TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 481

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Zeigen Sie, dass in jedem Vektorraum V über dem Körper K für alle a∈V,λ∈K gilt:

(−λ)a=−(λa)

Dieses Beispiel hat einen unbekannten Lösungsstatus. Bitte editiere diese Seite und schreibe den dir bekannten Status ins Beispiel. Die möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert. Führe folgende Änderung durch:
{{Beispiel|1=
Angabetext
}}

oder

{{Beispiel|
Angabetext
}}

zu (im Falle einer korrekten, unverifizierten Lösung "solved". Auch möglich "unsolved", "wrong", "verified_by_tutor". Alle möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert.)

{{Beispiel|status=solved|1=
Angabetext
}}


Anmerkung: Ich bin nicht sicher, ob man das so machen kann. Falls jemand dafür oder dagegen ist, bitte ich um Feedback zu diesem Ansatz. mfg, W wallner

Wichtig ist der Unterschied zwischen 0K und 0V.

0K bezeichnet das neutrale Element bezüglich der Addition im Körper K. Also ist 0K ein Skalar.

0v ist der Nullvektor, der enthält lauter 0K.

Wenn man einen beliebigen Vektor mit 0K multipliziert, erhält man den Nullvektor. Der Grund dafür ist, dass im K ein Körper ist. Und in Ringen (und somit auch in Körpern) ergibt die Multiplikation mit dem neutralen Element der Addition immer das neutrale Element der Addition. Der Beweis steht im Buch auf Seite 81, ungefähr in der Mitte:

a.0=a.0
a.0=a.(0+0)
a.0=a.0+a.0 // -(a.0)
a.0−a.0=a.0+a.0−a.0
0=a.0

Damit können wir jetzt den in der Angabe geforderten Beweis führen:

0V=0V
a.0K=0V
a.(λ+(−λ))=0V
a.λ+a.(−λ)=0V
a.λ−a.λ+a.(−λ))=0V−a.λ
a.(−λ))=−a.λ

mfg, W wallner

Lösungsvorschlag von m4rS

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Hab auch ne Idee wie mans rechnen könnte u genauso keine Ahnung obs so stimmt ;) (bzw egentlich würd ichs eh genauso rechnen wie oben) Wichtig ist auch die Def 3.2 im Buch mMn

AlsoλliegtinK,dahergibtseinInverses=−λ(bzw−−λ=+λinverszu−λ
JetztaddiereichaufbeidenSeiten−λ∗a,kommt(−lambda)∗a+(−−lambda∗a)=0raus

Daher ist (-lambda*a) auch das Inverse zu (-lambda)*a u da es in jeder Gruppe usw nur ein Inverses zu jedem Element geben kann, folgt daraus, dass die beiden ident sind


Lösungsvorschlag von neo

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Ich hätte es so gemacht:
Da a∈V ist und damit einen Vektor repräsentiert ist a=(a1a2a3...an)
Nun kann man das ganze umformen:

(−λ)a=(−λ)(a1a2a3...an)=(−λa1−λa2−λa3...−λan)=((−1)λa1(−1)λa2(−1)λa3...(−1)λan)=(−1)(λa)=−(λa)
◻

Vektorraum
Vektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.02 Definition]

Sei (V,+) eine abelsche Gruppe und K ein Körper. (V,+,K) heißt Vektorraum, wenn ∀x→,y→∈V,∀λ,μ∈K folgendes gilt:

  1. λ⋅(x→+y→)=λx→+λy→
  2. (λ+μ)⋅x→=λx→+μx
  3. (λ⋅μ)⋅x→=λ⋅(μx→)
  4. 1⋅x→=x→

Lösungsvorschlag von Har203

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--Har203 18:58, 24. Feb. 2026 (CET)

Zeigen Sie, dass in jedem Vektorraum V über dem Körper 𝕂 für alle a→∈V,λ∈𝕂 gilt: (−λ)⋅a→=−(λ⋅a→)

Anmerkung: In diesen Beweisen unterscheide ich zwischen 0 des Körpers 0K∈𝕂 und dem Nullvektor 0V∈V.


Beweis: 0K⋅a→=0V→,a→,0V→∈V,0K∈𝕂:

Aus (0K+0K)=0K folgt:

(0K+0K)⋅a→=(0K)⋅a→.

Das DG besagt: (λ+μ)⋅a→=(λ⋅a→)+(μ⋅a→):

Ausgehend vom DG folgt:

(0K+0K)⋅a→=(0K⋅a→)+(0K⋅a→).

Also gilt:

(0K+0K)⋅a→=(0K⋅a→) und (0K+0K)⋅a→=(0K⋅a→)+(0K⋅a→).

Setzt man die beiden rechten Seiten gleich, folgt:

(0K⋅a→)=(0K⋅a→)+(0K⋅a→).

Addieren wir auf beiden Seiten das additiv Inverse von (0K⋅a→), so folgt:

(0K⋅a→)+(−(0K⋅a→))=(0K⋅a→)+(0K⋅a→)+(−(0K⋅a→))⟹0V→=(0K⋅a→).


Beweis: (−a→)=(−1)⋅a→,a→,0V→∈V,0K∈𝕂:

Da 1+(−1)=0K, folgt durch Multiplikation mit a→:

(1+(−1))⋅a→=0K⋅a→=0V→ - nach obigen Beweis: 0K⋅a→=0V→.

Das DG besagt: (λ+μ)⋅a→=(λ⋅a→)+(μ⋅a→):

Nach dem DG folgt:

(1+(−1))⋅a→=1⋅a→+(−1)⋅a→=a→+(−1)⋅a→.

Setzen wir diese beiden Gleichungen gleich, erhalten wir:

(1+(−1))⋅a→=0V→ und (1+(−1))⋅a→=a→+(−1)⋅a→.

Per Definition ist (−a→) das additive Inverse von a→, also a→+(−a→)=0V→.

Das additive Inverse von a→ ist eindeutig bestimmt. Damit muss folgen:

a→+(−a→)=0V→ und a→+(−1)⋅a→=0V→⟹(−a→)=(−1)⋅a→.


Beweis: (−λ)⋅a→=−(λ⋅a→) Da der Ausdruck −(λ⋅a→)∈V, folgt nach dem oberen Beweis

(−a→)=(−1)⋅a→:−(λ⋅a→)=(−1)⋅(λ⋅a→).

Nach dem Assoziativgesetz und der Multiplikation im Körper ((−1)⋅λ)=−(λ) folgt:

=(−1)⋅(λ⋅a→)=((−1)⋅λ)⋅a→=(−λ)⋅a→. ◼

Wikipedia:

Ähnliche Beispiele:

Link auf PDF-Datei mit Lösungen von Beispielen: