TU Wien:Mathematik 1 UE (diverse)/Übungen WS10/Beispiel 123

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Untersuchen Sie, ob es sich bei der folgenden Relation R⊆A×B um eine Funktion, injektive Funktion, surjektive Funktion bzw. bijektive Funktion handelt.

R={(x2,1x2) | x∈ℝ+},A=B=ℝ+

Relation

Eine Relation R zwischen zwei Mengen A und B ist eine Teilmenge des kartesischen Produkts A×B. Ist  A=B so spricht man von einer binären Relation. Anstelle von (a,b)∈R schreibt man auch  aRb, anstelle von (a,b)∉R auch aR/b.

Funktion

Eine Funktion oder Abbildung f:A→B von A nach B ist eine Relation Rf⊆A×B mit der Eigenschaft, dass zu jedem a∈A genau ein b∈B mit aRfb existiert. Man schreibt dafür b=f(a). Der Graph einer Funktion f:A→B ist die Menge {(a,f(a))|a∈A}⊆A×B.

Injektivität
Injektivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.65 Definition]

"Verschiedene Elemente der Definitionsmenge werden auf verschiedene Elemente der Zielmenge abgebildet": a1,a2∈A,a1≠a2⇒f(a1)≠f(a2) oder äquivalent: a1,a2∈A,f(a1)=f(a2)⇒a1=a2

Surjektivität
Surjektivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.65 Definition]

Jedes Element der Zielmenge tritt mindestens einmal als Funktionswert auf: ∀b∈B ∃a∈A:b=f(a)

Bijektivität
Bijektivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.65 Definition]

Eine Funktion ist bijektiv, wenn Injektivität & Surjektivität vorliegt. Diese Eigenschaft impliziert die Existenz einer Umkehrfunktion f−1().

Lösungsvorschlag

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Zuerst muss man sich überlegen, ob das überhaupt eine Funktion ist

Damit die Relation eine Funktion ist muss jedes a∈A=ℝ+ genau einem b∈B=ℝ+ zugeordnet werden.

Nun zuerst bildet x2A=ℝ+ auf B′=ℝ+ ab. Und dann wird B′=ℝ+ durch 1x2 auf B=ℝ+ abgebildet.

Wichtig ist es hier zu erkennen, dass

  • jedes a∈A=ℝ+ abgebildet wird (es gibt keine Bereiche/ Werte in ℝ+ die man nicht in die beiden Funktionen einsetzen dürfte)
  • jedes a∈A=ℝ+ auf nur genau ein b∈B=ℝ+ abgebildet wird (es kann nicht passieren dass für ein a∈A=ℝ+ mehrere b∈B=ℝ+ möglich sind)

Daher sind die Vorrausetzungen für eine Funktion erfüllt und die Relation ist eine Funktion.

f:{ℝ+→ℝ+x2↦1x2

Nachdem x2 in unserem Definitions/ Wertebereich bijektiv ist, gibt es eine Umkehrfunktion davon und man kann die Funktion noch etwas einfacher darstellen:

f:{ℝ+→ℝ+x↦1x

1x ist in ℝ+ injektiv, weil für alle a1,a2∈A:a1≠a2⇒f(a1)≠f(a2) gilt. (es gibt alle keine Funktionswerte die doppelt vorkommen)


1x ist in ℝ+ surjektiv, weil ∀b∈B∃a∈A:b=f(a) gilt. (für jedes Element des Bildbereichs B lässt sich ein zugehöriges Element aus dem Definitionsbereich A finden)

nachdem die Funtkion sowohl injektiv als auch surjektiv ist, ist die Funktion automatisch auch bijektiv

Das Beispiel wurde hier schon von früheren Semestern behandelt. Dort gibt es auch einen Graphen von 1x2

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TU Wien:Mathematik 1 UE (diverse)/Übungen WS07/Beispiel 113