TU Wien:Mathematik 1 UE (diverse)/Übungen WS07/Beispiel 5

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SS08 Beispiel 1 WS09 Beispiel 7

Man überprüfe die Gleichung

12+22+32+...+n2=n∗(n+1)∗(2n+1)6∀n∈ℕ

für die ersten fünf natürlichen Zahlen und beweise sodann die Gültigkeit für alle natürlichen Zahlen durch vollständige Induktion.

Gültigkeit für die ersten fünf natürlichen Zahlen

n links rechts
1 1 66
2 5 306
3 14 846
4 30 1806
5 55 3306

Alle stimmen überein.


Gültigkeit für alle natürlichen Zahlen durch vollständige Induktion

Induktionsanfang:
n = 1
n2=n(n+1)(2n+1)6
1 = 1

Induktionsannahme: ∑k=0nk2=n(n+1)(2n+1)6

Induktionsbehauptung: ∑k=0n+1k2=(n+1)(n+2)(2n+3)6

und die zeigt man, indem man die Induktionsannahme auf der linken Seite einsetzt und zeigt, dass das das gleiche wie die rechte Seite ergibt also:

wir wissen ja bzw. wir haben angenommen, dass ∑k=0nk2=n(n+1)(2n+1)6 stimmt

das n+1 - Element der Summe ist ja n2+2n+1

somit kann man das ganze schreiben als ∑k=0n+1k2=(n2+2n+1)+∑k=0nk2


jetzt setzte ich die Induktionsannahme für das ∑k=0nk2 ein, also ∑k=0n+1k2=(n2+2n+1)+n(n+1)(2n+1)6 und vereinfache diesen Ausdruck


∑k=0nk2+n2+2n+1=(n)∗(n+1)∗(2n+1)6+n2+2n+1

=(n2+n)∗(2n+1)+6n2+12n+66

=2n3+2n2+n2+n+6n2+12n+66

=2n3+9n2+13n+66

=n33+3n22+13n6+1 (B)


das gleiche macht man mit dem rechten Ausdruck (n+1)∗(n+2)∗(2n+3)6

∑k=0n+1k2=(n+1)∗(n+2)∗(2n+3)6 | n+1

=(n2+n+2n+2)∗(2n+3)6

=2n3+6n2+4n+3n2+9n+66

=2n3+9n2+13n+66

=n33+3n22+13n6+1 (A)



und sieht dann, dass

A = B

Q.E.D


Quelle

Abgewandelt aus f.thread:16632 - Ausgabe mit AMSLaTeX formatiert


Grundlagen

2._VO_17.10.2005, 3._VO_18.10.2005