TU Wien:Mathematische Methoden des Visual Computing VU (Panholzer)/Übungen SS16/Beispiel 160

Aus VoWi
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Sei f(t) die 2π-periodische Rechteckschwingung mit Amplitude 1: Auf dem Intervall [0,2π) ist f(t) definiert durch

f(t)={1,0≤t<π−1,π≤t<2π

und außerhalb durch 2π-periodische Fortsetzung. Zeigen Sie, dass die Fourierreihe Sf(t) von f(t)

Zusatz aus TUWEL von Prof. : Berechnen Sie die reelle Fourier-Reihe der gegebenen Funktion f(t)

Beispiel 8.20 im orangenen Mathebuch, Seite 356 (2. Auflage)

Es gilt:

f(t)=−f(−t)⇒an=0,∀n

f(t)=f(−t)⇒bn=0,∀n

Fourierreihe lautet:

Sf(t)=a02+∑n=1∞(bn∗sin⁡(nωt))

Aus der obigen "Regel" ist a02=0 deshalb fällt der Koeffizient weg.

Jetzt müssen wir die Koeffizienten bn ausrechnen.

Es gilt (allgemein):

bn=1π∫−ππh(t)⋅sin⁡(nωt)dtn≥1

ω ist aufgrund der Grenzen 1

Jetzt muss das Ganze integriert werden und die gegebenen Grenzen eingesetzt werden:

bn=1π[∫0πsin⁡(nt)dt+∫π2πsin⁡(nt)dt]

bn=1π[−cos⁡(nt)n|0π+cos⁡(nt)n|π2π]

bn=1nπ(−cos⁡(nπ)+cos(0)+cos(2nπ)−cos(nπ))

cos(0)=1 und cos(2nπ)=1

Daraus folgt: (Zusatz: cos(nπ)=(−1)n)

bn=1nπ(2−2cos⁡(nπ))=2nπ(1−(−1)n) für ={0,n gerade4nπ,n ungerade

Somit in die Fourierreihe einsetzen:

Sf(t)=∑m=1∞4(2m+1)π∗sin⁡((2m+1)∗t)

Diese Reihe konvergiert ...

  • ... punktweise überall (bis auf die Unstetigkeitsstellen)
  • ... gleichmäßig nur dort, wo es stetig ist.