TU Wien:Mathematik 1 UE (diverse)/Übungen WS07/Beispiel 474

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Man gebe zwei reelle Nullfolgen ⟨an⟩n∈ℕ,⟨bn⟩n∈ℕ an, die

lim⁡anbn=0 und lim⁡anbn2=+∞

erfüllen.

Es müssen beides Nullfolgen sein. D.h. sie müssen den Grenzwert 0 besitzten.

Für das lim⁡anbn=0 muss gelten an<bn.

Für das lim⁡anbn2=+∞ muss gelten an>bn2.

Es muss also die ominöse Eigenschaft vorliegen, dass bn wenn es quadriert wird kleiner wird als an. Also irgendwas mit einem Kehrwert a la 1x. Gottseidank gibt es dafür Regeln die sagen dass folgendes eine Nullfolge ist:

1n


ebenfalls ist

(12)n=12n

eine Nullfolge.


Setzen wir ein erhalten wir:

an=12n

bn=1n

Also:

lim⁡12n1n=lim⁡n2n=0

und

lim⁡n22n=+∞


Es funktioniert!


Die gesuchten Nullfolgen sind also ⟨an⟩n∈ℕ=12n und ⟨bn⟩n∈ℕ=1n.

---Einwand von michaelllll---

Also n2 < 2n

=> Diese Lösung ist, meiner Meinung, falsch! (siehe zum Beispiel: AlgoDat1 Skript: S. 22 WS07/08

Ich habs mit 1n3 und 1n2 gemacht.

--- Anmerkung von Teo ---

Man kann hier nicht direkt behaupten, dass Formel hier einfügen n² / 2^n gegen Unendlich läuft denn wir haben hier mit uneigentliche Grenzwerte (∞ in Zähler und Nenner) zu tun.

Vl. ist es nicht übersichtlich, dass n2 < 2n NICHT stimmt, aber wenn ich z.B 555² in TS eingebe, kommt noch eine vernünftige "kleine" Zahl heraus im Vergleich zu 2^555. Bei fünf 5er kommt hier ein sogar overflow (der PC hat es auch nicht gern mit 5er:D).

Man kann also sehen, dass der Nenner(n^2) schneller wächst als der Zähler (=> Grenzwert ist nicht ∞) und somit ist hier nur die Lösung von michaelllll richtig!