TU Wien:Mathematik 1 UE (diverse)/Übungen SS10/Beispiel 1

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Man überprüfe die Gleichung

1∗2+2∗3+3∗4+…+(n−1)∗n=(n−1)n(n+1)3,n≥2

für n=2,3,4,5 und beweise sodann deren Gültigkeit für alle natürlichen Zahlen n≥2 durch vollständige Induktion.

Zur Einfacheren Beweisführung lässt sich 1∗2+2∗3+3∗4+…+(n−1)∗n auch darstellen als ∑j=2n(j−1)∗j.


Dieser Lösungsansatz soll laut Panholzer leicht problematisch sein, da er formal nicht ganz korrekt ist.
Wer die formal korrekte Lösung hat, bitte als zweite Lösung dazuschreiben!


7.4.2012: Ich denke der Fehler ist doch nur, dass die Summe bei der Induktionsbehauptung auf einmal von j = 1 weggeht, sie aber immer nur von j = 2 weggehen dürfte, oder?

n=2:1∗2=1∗2∗332=2w.A.


n=3:1∗2+2∗3=2∗3∗438=8w.A.


n=4:1∗2+2∗3+3∗4=3∗4∗5320=20w.A.


n=5:1∗2+2∗3+3∗4+4∗5=4∗5∗6340=40w.A.


Nach dem Induktionsanfang P(2) muss jetz noch der Induktionsschritt P(n)⇒P(n+1) bewiesen werden. Die Induktionsvoraussetzung ist dabei

∑j=2n(j−1)∗j=(n−1)n(n+1)3,n≥2

und die Induktionsbehauptung

∑j=1n+1(j−1)∗j=((n+1)−1)(n+1)((n+1)+1)3.

Statt ∑j=1n+1(j−1)∗j kann jedoch auch ∑j=2n(j−1)∗j+((n+1)−1)(n+1) geschrieben werden. Die Induktionsbehauptung sieht nun wie folgt aus:


∑j=1n(j−1)∗j+((n+1)−1)(n+1)=((n+1)−1)(n+1)((n+1)+1)3

und das ∑j=1n(j−1)∗j kann man gemäß der Induktionsvoraussetzung ersetzen durch (n−1)n(n+1)3. Nun kann man die Behauptung noch weiter vereinfachen (Wichtig hier bei ist, dass es sich immer um Äquvialenzumformungen handelt!):

(n−1)n(n+1)3+((n+1)−1)(n+1)=((n+1)−1)(n+1)((n+1)+1)3(n−1)n(n+1)3+n(n+1)=(n(n+1)((n+2)3n3−n3+n2+n=n3+3n2+2n3n3+3n2+2n=n3+3n2+2n q.e.d 


von --Ziegenberg 00:29, 12. Mär. 2010 (CET)


Induktionsvoraussetzung für n >= 2 ∑j=2n(j−1)⋅j=(n−1)⋅n⋅(n+1)3

Induktionsbehauptung ∑j=2n+1(j−1)⋅j=(n)⋅(n+1)⋅(n+2)3

Beweis der i.B.

∑j=2n(j−1)⋅j+n⋅(n+1)=(n)⋅(n+1)⋅(n+2)3

(n−1)⋅n⋅(n+1)3+n⋅(n+1)=(n)⋅(n+1)⋅(n+2)3

(n−1)⋅n⋅(n+1)+3n⋅(n+1)=n⋅(n+1)⋅(n+2)

(n−1)⋅n+3n=n⋅(n+2)

n2+2n=n2+2n

Q.E.D.

von --fuersti