TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 120

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Untersuchen Sie, ob die Relation ARB⇔A△B=A (△ die symmetrische Differenz) auf der Potenzmenge einer Menge M eine Äquivalenzrelation bildet.

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Äquivalenzrelation
Äquivalenzrelation
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Eine binäre Relation R auf einer Menge A heißt Äquivalenzrelation, wenn folgende drei Eigenschaften erfüllt sind:

Reflexivität: ∀a∈A:aRa,

Symmetrie: ∀a,b∈A:aRb⇒bRa,

Transitivität: ∀a,b,c∈A:(aRb∧bRc)⇒aRc.

Mengen-Differenz
Mengen-Differenz
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A - B - A\B
e - e - ne
e - ne - e
ne - e - ne
ne - ne - ne


e .... ist Element
ne .... ist kein Element

=)

Reflexivität
Reflexivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.55 Definition]

∀a∈M:aRa

Symmetrie
Symmetrie[Bearbeiten, Wikipedia, 1.55 Definition]

∀a,b∈M:aRb⇒bRa

Transitivität
Transitivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.55 Definition]

∀a,b,c∈M:a∘b∧b∘c⇒a∘c

Disjunkt
Disjunkte Mengen
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Zwei Mengen A und B heißen disjunkt (oder elementfremd), wenn sie keine gemeinsamen Elemente besitzen.

A,Bdisjunkt⟺A∩B=∅

Mehrere Mengen Mi heißen paarweise disjunkt, wenn je zwei Mengen keine gemeinsamen Elemente besitzen.

∀i:∀j≠i:Mi∩Mj=∅

Definition der symmetrischen Differenz

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A△B=(A∖B)∪(B∖A)

C heißt symmetrische Differenz der Mengen A und B,

C=A△B,

wenn C alle Elemente aus A enthält, die nicht zu B gehören und alle Elemente aus B, die nicht zu A gehören, d.h.:

A△B=(A−B)∪(B−A)

VENN-Diagramm:

Reflexivität heißt, dass jedes Element in Relation zu sich selbst steht:


die Relation ist definiert : A △ B = A

dh: wenn A in relation mit A steht => A △ A = A

Aber das ergibt nicht A, sondern eine leere Menge => nicht reflexiv

ARB⇒BRA?

Symmetrie heißt, wenn für alle a,b mit aRb auch bRa folgt.

∀ a,b ∈ A2: (a,b) ∈ R ⇒ (b,a) ∈ R 

Aus der Definition der symmetrischen Differenz folgt:

A△B=A⇔B=∅B△A=B⇔A=∅

Daher ist die Relation R nur dann symmetrisch, wenn A = B. D. h. sie ist im allgemeinen nicht symmetrisch.

ARB∧BRC⇒ARC?

Eine Relation R transitiv, wenn stets gilt: (a,b) aus R UND (b,c) aus R FOLGT (a,c) aus R

∀ a,b ∈ R : (a,b) ∈ R ∧ (b,c) ∈ R ⇒ (a,c) ∈ R 

Zwei Mengen A und B können entweder disjunkt sein ...


Die Mengen A und B heißen disjunkt, wenn gilt:

A∩B=∅

∅ symbolisiert eine leere Menge.

Als VENN-Diagramm dargestellt:


... oder sich schneiden. Anhand der oben angeführten Definition der symmetrischen Differenz sieht man leicht, daß A△B die Menge A∪B ist, wenn die Mengen disjunkt sind, oder aber die Vereinigung zweier echter Teilmengen von jeweils A und B umfaßt, wenn sie nicht disjunkt sind. Daher kann A△B=A nur gelten, wenn B=∅ und damit A△B=A△∅=(A∖∅)∪(∅∖A)=A gilt.

Daraus kann man folgern:

A△B=A⟺B=∅B△C=B⟺C=∅

Und damit gilt:

A△C=A△∅=A

Daraus folgt, daß die Relation R transitiv ist.

Anmerkung hauns:

stimmt mMn nicht, denn:

A△B=A⟺B=∅B△C=B⟺C=∅

B kann nicht bei ARB die leere Menge sein und dann bei BRC plötzlich nicht mehr die leere Menge sein, es ist ja ein und dieselbe Menge

A△B=A△∅=A⇒B=∅

Das bedeutet aber, dass egal was du machst, bei BRC bekommt man als Ergebnis nur die leere Menge, oder C:

C=∅:B△C=∅△∅=∅C=CB△C=∅△C=C

für ARB & BRC ⇒ ARC würde das aber wegen B = ∅ bei BRC bereits nicht B ergeben, sondern entweder ∅ oder C ... daher sicher nicht transitiv

Siehe auch f.thread:23103 , f.thread:22874