Lagrange'sche Multiplikatoren

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G(x1,x2,y)=2y−x1−8x2

Zuerst wird die Nebenbedingung umgeformt, sodass diese die Form NB = 0 hat.
y=f(x1,x2)=5−1x1−1x20=5−1x1−1x2−y

Nun wird die Nebenbedingung mit dem Lagrange'schem Multiplikator in die Zielfunktion eingesetzt:
Φ(x1,x2,y,λ)=2y−x1−8x2−λ(5−1x1−1x2−y)=2y−x1−8x2−5λ+λx1+λx2+λy

Nun wird der Gradient der Zielfunktion Null gesetzt um ein Gleichungssystem zu bekommen:
Φx1=−1−12⋅λx13=0⇒λ=−2x13

Φx2=−8−12⋅λx23=0⇒λ=−16x23

Φy=2+λ=0⇒λ=−2

Φλ=−5+1x1+1x2+y=0


λ=−2 in Φx1 und Φx2 einsetzen:

λ=2x13⇒2=2x13⇒x1=1

λ=16x23⇒2=16x23⇒x2=14


x1 und x2 in Φλ einsetzen:

−5+1x1+1x2+y⇒y=5−2−1⇒y=2

G(1,14,2)=2⋅2−1−8⋅14=1