TU Wien:Objektorientierte Modellierung VU (Kappel)

Aus VoWi
Wechseln zu: Navigation, Suche
Im Rahmen der Studienplanänderung 2006 der Technischen Universität Wien wurde "Objektorientierte Analyse und Entwurf" in "Objektorientierte Modellierung" umbenannt. Die beiden LVAs sind daher äquivalent.
  • Studierende der TU, die im WS06 oder später mit ihrem Studium begonnen haben, können nur die LVA mit neuem Titel, sofern sie noch nach dem "Studienplan" ein Pflicht-/Wahlfach ist, für ihren Abschluss verwenden.
  • Studierende der TU, die bereits vor dem WS06 inskribiert waren, müssen genau eine dieser beiden LVAs absolvieren.
  • Studierende der Uni Wien finden Informationen in einem eigenen Banner über oder unter diesem Banner.

Für Details siehe auch FAQ Der Übergang vom alten auf den neuen Studienplan (2006).


Daten[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

Modellierung von Sachverhalten und Abläufen mittels der "Diagrammsprache" UML.

Benötigte Vorkenntnisse[Bearbeiten]

Grundlegende Programmierkenntnisse (z.B. Programmkonstruktion) helfen, sind aber nicht unbedingt notwendig. Wenn man Datenmodellierung bereits absolviert hat, schadet es auch nicht.

Literatur[Bearbeiten]

Grundsätzlich sind die Vorlesungsfolien vollkommen ausreichend (bzw. hinreichend ;-)). Wenn man nach strukturierteren Unterlagen sucht, sollte man sich das von den LVA-Leitern beworbene (und geschriebene) Buch "UML@Work" [1], das UML 2.0 behandelt (die Übungsbeispiele müssen in UML 2.0 gelöst werden), zumindest aus der Bibliothek ausleihen. Wer sich allerdings unbedingt ein UML-Buch kaufen möchte, sollte noch "UML Glasklar" anstelle von UML@Work in Erwägung ziehen. In UML@Work gibt es nur ein Beispiel, welches sich durch das ganze Buch zieht, wobei die Diagramme - falls überhaupt vorhanden - nur unvollständig sind.

Für die LVA empfohlen wird UML@Classroom, quasi die light Version von UML@Work. Es ist ziemlich gut auf die LVA zugeschneidert. Die englische Übersetzung ist im Springer-Verlag erschienen und daher kostenlos über das TU-Netz abrufbar (http://www.springer.com/de/book/9783319127415).

Eine gute Alternative ist auch Wikipedia in Kombination mit den Modellierungshinweisen aus dem TUWEL-Kurs.

Ablauf[Bearbeiten]

Stand: SS 2015

Vortrag[Bearbeiten]

Da der Vortragende "seine eigenen Witze nicht mehr hören konnte", immerhin hat er die Vorlesung bereits sehr oft gehalten, gibt es mittlerweile Videos zum Selbststudium. Diese Videos bestehen lediglich aus Folien, welche mit einer Audiospur unterlegt wurden. Alternativ/ergänzend erhält man auch die Folien als PDF inklusive der Transkription des gesprochenen Textes. Auf diese Weise erhält man eine Art Skriptum, aus dem man lernen kann.

Außerdem wurde, um die Motivation in den freiwilligen Übungsstunden anzukurbeln eingeführt, dass eine freiwillige Meldung im Rahmen der Übungsstunde als Tafelleistung für die Übungen gewertet werden kann, sofern man mit den erreichten Prozent (0-100) einverstanden ist.

Bedeutet: Eine Meldung ist risikofrei, da man am Schluss seine Bewertung erfährt und sich anschließend(!) aussuchen kann, ob man die Wertung akzeptiert oder einfach verfallen lässt.

Übungen[Bearbeiten]

6 Übungen werden in Gruppen zu je ca. 50 Personen abgehalten. Ca. eine Woche vor dem jeweiligen Übungstermin wird das für diesen Termin auszuarbeitende Übungsblatt mit 6 Beispielen zur Verfügung gestellt und bis 07:30 Uhr am Übungstag muss man in TUWEL die gelösten Beispiele kreuzen. Also nicht vergessen! Im Normalfall kann man nicht nachkreuzen.

Die Übungseinheit selbst ist dann eine normale Tafelübung wo Studierende rausgerufen werden und die Beispiele "vorrechnen" müssen. Achtung: Beim jeweils ersten Beispiel (das ca. 8 "Theoriefragen" hat) werden auch entsprechend viele Leute rausgerufen. Auch bei praktischen Beispielen, die größer sind, kann es sein, dass mehrere Studierende jeweils Teile davon erklären müssen.

Achtung: Kreuzt man, aber erscheint nicht in der Übungsstunde, so erhält man eine Tafelleistung mit 0%! Die Kreuze bleiben allerdings erhalten.

