TU Wien:Virtual and Augmented Reality LU (Csisinko)

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Daten[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

Es geht darum grundlegende Konzepte der virtual/augmented Reality kennenzulernen und einzusetzen. Im TISS heißt es kurz und knapp: "Developing state-of-the-art Augmented Reality Applications.", so 'state-of-the-art' war es dann doch nicht, wie sich im laufe des Semesters gezeigt hat.

Ablauf[Bearbeiten]

Die LVA teilt sich in 5 Abgaben auf. Die ersten 3 Abgaben sind in Einzelarbeit zu lösen, der Schwierigkeitsgrad steigt zu Beginn noch recht steil an, beispielsweise muss bei der 1.Abgabe nur das Framework konfiguriert und 2 Würfel dargestellt werden.

Bei der 2.Aufgabe muss man schon eine Puppe erstellen und diese mittels festgelegten Schwerkraftparametern in eine Wand werfen um diese zu zerstören. Die 4.Abgabe ist die erste gemeinsame Abgabe bei der die Verteilung des Programms über das Netzwerk realisiert wird. Die 5.Abgabe gliedert sich in Zwischen- und Endabgabe, dabei muss man eines von 3 vorgeschlagenen Projekten realisieren. Im WS2010 waren dies die Erstellung eines Spiels mit Würfeln, eine "Incredible Machine" oder ein animiertes Buch erstellen.

Benötigte/Empfehlenswerte Vorkenntnisse[Bearbeiten]

Im WS2010 wurde als Framework das Game Devolopment Tool Unity3D verwendet in Kombination mit einem von der LVA-Leitung bereitgestellten SDK das die Virtual and Augmented Reality Einbindung vornimmt.

Im Rahmen der LVA wird C# als Skriptsprache für Unity verwendet, daher werden grundlegende Programmierkenntnisse benötigt.

Außerdem schadet es nicht wenn mensch weiß wie mit einem 3D-Modelling-Tool umzugehen ist.

Vortrag[Bearbeiten]

Kein Vortrag zu der LVA, jedoch zwei begleitende Tutorials zu den Einzelabgaben, Folien dazu waren später im Tuwel verfügbar.

Übungen[Bearbeiten]

Wie oben beschrieben besteht die LVA aus 5 Aufgaben. Die Übungen werden von zuhause aus programmiert. Die Beispiele führen von einfachen Aufgaben (Marker am Computer darstellen) bis hin zu komplexen Gesamtaufgaben (zB Erstellen einer Incredible Machine deren Elemente interaktiv verändert werden können.) Die Aufgaben bestehen daraus, teilweise Skripte in C# zu schreiben/erweitern die das Verhalten von Objekten beeinflussen und in der direkten Manipulation von Objekten, so genannte Game Objekts, um umfangreichere Objekte zu erstellen. Mithilfe der AR Marker kann die Kamera verändert bzw. eine Interaktion mit dem Programm geschaffen werden (zB. Objekte auswählen, bewegen). Unity kann über die Webseite runtergeladen werden bzw. das VRLU SDK wird von der LVA-Leitung zur Verfügung gestellt.

Prüfung, Benotung[Bearbeiten]

Die Note setzt sich aus den Punkten der Einzelphase und der Gruppenphase zusammen. In der Einzelphase können 40 Punkte und 10 Bonuspunkte = 50 Punkte erreicht werden.

Zusatzpunkte bekommt man für Zusatzaufgaben bzw. zusätzliche Features, Verbesserungen. In der Gruppenphase kann man 60 Punkte regulär und 10 Zusatzpunkte = 70 Punkte erreichen.

Der Notenschlüssel lautet:

> 91 Punkte sehr gut
> 75 Punkte gut
> 61 Punkte befriedigend
> 50 Punkte genügend
< 50 Punkte nicht genügend

Die Punkte für die Endabgabe werden nach einem Abgabegespräch vergeben in dem man sein Programm demonstrieren muss und erklärt wie man das Programm erstellt hat.

Dauer der Zeugnisausstellung[Bearbeiten]

ca. 4 Wochen nach Abgabegespräch. Punkte/Noten waren ca. 10 Tage nach Abgabegespräch bekannt.

Zeitaufwand[Bearbeiten]

Der Zeitaufwand für die LVA ist nicht zu unterschätzen, vor allem zwischen den ersten 4 Abgaben ist nur sehr wenig Zeit um sich mit Unity anzufreunden.

Zeitraum für die ersten Abgaben:

  • Aufgabe 1: Einzel, 1 Woche
  • Aufgabe 2: Einzel, 1 Woche
  • Aufgabe 3: Einzel, 2 Wochen
  • Aufgabe 4: 2er-Gruppen, 1 Woche

Vieles findet man erst durch trial and error raus (austesten einzelner Parameter), an manchen Fehlern sitzt man leider sehr lange (z.B. Objekt bleibt im Playground hängen/fällt durch).

Bei der Zwischen- und Endabgabe hat man jedoch wieder etwas mehr Zeit, wer für die Zwischenabgabe schon mehr vorarbeitet muss für die Endabgabe nicht mehr viel ändern.

Für mich persönlich (Renai) war dies bei den ersten 4 Aufgaben eine der zeitaufwendigsten LVAs.

Weitere Meinung: massiver Aufwand. Ich hatte ca. den doppelten ECTS-Aufwand (150 Stunden) für einen wackeligen 4er.

Weitere Meinung: Je nachdem wie viel man sich mit Unity Problemen rumärgern muss und wie viel man sich für Zusatzpunkte und die Projektphase antut, mittlerer bis höherer Aufwand gemessen an anderen Übungen mit gleichen ECTS.

Weitere Meinung: Der Aufwand ist wirklich nicht zu unterschätzen und mit 3 ECTS nicht adequat abgegolten. Wer sich vor allem bei den ersten 3 Aufgaben ein wenig mit dem Framework beschäftigt und dort billige Zusatzpunkte holt, profitiert später in Note und Zeitaufwand.

Weitere Meinung: immenser Aufwand, gepaart mit viel zu knappen Deadlines. Diese LVA sollte mindestens 4.5 ECTS haben, nicht 3. Nehmt euch nur ein paar wenig zeitaufwendige LVAs im selben Semester vor. Solltet ihr >= 20 Wochenstunden arbeiten, macht NUR diese LVA.

Unterlagen[Bearbeiten]

keine

weiterführende Links[Bearbeiten]

Tipps[Bearbeiten]

  • Für die LVA wird eine Webcam benötigt, man kann entweder seine eigene verwenden oder wenn man keine hat kann man (1st come - 1st served) sich für den Zeitraum der LVA eine Webcam bei der LVA Leitung ausleihen
  • Als Alternative zu den AR Markern kann man optional eine 3D Spacemouse verwenden, diese kann man sich (1st come - 1st served) bei der LVA Leitung für den Zeitraum der LVA ausleihen.
  • Das SDK der LVA-Leitung wurde nur Windows getestet (Win XP 32/64, Win7 oder MacOSX Snowleopard Bootcamp + Win7)

Verbesserungsvorschläge / Kritik[Bearbeiten]

  • LVA ist Windows-only. Obwohl das eigntlich plattformunabhängige Unity3D verwendet wird, läuft das für die LVA-verwendete Framework nur unter Windows. Das Ganze ist außerdem so hardwarehungrig dass es sich nicht empfiehlt eine VirtualMachine zu verwenden (außer vielleicht mit SSD und sehr, sehr leistungsfähigem Computer)
  • Die Zwischenabgabe (Mitte Dezember) bringt die Hälfte der Punkte obwohl eigentlich schon fast alles fertig sein muss. Kriegt mensch es aus irgendwelchen Gründen nicht hin bei der Zwischenabgabe bereits alle Funktionalität bereitzustellen, so sind die Punkte unwiederbringlich verloren (wenn Gruppen "nichts" bei der Zwischenabgabe hatten, so wurde die Endabgabe etwas sanfter benotet, ändert aber nichts daran dass verlorene Punkte weg sind), obwohl für die Endabgabe natürlich trotzdem alles implementiert werden muss. Eine Aufteilung von zB 25/75% wäre deutlich fairer.
  • Für die Umstände der LVA zu strenge Benotung. Trotz massivem Zeitaufwand und auftretenden Problemen für die auch die LVA-Leitung keine funktionierende Lösungen hatten, geradezu absurd strenge Benotung (ca. so: "zu leichte levels! punkteabzug!")
  • betrifft nur die "Cube"-Aufgabe: viel zu viele Levels. 3 Levels bei der Zwischenabgabe, 27(!!!) bei der Endabgabe. Selbst bei der Gamedesign-LVA (1.5 ects mehr) müssen nur prototypisch einige wenige Levels erstellt werden, und das obwohl bei dieser LVA der Fokus am Gamedesign liegt.
  • krasse Uneinsicht der LVA-Leiter, was die extrem knappen Deadlines betrifft.
  • Deadlines sind quer durch die TUWEL-Seite verteilt, teilweise schwer auffindbar in Forumspostings. Man muß also täglich die gesamte Seite durchkämmen, und riskiert stets, eine Deadline zu verpassen. Der ohnehin etwas versteckte Kalender wird nur teilweise mit Terminen aktualisiert.