TU Wien:Analysis VU (diverse)/Übungen 2024S/Beispiel 101

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Man untersuche, welche o-, O- und ~-Beziehungen zwischen den Folgen an, bn und cn bestehen.

an=2n,bn=1n2,cn=8n24n3+1

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Lösungsvorschlag von Padraig

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Definition - Landau-Symbole:


   an=O(bn) für n→∞, falls es eine Konstante C>0 gibt, sodass |anbn|≤C für fast alle n∈ℕ gilt.
   an=o(bn) für n→∞, falls limn→∞anbn=0 gilt.
   an∼bn, falls limn→∞anbn=1 gilt.

Sehen wir uns alle Zusammenhänge nacheinander an:


  • an und bn:

|anbn|=|2n1n2|=|2n2n|=|2n|→limn→∞|anbn|=+∞

|bnan|=|n2n2|=|12n|→limn→∞|bnan|=0

Wir folgern also, dass bn=o(an), was auch impliziert, dass bn=O(an).


  • an und cn:

|ancn|=|2n8n24n3+1|=|2(4n3+1)8n3|=|8n3+28n3|=|8+2n38|→limn→∞|ancn|=|8+08|=1

|cnan|=|8n38n3+2|=|88+2n3|→limn→∞|cnan|=|88+0|=1

Wir folgern also, dass an∼cn.


  • bn und cn:

|bncn|=|1n28n24n3+1|=|4n3+18n4|→limn→∞|bncn|=0

|cnbn|=|8n44n3+1|→limn→∞|cnbn|=+∞

Wir folgern also, dass bn=o(cn), was auch impliziert, dass bn=O(cn).


Trivialerweise gilt auch, dass an∼an∧bn∼bn∧cn∼cn.

Zu beachten ist auch an=O(an)∧bn=O(bn)∧cn=O(cn).


--Padraig (Diskussion) 10:47, 05. Apr. 2022 (CEST)