Tipps[Bearbeiten]

Da die Anzahl der gekreuzelten Beispiele bis auf ein Mindestmaß (24 von 36) sich nicht auf die Note auswirkt, sollte man folgendes beachten:

  • Wenn man fleißig bei den ersten Runden alle Beispiele kreuzt, kann man sich die letzten beiden Übungseinheiten (á 6 Bsp) sparen. (Was aber nicht heißt, dass man den Stoff nicht zum Test trotzdem lernen muss)
  • Da die Kreuzel-Anzahl unerheblich ist, kommt es auf die Qualität der Ausarbeitung an. Besonders Theoriefragen arten oft zu einem mündlichen Test über das (meist aber eher kompakte) Themengebiet aus. Also ein nur halb-verstandenes Beispiel zu kreuzeln nur um die Kreuzeln zu haben, ist meistens eher ungünstig.
  • Pünktlich kommen, da man sonst angepöbelt wird bzw. Beispiele aberkannt bekommt.

Theoriefragen:

  • Sind paradoxerweise länger und komplizierter als Praxisbeispiele, da meistens viele Leute pro Beispiel aufgerufen werden (höhere Wahrscheinlichkeit, dranzukommen), oft bis ins Detail nachgebohrt wird und es meistens wenig "Buffer" gibt, wenn einem ein Stichwort nicht einfällt.
  • (Selbstgeschriebene) Unterlagen sind auch zu reinsten Theoriefragen erlaubt bzw. sogar erwünscht! Auch wenn man's "eh versteht", sollte man sich auf jeden Fall einen Stichwortzettel mit konkreten Fallbeispielen vorbereiten. Grundsätzlich sollte man im eigenen Interesse so viel wie möglich zu einem Theoriebeispiel schreiben bzw. die Fragestellung so umfassend wie möglich durch Beispiele abdecken. Sehr wenig, spartanisch oder schleißig vorzubereiten führt zumindest bei Übungsleiter Huemer schon einmal zu einem ersten negativen Kommentar.
  • Kann man als "mündliche Kurzprüfung" sehen.
  • Sind letztendlich auch ned so schwer, wenn man alle Vokabeln inklusive erklärenden Beispielen lernt.

Sonstiges:

  • Beispiele werden oft nicht in Reihenfolge der Nummern durchgenommen, was oft überraschend verwirrend ist
  • Wer vergisst zu Kreuzeln, sollte trotzdem kommen, denn manchmal, wenn man lieb nachfragt, lässt der/die Übungsleiter/in Gnade vor Recht ergehen, und lässt einem am Anfang der Übung nachkreuzeln. Besonders in den ersten ein, zwei Übungseinheiten

Übungsleiter[Bearbeiten]

Anders als bei anderen Übungen hält nicht eine der ÜbungsleiterInnen eine Gruppe, sondern eine Runde für alle Gruppen, der/die ÜbungsleiterIn variiert also von Runde zu Runde. Unter Umständen lässt sich sogar erfragen, wer die nächste Übungsrunde macht, was sich auch auszahlt:

--> war im SS16 nicht der Fall. Die Übung wurde immer von denselben Übungsleitern abgehalten.

