TU Wien:Analysis UE (diverse)/Übungen SS19/Beispiel 71

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Für n = 1, 2, 3, ... sei

an=1n2,bn=1(n+1)∗(n+2),cn=1(n+1),dn=1(n+2).

Weiters sei A=∑n=1∞an,B=∑n=0∞bn,C=∑n=0∞cn,D=∑n=0∞dn.

  1. (a) Berechnen Sie die Partialsummen von B.
  2. (b) Berechnen Sie den Wert von B.
  3. (c) Begründen Sie an≤2bn. Konvergiert A?
  4. (d) Warum ist B=C−D falsch, obwohl bn=cn−dn?
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Lösungsvorschlag von Clemens

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1(n+1)⋅(n+2)=1n+1−1n+2

Wir suchen Sn, wobei S0 = a0, S1 = a0 + a1,... also allgemein Sn = ∑k=0nak

Bei unserem Beispiel wäre das also:

Sn=∑k=0n1k+1−1k+2=1−12+12−+...−1n+2

Man sieht, dass die mittleren alls rausfallen, übrig bleibt also:

Sn=1−1n+2

Da wir in Punkt a) bereits die Partialsummen gebildet haben, können wir diese verwenden. B (die Summe von bn's) ist im Prinzip der Grenzwert von (Sn).

1n+2 geht gegen 0, daher ist B = 1

--> Bitte erläutern: Warum ist hier B = 1 und nicht B = 0 ??
--> Antwort: Da obige Teleskopsumme noch die Konstante 1 enthält: 1−1n+2 Allerdings bin ich der Meinung, dass das nicht 1 sondern 12 sein sollte, da n in der Angabe ab 1 und nicht ab 0 beginnt.
--> Achtung: es gibt 2 verschiedene Angaben, das n für die Folgen geht bei beiden von n = 1, 2, 3... die Summe geht hier (Grenzwert = 1) allerdings von 0 weg wie man auch oben in der Angabe sieht, bei der neueren Version geht die Summe allerdings bei 1 los, weshalb dann der Grenzwert 12 ist.

Sn=1−1n+2 wobei der Term 1n+2 gegen 0 konvergiert, daher ist Sn=B=1−0=1

Um auf den Wert von einer unbekannten Reihe zu kommen, ist es immer Sinnvoll, diese so umzuformen, dass man auf bekannte Reihen kommt (oder zumindest teilweise).

∑n=0∞bn=12+16+112+120+130+142+156+...

Wenn wir nun betrachten: 16+112=14

und 120+130+142+156=18

Dies könnte man nun noch weiter machen und es werden immer mehr (8, 16, 32, ..) Brüche gemeinsam einen Bruch der Form 12n ergeben.

Da ∑n=1∞12n=1 ist, können wir sagen, dass unser B ebenfalls 1 ist.

Angabe wurde geändert. War vorher: Begründen Sie an <= 6bn für n >= 1. Konvergiert A?

Diese Begründung habe ich mittels vollständiger Induktion gemacht:

1n2≤6(n+1)⋅(n+2) für n≥1

bei n=1: 62⋅3 passt

für n --> n+1 zu zeigen:

1(n+1)2≤6(n+2)(n+3) Ich multipliziere mit beiden Nennern (um sie los zu werden).

(n+2)⋅(n+3)≤6⋅(n+1)2

n2+5⋅n+6≤6⋅n2+12⋅n+6

0≤5⋅n2+7⋅n

Da n≥1 bestimmt ist, trifft dies immer zu --> q.e.d.

Anmerkung: Berechnung richtig, allerdings ist das keine vollständige Induktion, da die Induktionsvorraussetzung nicht verwendet wurde (bestätigt durch Prof. Karigl). --pauly.

Nun muss man noch zeigen, dass A Konvergiert. Dieses Bsp. hat Prof. Karigl bereits in der VO gemacht:

(.. falsch laut Tutor)

∑n≥11n2 konvergiert, denn 1n2≤1n⋅(n−1) für n≥2 und ∑n≥21(n−1)⋅n=1 (Mittels Majorantenkriterium)

Anmerkung: Die Summe ∑n≥11n2 konvergiert nicht. Du hast einen Falschen Bruch für bn angegeben. Rechnet man 1n2≤1(n+1)(n+2) kommt 3n+2≤0 raus, was für n>0 nicht stimmen kann. Demnach ist bn kein Majorant von an.

Antwort zur Anmerkung: Deshalb haben wir 1n2≤6(n+1)⋅(n+2) oben bewiesen. Dass 1n2≤1(n+1)(n+2) nicht stimmen kann ist trivial.

Hinweis:

∑n≥11n2=π26

Da (cn) und (dn) divergent sind, können wir damit nicht rechnen.

Dies ist meiner Meinung nach ganz banal zu Begründen, da C und D jeweils unendlich sind (da es die Folgen 1n sind, die evtl. später beginnen, und daher die Summe unendlich ist).

B ist allerdings 1 (siehe Beispiel b) und 1≠∞−∞