TU Wien:Einführung in wissensbasierte Systeme VU (Egly)/Prüfung 2013-03-22/Beispiel 1

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Geben Sie einen Satz der Prädikatenlogik an, der besagt, dass ein Ball der Kategorie Football einen Durchmesser von 22 cm hat. Verwenden Sie dazu die folgenden Prädikate: IsA(x,y) bedeutet, dass ein Objekt x der Kategorie y angehört. Size(x,y) bedeutet, dass das Objekt x einen Durchmesser von y cm hat. (2 Punkte)

Lösungsvorschlag: JasonLeroy (Diskussion) 14:54, 22. Jan. 2014 (CET)

∀x(IsA(x,Football)→Size(x,22))

Geben Sie einen Satz der Form ∀x1...∀xnϕ(x1,...,xn) an, der besagt, dass zwei Objekte der selben Kategorie den selben Durchmesser haben. Dabei ist ϕ(x1,...,xn) eine definite Horn-Klausel mit freien Variablen x1,...,xn. (Eine Horn Klausel ist eine Disjunktion von Literalen - Atomformeln und negierten Atomformeln - von denen exakt eines eine nicht negierte Atomformel ist.) (2 Punkte)

Lösungsvorschlag: JasonLeroy (Diskussion) 14:54, 22. Jan. 2014 (CET)

∀x∀y∀w∀z((IsA(x,w)∧IsA(y,w)∧Size(x,z))→Size(y,z))

In Worten: Sind x und y von der Kategorie w und x hat die Größe z, dann hat y auch die Größe z.

Diese Lösung lässt sich noch zu einer Horner-Klausel umformen:

∀x∀y∀w∀z(¬(IsA(x,w)∧IsA(y,w)∧Size(x,z))∨Size(y,z))
∀x∀y∀w∀z(¬IsA(x,w)∨¬IsA(y,w)∨¬Size(x,z)∨Size(y,z))

Betrachten Sie die Wissensbasis bestehend aus dem Satz aus 2. sowie den Sätzen IsA(Ball2,Football), IsA(Ball1,Football), Size(Ball1,22). Zeigen Sie mittels TC1, dass daraus auch Size(Ball2,22) folgt. (8 Punkte)

Lösungsvorschlag: JasonLeroy (Diskussion) 14:54, 22. Jan. 2014 (CET)

∀x∀y∀w∀z(¬IsA(x,w)∨¬IsA(y,w)∨¬Size(x,z)∨Size(y,z))

IsA(Ball1,Football)
IsA(Ball2,Football)
Size(Ball1,22)
¬Size(Ball2,22)

¬IsA(Ball1,Football)∨¬IsA(Ball2,Football)∨¬Size(Ball1,22)∨Size(Ball2,22)
¬IsA(Ball1,Football) ¬IsA(Ball2,Football) ¬Size(Ball1,22) Size(Ball2,22)
✘ clash ✘ clash ✘ clash ✘ clash

Diese lösung ist blödsinn. siehe: hier und hier

Danke! Hab's ausgebessert. --JasonLeroy (Diskussion) 09:45, 14. Jun. 2014 (CEST)

Kreuzen Sie die zutreffende Antwort an:

1. Seien α, β und γ aussagenlogische Sätze. Falls α⊨γ oder β⊨γ gilt, so gilt auch α∧β⊨γ.

richtig ☐ falsch ☐


2. Seien α, β und γ aussagenlogische Sätze. Falls α∧β⊨γ gilt, so gilt α⊨γ oder β⊨γ oder es gelten beide.

richtig ☐ falsch ☐


3. Aus ¬A∨¬B∨C folgt ¬A∨¬B.

richtig ☐ falsch ☐


4. Eine aussagenlogische Klausel ist genau dann gültig, wenn sie die Literale A und ¬A für eine aussagenlogische Variable A enthält.

richtig ☐ falsch ☐

(6 Punkte)

Lösungsvorschlag: JasonLeroy (Diskussion) 14:54, 22. Jan. 2014 (CET)

  1. richtig ☒ falsch ☐
  2. richtig ☐ falsch ☒
  3. richtig ☐ falsch ☒
  4. richtig ☒ falsch ☐


Ist die folgende Aussage korrekt? Wenn ja, begründen Sie Ihre Antwort; wenn nein, geben Sie ein Gegenbeispiel an.

Seien α und β beliebige aussagenlogische Sätze in konjunktiver Normalform, die dieselben n aussagenlogischen Variablen enthalten. Dann gilt entweder α⊨β oder α⊨¬β. (4 Punkte)

Was verändert sich, wenn alle Klausen von α einzelne Literale sind (A oder ¬A)? (3 Punkte)

Lösungsvorschlag 1:

Gegenbeispiel:

α und β können frei gewählt werden, daher wählen wir:

α = (¬a∨a∨¬b∨b)
β = (a∨b)

Eine Interpretation in der α⊨β nicht gilt (die also α wahr und β falsch macht):
I(a)=0 und I(b)=0

Eine Interpretation in der α⊨¬β nicht gilt (die also α wahr und ¬β falsch macht):
I(a)=0 und I(b)=1

Es gilt also weder α⊨β noch α⊨¬β.

TODO 2. Punkt

Lösungsvorschlag 2: JasonLeroy (Diskussion) 16:47, 22. Jan. 2014 (CET)

Nein. Gegenbeispiel:

α=(a∨b)
β=(a)∧(b)

In diesem Fall lassen sich Interpretationen finden, sodass sowohl α⊨β als auch α⊨¬β nicht gelten:

  • Die Interpretation I(a)=0,I(b)=1 zeigt: aus α kann nicht auf β geschlossen werden.
  • Die Interpretation I(a)=1,I(b)=1 zeigt: aus α kann nicht auf ¬β geschlossen werden.

Beschränkt man sich bei α allerdings auf reine Konjunktionen (d.h. alle Disjunktionen der Normalform bestehen aus einem einzigen Literal), so gilt die Aussage. Der Grund ist, dass sich die aussagenlogischen Sätze aus α nicht weiter einschränken lassen (gilt a∧b so gilt auch a∨b).