TU Wien:Mathematik 1 UE (diverse)/Übungen SS10/Beispiel 18

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Man zeige, dass durch aRb⇔6|a2−b2∀a,b∈ℤ eine Äquivalenzrelation R in der Menge ℤ erklärt wird, und bestimme die zugehörende Partition.

Äquivalenzrelation
Äquivalenzrelation
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Eine binäre Relation R auf einer Menge A heißt Äquivalenzrelation, wenn folgende drei Eigenschaften erfüllt sind:

Reflexivität: ∀a∈A:aRa,

Symmetrie: ∀a,b∈A:aRb⇒bRa,

Transitivität: ∀a,b,c∈A:(aRb∧bRc)⇒aRc.

Lösungsvorschlag

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aRa⇔6|a2−a2=6|0 (wahre Aussage)

aRb⇒bRa

6|a2−b2⇒6|b2−a2

Sei x=a2−b2, dann ist −x=b2−a2.

Wenn 6 x teilt, dann teilt 6 auch -x, daher wahre Aussage.

(aRb∧bRc)⇒aRc

(6|a2−b2∧6|b2−c2)⇒6|a2−c2

Sei x=a2−b2 und y=b2−c2, dann ist z=x+y=a2−b2+b2−c2=a2−c2.

Aufgrund von 6|x und 6|y geht auch 6|z in eine wahre Aussage über.

Äquivalenzklasse 0

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aR0⇔6|a2−02=6|a2

Daraus folgt, dass jede Zahl die zu 0 in Relation steht durch 6 teilbar sein muss:

K(0)={k⋅6|k∈ℤ}={…,−18,−12,−6,0,+6,+12,+18,…}

Äquivalenzklasse 1

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aR1⇔6|a2−12=6|(a+1)⋅(a−1)

Daraus folgt, dass entweder a+1 oder a−1 durch 6 teilbar sein muss:

K(1)={1+k⋅6|k∈ℤ}∪{−1+k⋅6|k∈ℤ}={±1+k⋅6|k∈ℤ}={…,−19,−17,−13,−11,−7,−5,−1,+1,+5,+7,+11,+13,+17,+19,…}

Äquivalenzklasse 2

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aR2⇔6|a2−22=6|(a+2)⋅(a−2)

Daraus folgt, dass entweder a+2 oder a−2 durch 6 teilbar sein muss:

K(2)={2+k⋅6|k∈ℤ}∪{−2+k⋅6|k∈ℤ}={±2+k⋅6|k∈ℤ}={…,−20,−16,−14,−10,−8,−4,−2,+2,+4,+8,+10,+14,+16,+20,…}

Äquivalenzklasse 3

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aR3⇔6|a2−32=6|(a+3)⋅(a−3)

Daraus folgt, dass entweder a+3 oder a−3 durch 6 teilbar sein muss:

K(3)={3+k⋅6|k∈ℤ}∪{−3+k⋅6|k∈ℤ}={±3+k⋅6|k∈ℤ}={3+k⋅6|k∈ℤ}={…,−21,−15,−9,−3,+3,+9,+15,+21,…}


K(0)∪K(1)∪K(2)∪K(3)=ℤ

Partition (Alternative)

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6|a2−b2 entspricht a2≡b2mod6

x x2 xmod6 x2mod6
0 0 0 0
1 1 1 1
2 4 2 4
3 9 3 3
4 16 4 4
5 25 5 1

Man sieht dass die Restklassen von 1 und 5 bzw. 2 und 4 zusammenfallen.

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TU Wien:Mathematik 1 UE (diverse)/Übungen WS10/Beispiel 100