TU Wien:Einführung in wissensbasierte Systeme VU (Egly)/Prüfung 2014-01-29/Beispiel 1

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Logikbasierte Wissensrepräsentation:

Sei R ein zweistelliges Prädikatensymbol und S∗ jene Klasse von Interpretationen I für die gilt, dass es für jedes x∈U ein y∈U gibt mit xI(R)y, wobei U die Domäne von I ist.

Sei T={∀x∀y(R(x,y)→R(y,x)),∀x∀y∀z(R(x,y)∧R(y,z)→R(x,z))} und I∈S∗. Zeigen Sie, dass I⊨∀xR(x,x) aus I⊨T folgt. (4.5 Punkte)

Lösungsvorschlag (Exkalation (Diskussion) 19:33, 18. Jan. 2015 (CET)):
Proof by Contradiction:
Angenommen I⊨∀xR(x,x) folgt nicht aus I⊨T, wobei I∈S∗ und U Domäne von I,
d.h. I⊨∀xR(x,x) folgt aus I⊨T.

Gegenbeispiel:
Angenommen U={a}, dann gilt nach Definition von T: ∀x∀y(R(x,y)→R(y,x)), d.h. für unser U:
R(a,a)→R(a,a).
Da laut Definition von S∗ TODO...

Lösungsvorschlag Schogglomat (Diskussion) 23:27, 19. Jan. 2015 (CET)

  1. I⊨∀x∀y(R(x,y)→R(y,x)) (Annahme)
  2. I⊨∀x∀y∀z(R(x,y)∧R(y,z)→R(x,z)) (Annahme)
  3. I⊨∀x∃yR(x,y) (Annahme, weil I∈S∗)
    1. Sei c∈𝒰 beliebig.
    2. Ix←c⊨∃yR(c,y) (folgt aus 3. und 4.1.)
    3. Wähle d∈𝒰 so dass Ix←c,y←d⊨R(c,d)
    4. Ix←c,y←d⊨R(d,c) (folgt aus 1. und 4.3.)
    5. Ix←c,y←d⊨R(c,c) (folgt aus 2, 4.3. und 4.4.)
  4. I⊨∀xR(x,x) (QED, folgt aus 4.1 bis 4.5)


Lösungsvorschlag Tyleet
Auch in TC1 möglich, da ja nicht semantischer Beweis gefordert wird:

1 ∀x∀y(¬R(x,y)∨R(y,x)) (Aus T)
2 ∀x∀y∀z(¬R(x,y)∨¬R(y,z)∨R(x,z)) (Aus T)
3 ∀x∃yR(x,y) (Aus xI(R)y in der Angabe)
4 ∃x¬R(x,x) (negierte form von ∀xR(x,x)
5 ¬R(a,a) (Aus 4)
6 ∃yR(a,y) (Aus 3)
7 R(a,b) (Aus 6)
8 ¬R(a,b)∨R(b,a) (Aus 1)
9 ¬R(a,b)∨¬R(b,a)∨R(a,a) (Aus 2)
10 ¬R(a,b)(Aus 8) 11 R(b,a) (Aus 8)
clash mit 7 12 ¬R(a,b) (Aus 9) 13 ¬R(b,a)∨R(a,a) (Aus 9)
clash mit 7 14 ¬R(b,a)(Aus 13) 15 R(a,a) (Aus 13)
clash mit 11 clash mit 5

Sei S∗ wie zuvor. Finden Sie eine Wissensbasis T′, sodass für jede Interpretation I gilt

I⊨T′⟺I∉S∗

(1 Punkt)

Lösungsvorschlag (Exkalation (Diskussion) 19:13, 18. Jan. 2015 (CET)):
Es solle reichen einen Widerspruch zur Definition der I in S* zu schaffen:
T′={∀x∃y(R(x,y)}

Kreuzen Sie Zutreffendes an:

Welche der folgenden Eigenschaften treffen für obige Theorie T zu?

  1. Eine Formel φ folgt logisch aus einer Wissensbasis T genau dann wenn
    • ∀I:I⊨T⟹I⊨φ richtig ☐ falsch ☐
    • ∀I:I⊨T and I⊨φ richtig ☐ falsch ☐
    • ¬∃I:I⊨T and I⊭φ richtig ☐ falsch ☐
  2. Eine Formel ist genau dann erfüllbar wenn ihre Negation nicht gültig ist. richtig ☐ falsch ☐
  3. Ist φ unerfüllbar, so ist ∀x(φ→ψ) gültig für bleliebiges ψ. richtig ☐ falsch ☐
  4. Ist ∀x(φ→ψ) gültig, so ist φ erfüllbar. richtig ☐ falsch ☐
  5. Sei φ(x) eine Formel mit einer freien Variable x. Ist ∀x(φ(x)→⊥) gültig, dann ist ∃xφ(x) erfüllbar. richtig ☐ falsch ☐
  6. Um die Gültigkeit einer Formel der Form φ→ψ in TC1 zu zeigen, betrachten wir die Formel φ∧¬ψ. Falls ⊭φ→ψ gilt, so gibt es ein geschlossenes Tableau für φ∧¬ψ und somit ist φ→ψ gültig. richtig ☐ falsch ☐

(4 Punkte)

Lösungsvorschlag Exkalation (Diskussion) 23:44, 23. Jan. 2015 (CET):
1. Nicht absolut sicher, aber relativ überzeugt:
1.a) richtig
1.b) falsch
1.c) richtig (meiner Meinung equivalent zu 1.a)
2. richtig
3. richtig
4. falsch
5. falsch
6. falsch

Sei T eine Menge von aussagenlogischen Formeln. Man zeige bzw. widerlege, dass T⊨⊥ genau dann wenn T⊨φ für alle Formeln φ. (3 Punkte)

Lösung Informatikforum: https://web.archive.org/web/*/informatik-forum.at/showthread.php?107778-Pr%FCfungsangabe-2014-01-29-Beispiel-1d&p=831508&viewfull=1#post831508