TU Wien:Mathematik 1 UE (diverse)/Übungen WS10/Beispiel 435

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Sei U die Menge aller n×n-Matrizen B über ℝ mit detB = ±1, und G die Menge aller regulären n×n Matrizen A über ℝ.

Man zeige, das U Normalteiler von ⟨G,⋅⟩ (aus Bsp. 434) ist.

Gruppe

Eine Gruppe (G,∘) mit Funktion ∘:G×G→G ist

  • abgeschlossen bzgl. der Operation ∘ in G mit a,b∈G gilt a∘b∈G
  • assoziativ: ∀a,b,c∈G:a∘(b∘c)=(a∘b)∘c
  • besitzt ein neutrales Element e: ∃e∈G:∀a∈G:a∘e=e∘a=a
  • sowie besitzt inverse Elemente a−1 bzw. a′: ∀a∈G:∃a−1∈G:a∘a−1=a−1∘a=e
Normalteiler
Normalteiler[Bearbeiten, Wikipedia, 2.58 Definition]

Eine Untergruppe N≤G heißt Normalteiler, wenn stets die Äquivalenz zwischen der LNK (Linksnebenklasse, a∘N) und der RNK (Rechtsnebenklasse, N∘a) gilt, d.h.:

∀a∈G:a∘N=N∘a

Die Menge der Nebenklassen {a∘N∣a∈G} bildet selbst eine Gruppe, die Faktorgruppe G/N.

Lösungsvorschlag

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G={A∈ℝn×n|det(A)≠0}<br\> U={B∈ℝn×n|det(B)±1}

Abgeschlossenheit

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Abgeschlossen ist es dann, wenn gilt: <br\> A,B∈U⇒A⋅B∈U<br\>

Hier kommt uns wieder die Rechenregel für Matrizen zur Hilfe:

det(A⋅B)=det(A)⋅det(B)

Nachdem die Multiplikation von ±1 immer 1 oder -1 ergibt, ist die Gruppe abgeschlossen

Assoziativität

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Die Untergruppe ist assoziativ.

Beweis siehe TU_Wien:Mathematik_1_UE_(diverse)/Übungen_WS07/Beispiel_367

Inverse Elemente

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∀A∈U∃A−1∈U, weil lt. Satz 3.52: det(A−1)=det(A)−1⇒(±1)−1=±1

In deutsch: Für alle Matrizen A die als Determinante ±1 haben, gilt, dass auch die inversen Matrizen A−1 die Determinante ±1 haben. Daher sind auch die inversen Matrizen in U enthalten.

Neutrales Element

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es gilt bekanntlich: <br\> a∘a−1=e

für die Matrizen also:<br\> A,A−1∈U beim Punkt "inverse Elemente" bereits bewiesen <br\> A⋅A−1=In

Und jetzt wieder mit der Mulitplikation der Determinanten:

det(A⋅B)=det(A)⋅det(B)<br\> det(A⋅A−1)=det(A)⋅det(A−1)=±1⋅±1=±1<br\> ⇒ auch die Matrix die das neutrale Element repräsentiert hat als Determinante ±1, wodurch sie in der Untergruppe enthalten ist.

es gilt:

U⊴G⇔a∘U=U∘a∀a∈G

für unseren Fall:

det(A⋅U)=det(U⋅A)∀A∈G

zwar ist die Multiplikation von Matrizen nicht kommutativ, aber dafür zum Glück müssen wir in dem Fall nur die Determinanten betrachten. Und hier ist die Multiplikation Kommutativ:

det(A⋅U)=det(A)⋅det(U)=det(U)⋅det(A)=det(U⋅A)

Wodurch gezeigt ist, dass die Links und Rechtsnebenklassen übereinstimmen, woraus wiederum folgt, dass es sich um einen Normalteiler handelt.