TU Wien:Mathematik 1 UE (diverse)/Übungen WS06/Beispiel 88

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Stellen Sie die folgende Relation im cartesischen Koordinatensystem und auch als gerichteten Graphen dar und untersuchen Sie weiters, ob eine Äquivalenzrelation vorliegt.

mRn⇔ggT(m,n)=1,m,n∈{1,2,3,...}=M, wobei ggT(m,n) den größen gemeinsamen Teiler der Zahlen m und n bezeichnet.


Theoretische Grundlagen (von mnemetz)

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Ein Element d heißt größter gemeinsamer Teiler von a und b (dargestellt durch d = ggT(a,b), wenn gilt:

  • d ist ein gemeinsamer Teiler, d.h. d|a∧d|b
  • Jeder gemeinsamer Teiler teilt f, d.h. t|a∧t|b⇒t|d
  • Gilt 1 = ggT(a,b), so heißen a und b relativ prim

Relation: Eine Relation ist - allgemein - eine "Verwandtschaftsbeziehung", formal dargestellt:

  • Die Teilmenge R⊆M×M

Äquivalenzrelation: Eine solche trifft zu, wenn von der Menge A folgende Eigenschaften erfüllt sind:

  1. Reflexivität: aRa,∀A∈A
  2. Symmetrie: aRb,∀a,b∈A
  3. Transitivität: (aRb∨bRc)⇒aRc,∀a,b,c∈A

Lösungsvorschlag von mnemetz

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Cartestisches Koordinatensystem

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(folgt)


gerichteter Graph

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(folgt)


Äquivalenzrelation

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ggT(m,n)=1,∀n∈M ist nicht gegeben (ausser m = 1)


ggtT(m,n)=1⇒ggT(n,m)=1 ist gegeben, denn 1|m∧1|n⇒1|n∧1|m - die Reihenfolge von m und n ist nicht von Bedeutung


ggt(m,n)=1∧ggt(n,p)=1⇒ggT(m,p)=1 ist nur bedingt gegeben, denn (1|m∧1|n)∧(1|n∧1|p) ist nur bedingt gegeben, da auch m = p sein kann (z.B. m = 3, n = 5, p = m)

Ein einfaches Gegenbeispiel:

m = 4, n = 5, p = 2:

  • 4R5 <=> ggT(4,5) = 1
  • 5R2 <=> ggT(5,2) = 1
  • 4R5 & 5R2 => 4R2 <=> ggT(4,2) = 2 =/= 1 => nicht transitiv

Schlussfolgerung

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Es liegt keine Äquivalenzrelation vor!