TU Wien:Analysis VU (diverse)/Übungen 2024S/Beispiel 20

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Für alle n∈ℕ mit n≥1 sei an=1+1n2+cos⁡(πn2)(3−5n).

  1. Gelten für die Umgebung U=U1(3)=(2,4) von 3 die folgenden beiden Aussagen?
    (a) an∈U für unendlich viele n.
    (b) Es gibt ein N=N(ε)=N(1) mit an∈U für alle n≥N.
  2. Geben Sie alle Häufungspunkte der Folge (an)n≥1 an.
  3. Geben Sie eine Folge natürlicher Zahlen n1<n2<… an, so dass (ank)k∈ℕ eine monotone Teilfolge von (an)n≥1 ist.
  4. Warum konvergieren alle monotonen Teilfolgen von (an)n≥1?
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Lösungsvorschlag

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a) Man könnte meinen, dass unendlich viele Folgenglieder in (2, 4) liegen, weil 4 ein Häufungspunkt ist. Dies ist allerdings ein Fehlschluss, die unendlich vielen Folgenglieder in der ϵ-Umgebung vom Häufungspunkt 4 könnten schließlich auch >=4 sein.

Erfüllen unendlich viele Indexe 2<1+1n2+cos⁡(πn2)(3−5n)<4?

cos⁡πn2∈{−1,0,1}∀n∈ℕ. Für cos⁡∈{0,−1} ist die obige Ungleichung nicht erfüllt. Was ist wenn cos⁡=1?

∀n mod 4=0:

2<1+1n2+cos⁡(πn2)(3−5n)<42<1+1n2+3−5n<4|−4−2<1n2−5n<0|⋅n−2n<1n−5<0✓

b) Nein, weil es Häufungspunkte gibt, die definitiv außerhalb der Umgebung liegen.

Die Brüche mit n im Nenner gehen gegen null. n bleibt nur noch im cos über, der sich alle 4 Indexe wiederholt, also einfach die limn→∞ für a4n, a4n+1, a4n+2 und a4n+3 ausrechnen.

Rauskommen sollte -2, 1 und 4.

Für ungerade Indexe ist der cos-Teil 0.

Dass die 1+1n2 immer kleiner werden, kann (da n nie negativ ist) so gezeigt werden:

ank>ank+11+1n2>1+1(n+1)2n2⋅(n+1)2n2>n2⋅(n+1)2(n+1)2n2+2n+1>n22n+1>0

Jede mögliche Folge ist zumindest durch -2 nach unten und 4 nach oben beschränkt. Satz 4.12 (Hauptsatz über monotone Folgen): Eine monotone Folge ist genau dann konvergent, wenn sie beschränkt ist.