TU Wien:Mathematik 2 UE (diverse)/2. Übungstest WS10/Gruppe 1 2010-12-02

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Man bestimme alle relativen Extrema der Funktion

f(x,y)=10−3x4−y4−4x2+2y2.

Man überprüfe, ob das Vekorfeld

f→=(2cos⁡y3cos⁡y−2xsin⁡y−2ye−y2)

ein Gradientenfeld ist, und bestimme gegebenenfalls eine Stammfunktion F(x,y).

Beispiel 1 - Vorschlag von thomas

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Für Extremwertaufgaben brauchen wir, sofern Extrema existieren, in weiterer Folge alle Ableitungen erster und zweiter Ordnung. Berechnen wir mal die...

fx=−12x3−8xfy=−4y3+4yfxx=−36x2−8fyy=−12y2+4fxy=fyx=0


zuerst die überprüfen notwendige Bedingung gradf=0→

setzen den gradienten von f also 0, so entsteht ein gleiungssystem das in unserem fall keine abhängigkeit zwischen x und y hat.

fx=−12x3−8x=−3x3−2x=0fy=−4y3+4y=−y3+y=0

Einen Punkt kann man gleich ablesen, nämlich P1=(0,0)

die anderen berechnen wir schrittweise

x ist im reellen nicht weiter lösbar. es kommt für x also lediglich der bereits gefundene punkt 0 in frage.

−y3+y=0⇒−y2=1⇒−y=1⇒y=±1

also haben wir als P2 und P3 folgende punkte

P2=(0,1)

P3=(0,−1)

siehe: http://www.wolframalpha.com/input/?i=y^3=y , http://www.wolframalpha.com/input/?i=-3x^3-2x=0


wir haben also 3 mögliche lösungen, dessen aussage wir nun mittels der hinreichenden bedingung überprüfen werden.

wir prüfen die definitheit der determinante der hessematrix

Hf=(−36x2−800−12y2+4)

DHf=|Hf|=(−36x2−8)(−12y2+4)−0


in die setzen wir unsere 3 gefundenen punkte ein und erhalten jeweils

DHf(P1)=(0−8)(0+4)=−32<0DHf(P2)=(0−8)(−12+4)=64>0DHf(P3)=(0−8)(−12+4)=64>0

P1 ist also ein sattelpunkt, P2 und P3 sind rel. extremwerte (min. oder max.)

zweiteres überprüfen wir nun noch in dem wir in fxx einsetzen.

(ausführung spar ich mir jetzt, ist leicht zu sehen dass das beides -8 ist, kleiner 0, also liegt jeweils ein rel. maximum vor, siehe buch S245, beispiel 6.35)


ein blick auf die funktion sagt mir, dass das ganz gut aussieht ;) http://www.wolframalpha.com/input/?i=10-3x^4-y^4-4x^2%2B2y^2

Beispiel 2 - Vorschlag von thomas

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Um zu sehen ob eine Stammfunktion existiert, überprüft man zuerst die Integraibilitätskriterien, in diesem Fall ist es nur eines

∂f1∂y=∂f2∂x

∂f1∂y=−2sin⁡y
∂f2∂x=0−2sin⁡y−0=−2sin⁡y


Nun berechnen wir F:

F=∫2cos⁡ydx=2cos⁡(y)x+C(y)

wir brauchen noch C(y), wir wissen Fy=f2 also differenzieren wir mal den Teil von F den wir haben nach y

(2cos⁡(y)x+C(y))∂∂y=−2xsin⁡y+C′(y)⏟Fy=3cos⁡y−2xsin⁡y−2ye−y2⏟f2

⇒C′(y)=3cos⁡y−2ye−y2

das integrieren wir nun nach y (−y2 substitutieren)

C(y)=∫C′(y)dy=3sin⁡y+e−y2+D

setzen zusammen und erhalten


F=2cos⁡(y)x+3sin⁡y+e−y2+D

um zu sehen, dass das gilt, kann man F nochmal nach x und nach y differenzieren, und erhält f1 und f2.