TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 506

Aus VoWi
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Sei V={∑i=0nai⋅xi|ai∈ℝ,n∈ℕ} der Vektorraum aller Polynome mit reellen Koeffizienten.

Untersuchen Sie, ob 1+x+x3,3−x+x2 und −5+x+x2−x3 linear unabhängig sind

Dieses Beispiel hat einen unbekannten Lösungsstatus. Bitte editiere diese Seite und schreibe den dir bekannten Status ins Beispiel. Die möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert. Führe folgende Änderung durch:
{{Beispiel|1=
Angabetext
}}

oder

{{Beispiel|
Angabetext
}}

zu (im Falle einer korrekten, unverifizierten Lösung "solved". Auch möglich "unsolved", "wrong", "verified_by_tutor". Alle möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert.)

{{Beispiel|status=solved|1=
Angabetext
}}


Lineare Unabhängigkeit Matrix

Interessant ist auch die Frage, ob die Zeilen einer Matrix linear unabhängig sind oder nicht. Dabei werden die Zeilen als Vektoren betrachtet. Falls die Zeilen einer quadratischen Matrix linear unabhängig sind, so nennt man die Matrix regulär, andernfalls singulär. Die Spalten einer quadratischen Matrix sind genau dann linear unabhängig, wenn die Zeilen linear unabhängig sind. Beispiel einer Folge von regulären Matrizen: Hilbert-Matrix.
[1] Hauptartikel: [Matrix (Zeilen und Spalten)]

Lineare Unabhängigkeit Funktion

Sei V der Vektorraum aller Funktionen f:ℝ→ℝ. Die beiden Funktionen et und e2t in V sind linear unabhängig.

[1] Hauptartikel: [Funktionen als Vektoren]

Lösungsvorschlag von Har203

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

--Har203 22:43, 4. Feb. 2026 (CET) Sei V={∑i=0nai⋅xi|ai∈ℝ,n∈ℕ} der Vektorraum aller Polynome mit reellen Koeffizienten.

Untersuchen Sie, ob f(x)=1+1⋅x+0⋅x2+1⋅x3,g(x)=3−1⋅x+1⋅x2+0⋅x3 und h(x)=−5+1⋅x+1⋅x2−1⋅x3 linear unabhängig sind.

Für eine lineare Unabhängigkeit der drei vorgegebenen Polynome (aus ℝ3[x]) darf die folgende Gleichung nur die triviale Lösung (λ1=λ2=λ3=0) haben:

λ1⋅f(x)+λ2⋅g(x)+λ3⋅h(x)=0,λ1,λ2,λ3∈ℝ,∀x∈ℝ⟹λ1⋅(1⋅x0+1⋅x1+0⋅x2+1⋅x3)+λ2⋅(3⋅x0−1⋅x1+1⋅x2+0⋅x3)+λ3⋅(−5⋅x0+1⋅x1+1⋅x2−1⋅x3)=0≡ Nullpolynom.
  • Anmerkung: Ein Polynom ist genau dann 0 (Nullpolynom), wenn für alle Koeffizienten ai von ∑i=0n|∞ai⋅xi gilt ai=0,∀i=0,…,n bzw. i=0,…,∞.
  • Nur zum Bezugnehmen auf Werte: Die Koordinaten der Vektoren f→ seien fi∈ℝ, jene von g→ seien gi∈ℝ und jene von h→ seien hi∈ℝ, jeweils für i∈{1,2,3}.


h(x)= {\color{orange}-5} + {\color{orange}1} \cdot x + {\color{orange}1} \cdot x^2 {\color{orange}-1} \cdot x^3

Wir erhalten die obere Gleichung für λi, je ein λi für eine vorgegebene Funktion mit den Koeffizienten fi,gi,hi. Für das Lösen der Polynom-Gleichung gilt, dass das Nullpolynom genau dann erreicht wird, wenn alle Koeffizienten ai=0 aller Grade von x0,…,xn bzw. x0,…,∞ sind. D.h. wir ordnen die Gleichung nach den Graden von xi um, erstellen eine separate Gleichung für jede vorhandene Potenz von xi. Jede dieser Gleichungen muss nun separat den Wert 0 annehmen:

λ1⋅(1)+λ2⋅(3)+λ3⋅(−5)=0 Gleichung für a0⋅x0.λ1⋅(1)+λ2⋅(−1)+λ3⋅(1)=0 Gleichung für a1⋅x1.λ1⋅(0)+λ2⋅(1)+λ3⋅(1)=0 Gleichung für a2⋅x2.λ1⋅(1)+λ2⋅(0)+λ3⋅(−1)=0 Gleichung für a3⋅x3.

Wir stellen das Gleichungssystem mit den drei Gleichungen mit den drei Unbekannten (λi,i∈{1,2,3}) auf. Dabei übernehmen wir die Werte aus den Gleichungen von oben:

A=(13−51−1101110−1)⋅(λ1λ2λ3)=0V→

Lineares Gleichungssystem

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wir lösen das Gleichungssystem mit dem gauß'schem Eliminationsverfahren, sodass wir den Rang der Matrix A ablesen können. Dafür benötigen wir keine erweiterte Matrix A:

A=(13−51−1101110−1)−Z4−Z2→(13−50−1201101−2)+3⋅Z2⋅(−1)+Z2→(10101−2011000)−Z2→(10101−2003000)−1/3⋅Z3+2/3⋅Z3⋅(1/3)→(100010001000)


Der Rang der Matrix A ist drei. Das heißt, dass drei Funktionen linear unabhängig sind, also alle drei vorgegebenen.

⟹ Das heißt, dass alle drei Funktionen linear unabhängig sind. ◼

Wikipedia:

Ähnliche Beispiele: