TU Wien:Computerunterstützte Diagnoseverfahren und Therapieplanung VU (Miksch)

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Daten[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

Methoden der Therapieerstellung, -planung, -ausführung, -monitoring und -evaluierung

  • Zweck der Computerunterstzung in der Medizin
  • Diagnostischer Prozess
  • Evidence-Based Medicine
  • Vom Planen zum Protokoll
  • Planen/Planmanagement
  • Workflow Management
  • Guideline Modellierungsmethoden

Ablauf[Bearbeiten]

Neben der Vorlesung (in der keine Anwesenheitspflicht besteht) müssen 3 Übungsrunden überstanden werden. Die Übungen werden über TUWEL an Kathi Kaiser abgegeben. Die Note ergibt sich zu 50% aus der Vorlesungsnote und zu 50% aus der Übungsnote, beide Teile müssen positiv abgeschlossen werden.

Benötigt/Empfehlenswerte Vorkenntnisse[Bearbeiten]

Keine.

Vortrag[Bearbeiten]

Der Vortragsstil von Frau Prof. Miksch ist in Ordnung, die englischen und etas redundant aufgebauten Folien sind aber nicht optimal zum Lernen für die Prüfung. Der Vortragsstil von Kathi Kaiser ist eher langweilig. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Folien abzulesen. Die Folien selbst sind aber kurz und bündig gehalten.

Übungen[Bearbeiten]

Im SS05 gab es 4 Übungsrunden, Runde 1 war alleine zu lösen, die anderen Übungen in Teams zu 2 Studenten:

  • In Runde 1 musste man einzeln einen kleinen Text (1-2 Seiten) über die Auswirkungen medizinischer Guidelines schreiben. Dies war gleichzeitig die Anmeldung.
  • Ziel von Runde 2 war die Beurteilung von zwei medizinischen Leitlinien mittels des AGREE-Werkzeugs. Das bedeutet im Prinzip, eine Art Fragebogen zu 2 englischsprachigen Dokumenten auszufüllen.
  • In Runde 3 musste man mithilfe des hauseigenen DELTA-Tools (das einige Programmfehler aufzuweisen hat und dem viele Komfortfunktionen wie Drag&Drop schlicht fehlen) diese zwei medizinischen Guidelines nach der MHB-Richtlinie annotieren. Das kann man sich so vorstellen, dass man zwei ca 8 Seiten lange Texte hat, die man mit XML-Tags annotiert (eben mithilfe dieses Programms). Hört sich theoretisch ganz nett an. Ist in der Praxis aber eine Qual und enthält nur repetitive Aufgaben. Die Teile der Guideline, die interessant zu modellieren sind, bilden eine Minderheit und so ärgert man sich stundenlang mit einem Programm herum, in dem nicht einmal Copy&Paste fehlerfrei funktionieren.
  • In Runde 4 wurde einem bewusst, dass man in Runde 3 als Gratis-Betatester eingesetzt wurde - hier musste man in der einzigen Vorlesungseinheit mit Anwesenheitspflicht (anonym) einen Feedback-bogen zum DELTA-Tool ausfüllen.

Alles in allem sind die Übungen zu dieser LVA also sehr mühsam und kaum lehrreich. Wer hofft, dass als Lohn für diese Qualen zumindest die Vorlesungsprüfung einfach ist, irrt.


Im SS08 gab es 3 Aufgaben in Gruppen von 2-3 Studenten zu erledigen:

Aufgabe 1 (auswählen) 
eine Guideline aus dem NGC nach bestimmten Kriterien raussuchen und diese kurz beschreiben (Aufwand: max.1 Tag)
Aufgabe 2 (bewerten) 
die aus Aufgabe 1 ausgewählte Guideline mit den Instrumenten AGREE und (e)Glia bewerten (Aufwand: ca. 2-3 Tage, je nachdem wie genau man sein will)
Aufgabe 3 (modellieren) 
man bekam einen Auszug aus einer Guideline von ihr zugeteilt und den musste man dann modellieren mittels flowchart-, tasknet-, rulebased-Methode (Aufwand: pro Methode 1-2 Tage)


Im SS09 gab es wieder 3 Aufgaben zu loesen - die erste Aufgabe war eine Einzelaufgabe, die zweite und die dritte Aufgabe waren in Gruppen von 7 oder 8 Leuten zu loesen:

Aufgabe 1
Patientendaten von John Doe analysieren und mit Hilfe des Diagnosesystems ISABEL eine Diagnose erstellen; das Diagnosesystem sollte auch beurteilt werden (Aufwand: max. 1 Tag)
Aufgabe 2
eine Guideline aus dem NGC nach bestimmten Kriterien raussuchen; die Haelfte der Gruppe musste diese Guideline dann mit AGREE, die andere mit (e)GLIA bewerten. Aufwand: ca. 1 Tag
Aufgabe 3
einen Ausschnitt einer vorgegebenen Guideline mit Hilfe des DELTA- und des OMA-Tools modellieren. Das Delta-Tool ist noch etwas unausgereift, was einige gewöhnungsbedürftige Eigenheiten zur Folge hat.


SS 2011:

Aufgabe 1
Diagnose mir Dr. House: Analyse des "hypothetiko-deduktiven Verfahrens" (Einzelarbeit)
Aufgabe 2
Diagnosesystem ISABEL (Einzelarbeit)
Aufgabe 3
Guideline mit AGREE bewerten (Gruppenarbeit); vergleichende Analyse zwischen Leitlinie und SOP (Einzelarbeit)
Aufgabe 4
Modellieren mit DELTA- und OMA-Tool (Gruppenarbeit)

Prüfung[Bearbeiten]

Die Vorlesungsprüfung ist eine Prüfung des Stils "alles auswendig lernen". Frau Prof. Miksch versprach einen Theorie- und eine Praxisteil, es kam jedoch nur ein Theorieteil. Neben Definitionen, Aufzählungen wurde auch ein Schema gefragt. Vermutlich ändert sich der Prüfungsstil genau wie die ganze LVA aber noch, wenn die Vortragende merkt, dass der derzeitige Ablauf nicht optimal ist. Bezüglich der Prüfung sieht man das vielleicht bereits zum zweiten Termin im Herbst.

Mittlerweile gibt es ein kurzes praktisches Beispiel bei der Prüfung (1 Satz in MHB modellieren), das im SS 2009 aber nur einen geringen Teil der Punkte ausmachte.

Siehe dazu auch den Prüfungsordner bei den Materialien.

Notenschlüssel:

  • N5 = 0 - 99 Punkte (oder auf einen Teil weniger als 50 Punkte)
  • G4 = 100 - 124 Punkte
  • B3 = 125 - 149 Punkte
  • U2 = 150 - 174 Punkte
  • S1 = 175 - 200 Punkte

Literatur[Bearbeiten]

Zeitaufwand[Bearbeiten]

Für Übungsrunde 1 sollte man maximal einen Tag. Runde 2 und besonders Runde 3 allerdings kosten etwas mehr Zeit.

Vor allem bei Runde 3 lässt sich der Aufwand schwer abschätzen, da die Gruppenarbeit kaum so aufgeteilt werden kann, dass alle Mitglieder unabhängig voneinander und gleichzeitig arbeiten können. Man modelliert dabei eine Guideline in MHB. Das Resultat ist ein vom Tool erstelltes XML-File. Da das Modellierungstool darin aber programmiertechnische IDs und Querverweise setzt, können die Einzelarbeiten nicht so einfach zusammengeführt werden, wenn jeder einen Teil macht.

Zum Lernen für die Prüfung sollte man eine halbe bis eine Woche einplanen.

hilfreiche Links[Bearbeiten]

HANDBOOK of MEDICAL INFORMATICS J.H. van Bemmel (Erasmus University, Rotterdam M.A.) Musen (Stanford University, Stanford)

Wo gibts Mitschriften, Skripten, Folien...[Bearbeiten]

Folien gibt es auf der HP der LVA.

Prüfungsordner finden sich bei den Materialien.

Tipps[Bearbeiten]

  • Plant genügend Zeit für Runde 2 und 3 ein, sonst werdet ihr nicht fertig!
  • Rechtzeitig mit Runde 3 anfangen, und wenn möglich gemeinsam daran arbeiten (nicht nur per E-Mail kommunizieren)

Verbesserungsvorschläge / Kritik[Bearbeiten]

noch offen