TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 231

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Berechnen Sie die folgenden Summen durch Aufstellen und Lösen einer Rekursion mittels Ansatzmethode.

∑i=1ni
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Lösung von - -Mikazuki 12:10, 10. Jun 2007 (CEST)

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Aufstellen einer Rekursion:

xn=xn−1+n

Homogene Lösung:

xn(h)=C⋅∏i=0n−11=C

x0=0:c=0

Partikuläre Lösung:

  • Ansatz 1: xn(p)=A+n⋅B A ist in homogener Lösung enthalten ...
  • Ansatz 2: xn(p)=n⋅A+n2⋅B

Einsetzen in die inhomogene Gleichung:

n⋅A+n2⋅B−(n−1)⋅A−(n−1)2⋅B=n

n⋅2∗B+(A−B)=n

Koeffizientenvergleich:

  • n1: 2⋅B=1⇒B=12
  • n0: A−B=0⇒A=12

xn(p)=n2+n22=n⋅(n+1)2

Allgemeine Lösung:

xn=xn(h)+xn(p)=0+n⋅(n+1)2=n⋅(n+1)2

Anmerkung von Berti

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Den Wert von C sollte man eigentlich erst zum Schluss berechnen. Hier ist es zufälligerweise egal, beim Beispiel 226 sieht man aber, dass es nicht immer egal ist.

Lösung von Berti

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Die Lösung von Mikazuki ist richtig, allerdings möchte ich ein paar Erklärungen ergänzen:

Zuerst muss man die Rekursion aufstellen, d.h. eine Gleichung finden, die wie eine Differenzialgleichung aussieht. Dabei hilft, wenn man sich die ersten paar Ergebnisse für n ansieht und dann versucht, daraus eine allgemeine Regel abzuleiten. Anschließend kommt man recht schnell auf die Formel xn=xn−1+n. Mir gefällt allerdings die Form xn+1=xn+n+1 besser, da man hier schnell auf die homogene Lösung kommt.

Homogene Lösung

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Zuerst suchen wir wie immer die homogene Lösung der Gleichung. Dazu müssen wir wissen, dass alle Terme, die nicht xn beinhalten, Teil der Störfunktion sind. Unsere Störfunktion ist also n+1.

Die zu lösende homogene Gleichung ist also: xn+1=xn. Nachdem a=1 und b=0 ist, ist gemäß der Lösungsformel für homogene DGL 1. Ordnung die Lösung xn=a⋅x0+b⋅n=0.

Partikuläre Lösung

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Nun zur partikulären Lösung.

Hier verwenden wir die Ansatzmethode. Unsere Störfunktion n+1 ist ein Polynom 1. Grades. Deshalb verwenden wir als Ansatz A0+A1⋅n. Da allerdings die homogene Lösung konstant ist und A0 ebenfalls konstant und somit Teil der homogenen Lösung ist, müssen wir den Term mit n multiplizieren (Resonanzfall).

Unser Ansatz lautet daher: xn(p)=A0⋅n+A1⋅n2. Diesen Ansatz setzen wir nun in die ursprüngliche rekursive Gleichung für x ein:

A0(n+1)+A1(n+1)2=A0⋅n+A1⋅n2+n+1

A0+2A1⋅n+A1=n+1

Wir haben nun zwei Variablen, aber nur eine Gleichung. Wie geht es also weiter? Mit Hilfe eines Koeffizientenvergleichs können wir den Wert von A1 bestimmen. Dazu müssen wir wissen, dass nachdem wir ja in die ursprüngliche Gleichung (DGL) eingesetzt haben, die Koeffizienten der DGL und der "Ansatzgleichung" ebenfalls identisch sein müssen:

Anders gesagt muss 2A1=1 sein, weil der Koeffizient von n in der Störfunktion ebenfalls 1 ist und 2A1 unser Koffizient von n nach Anwenden der Ansatzmethode ist. Dadurch wissen wir nun, dass A1=12 gilt. Womit wir uns auch A0 berechnen können: A0+n+12=n+1⇒A0=12.

Somit haben wir eine partikuläre Lösung gefunden: xn(p)=12n+12n2

Die Lösung lautet somit: xn=n+n22=n(n+1)2, auch bekannt unter dem Namen Gaußsche Summenformel.

-- Berti933 (Diskussion) 00:00, 21. Jan. 2015 (CET)

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