TU Wien:Analysis VU (diverse)/Übungen 2024S/Beispiel 122

Aus VoWi
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Man zeige, dass die folgenden Funktionen stetige Umkehrfunktionen haben und bestimme diese:

f(x)=1−x7x7,Df=(1,∞)

Dieses Beispiel hat einen unbekannten Lösungsstatus. Bitte editiere diese Seite und schreibe den dir bekannten Status ins Beispiel. Die möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert. Führe folgende Änderung durch:
{{Beispiel|1=
Angabetext
}}

oder

{{Beispiel|
Angabetext
}}

zu (im Falle einer korrekten, unverifizierten Lösung "solved". Auch möglich "unsolved", "wrong", "verified_by_tutor". Alle möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert.)

{{Beispiel|status=solved|1=
Angabetext
}}

Satz 1

Stetigkeit - elementare Funktionen
Stetigkeit - elementare Funktionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satz: Seien f(x) und g(x) stetige Funktionen. Dann sind die folgenden Funktionen - auf geeigneten Definitionsbereichen - ebenfalls stetig:

  • f(x)±g(x)
  • f(x)∗g(x)
  • f(x)g(x) (falls g(x)≠0)
  • f(g(x)).

Da Polynome, Winkelfunktionen, Arcusfunktionen, Exponentialfunktionen und Logarithmen stetig sind, folgt daraus, dass alle elementaren Funktionen in ihrem Definitionsbereich stetig sind. Satz 2

Monotonie - erste Ableitung
Monotonie - erste Ableitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satz:

Für eine auf einem Intervall I differenzierbare Funktion f:I→ℝ gilt: f(x) ist genau dann monoton wachsend (fallend) auf I, wenn f′(x)≥0(f′(x)≤0) für alle x∈I. Falls die Ableitung auf I die strikte Ungleichung erfüllt, so ist f(x) auf I streng monoton. Satz 3

Umkehrfunktion einer stetigen, streng monotonen Funktion

Sei I=[a,b] ein Intervall und f:I→ℝ eine streng monotone und stetige Funktion. Dann existiert die Umkehrfunktion f−1:f(I)→I und ist ebenfalls stetig. (Satz 4.91)

Lösungsvorschlag

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach obigem Satz 1, der besagt, dass Zusammensetzungen von elementaren Funktionen (auf geeignetem Definitionsbereich) stetig sind, folgt daraus, dass f(x) stetig ist.

Begründung: Der Definitionsbereich ist geeignet, da die elementaren Funktionen f(x)1=1−x7 und f(x)2=x7 bzw. f(x)=1−x7x7 im gesamten Definitionsbereich definiert sind. Der Nenner x7 kann somit den Wert 0 für Df=(1,∞) nicht annehmen.

⇒f(x) ist stetig

Um zu bestimmen ob f(x) streng monoton wächst oder fällt bilden wir die erste Ableitung f'(x):

Man nehme an: f(x)=h(x)g(x)

h(x)=1−x7⇒h′(x)=−7x6

g(x)=x7⇒g′(x)=7x6

f′(x)=h′(x)∗g(x)−h(x)∗g′(x)g(x)2=

=−7x6∗x7−((1−x7)∗7x6)(x7)2

=−7x13−(7x6−7x13)x14

=−7x13−7x6+7x13x14

=−7x6x14

=−7x8

⇒f′(x)=−7x8

Aufgrund der Tatsache, dass der Defintionsbereich Df=(1,∞) nur positive Zahlen erlaubt gilt folgendes:

f′(x)=−7x8<0|∀x∈Df

⇒ Laut obigem Satz 2 folgt daraus, dass f(x) streng monoton fallend ist.

⇒ Wir wissen nun also, dass unsere Funktion f(x) stetig und streng monoton fallend ist. Daraus folgt nun nach Satz 3, dass eine stetige Umkehrunktion exisitert.

y=f(x)

y=1−x7x7

y∗x7=1−x7

y∗x7+x7=1

x7∗(y+1)=1

x7=1y+1

x=1y+17

⇒f−1(x)=1x+17

Stampi 15:12, 21. Apr. 2012 (CEST)

https://web.archive.org/web/*/www.informatik-forum.at/showthread.php?93190-Ue-4-Bsp-122