TU Wien:Mathematik 1 UE (diverse)/Übungen WS10/Beispiel 9

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Man zeige mittels vollständiger Induktion, dass für die rekursiv definierte Folge x0=1 und xk+1=xk+18⋅k+15 für k≥1 allgemein gilt:
xn=(3⋅n+1)2, für alle n≥0


Lösungsvorschlag

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Induktionsvorraussetzung

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xn=(3⋅n+1)2
ausquadriert damit wir uns später beim vergleichen einfacher tun:

xn=9⋅n2+6⋅n+1

Überprüfung Induktionsanfang

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x0=1
x0=(3⋅0+1)2=1

x1=x0+18⋅k+15=1+0+15=16
x1=(3⋅n+1)2=(3⋅1+1)2=16

x2=x1+18⋅k+15=16+18⋅1+15=49
x2=(3⋅n+1)2=(3⋅2+1)2=49

Der Anfang ist also richtig!

Induktionsschritt

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n→n+1

daraus folgt die Induktionsbehauptung, indem man für jedes n in der Induktionsvorraussetzung n+1 einsetzt

Induktionsbehauptung

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xn+1=(3⋅(n+1)+1)2

Jetzt muss man zeigen, dass sich das wieder auf die Vorraussetzung zurückführen lässt. Dazu vereinfachen wir erst mal die Behauptung
xn+1=(3⋅(n+1)+1)2=(3n+4)2
Als nächstes benutzen wir die rekursive Darstellung der Folge (das im Index ein k steht, stört nicht weiter; Variabelnamen sind geduldig)
xn+1=xn+18⋅n+15
in beiden Fällen haben wir ein xn+1, wodurch wir die beiden Formeln gleichsetzen kann
(3⋅n+4)2=xn+18⋅n+15
9⋅n2+24⋅n+16=xn+18⋅n+15
9⋅n2+6⋅n+1=xn
Wie man sieht entspricht das der Induktionsvorraussetzung, wodurch die Behauptung bewiesen ist.