Martina Seidl
Sehr nett, benotet fair und ist bereit auf Nervosität einzugehen.
Christian Huemer
  • Eigentlich ganz ok, stellt aber manchmal unangenehme Zusatz-Fragen... meint das aber nicht so bös, da er die Übungen (wie es IMHO auch sein sollte) auch als gemeinsames Erarbeiten des Stoffs sieht und so versucht Sonderfälle etc. herauszustreichen.
  • andere Meinung (SS2013): wirkt teils ziemlich unfreundlich (subjektiv) und stellt auf jeden Fall sehr viele Zusatzfragen inkl. Fangfragen (wobei er dennoch nicht sehr streng zu benoten scheint, wie ein Blick auf seinen Bewertungszettel verrät). Bei ihm (vielleicht auch bei anderen?) sind in der Übungsstunde keine elektronischen Geräte (Laptops) erlaubt, daher alles ausdrucken.
  • Ich finde, dass teilweise willkürlich bewertet wird: für wirklich kleine Fehler bekommen manche negative Tafelleistungen, andere machen wirklich grobe Fehler und es war dann doch "ok":
Marion Scholz (ehem. Brandsteidl)
  • Ist an einer kurzweiligen, lockeren aber auch ernsthaften Stofferarbeitung interessiert (z.B. schickt sie notorische Tratscher in die letzte Reihe, damit Interessierte und sie selbst nicht das ständige Getuschel ertragen müssen). Benotung scheint fair zu sein; auch die unten angesprochenen Ärgerlichkeiten (Streichung von Beispielen bei Verspätung) ist objektiv betrachtet fair: wer würde schon pünktlich kommen wollen, wenn er damit ein Vortragen und damit ein Bearbeiten des ersten Beispiels vermeiden kann. Sie legt großen Wert auf Verständnis (=ohne Unterlagen): d.h. die Theorie und auch das Anwenden dieser ist vordergründig.
  • Andere Meinung: Hat offensichtlich einen Spaß daran, Leute zu schikanieren. Wer 3 Minuten (auf ihrer Uhr) zu spät kommt, bekommt das erste Beispiel aberkannt, auch sonst sollte man sattelfest sein und vor allem keine Unsicherheit zeigen, da die sofort ausgenützt wird.
  • Andere Meinung: In der von mir besuchten UE-Gruppe waren die o.g. Beobachten zu Marion Brandsteidl so nicht nachvollziehbar. Was man jedoch schnell gemerkt hat (und von ihr auch einmal gesagt wurde) war, dass bei der Theorie immer tiefer nachgebohrt wird, je mehr man auf seine Zettel schaut. Wenn man die Antwort also weiß, lieber nicht zur Sicherheit nochmal aufs Blatt schauen.
  • Andere Meinung: Marion Brandsteidl wirkte bei Diskussionen in der Vorlesungsvorbesprechung (z.B: bezüglich Ummeldung in andere Übungsgruppe) streng und launisch. Doch das war bei den Übungen gar nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, sie scheint als einzige Humor zu verstehen. Wenn sie aber etwas erklärt, kennt sie Möglichkeiten, sich Gehör zu verschaffen.
  • Andere Meinung: Kann die anderen Meinungen nicht teilen, in meiner Gruppe war sie sehr angenehm und keineswegs darauf aus irgendwen zu schikanieren , Unsicherheiten wurden nicht ausgenutzt und auf den Zettel schauen wurde nicht mit Nachbohren bestraft. Eine Person, die ein paar Minuten zu spät kam, wurde auch nicht belangt! Generell herrschte eine sehr angenehme produktive Atmosphäre, wie man es sich von einer Übung vorstellt.
Patrick Neubauer
  • Vermittelt den Eindruck zwar den Stoff zu kennen, aber keine vernünftigen Antworten auf Fragen geben zu können.
  • Dürfte sich außerdem schwer beim Fragen verstehen tun. Oft redeten er und die Fragensteller aneinander vorbei.
  • Überlegt sich ab und zu eigene Beispiele zu Theoriefragen.
  • Nachkreuzen oder Abkreuzen von Beispielen ist zumindest bei ihm nicht möglich (aus organisatorischen Gründen).
  • Ansonsten faire Benotung.
Marion Murzek
  • Sie ist recht geduldig, besonders wenn jemand die deutsche Sprache nicht so gut beherrscht.
  • Auf mich macht sie nicht den Eindruck als würde sie sich sehr gut beim Stoff auskennen.
  • Nimmt sehr schnell Punkte weg, wenn etwas nicht genau so ist wie ihre Lösung, auch wenn die Lösung stimmt.
  • Andere Meinung: Kann ich nicht bestätigen. Wenn ein Beispiel mehrere Lösungen hat, werden diese auch alle akzeptiert.
  • Jemand hat aufgrund eines Fehlers der LVA-Leitung falsch gekreuzt und bekam von ihr deshalb 0 Punkte.
  • Weitere Meinung (SS18): Sie scheint zwar nett und geduldig zu sein, bei der Bewertung ist sie aber mehr als streng, in meinem Fall eher ungerecht. Ich konnte mein Beispiel selbstständig erklären, sie hat keine Zusatzfragen gestellt und hat am Ende gesagt, dass meine Lösung korrekt ist. Ergebnis: 80/100. Da die Notenskala mit 90% für einen 1er recht eng ist, macht das schon was aus, wenn die Tafelleistungen so bewertet werden!

Tests[Bearbeiten]

Am Anfang des Semesters gibt es einen Einstiegstest in TUWEL. Dieser beinhaltet 5 Multiple-Choice-Fragen. Den Test kann man beliebig oft wiederholen und das beste Ergebnis wird gewertet. Nachdem man einen Test abgeschlossen hat, werden die richtigen Antworten angezeigt und ein weiterer Test beinhaltet die genau gleichen Fragen in anderer Reihenfolge. => beim zweiten Versuch hat man 100%. Dieser Test dient offenbar nur dazu, sich kurz mit OOM zu beschäftigen und versehentliche oder nicht ernst gemeinte Anmeldungen herauszufiltern...

Weiters gibt es über das Semester verteilt 3 Tests, bei denen keinerlei Unterlagen verwendet werden dürfen. Auf die Tests muss man jeweils mindestens 40% der Punkte (40 von 100) und insgesamt 150 Punkte erreichen (SS18 >=50 pro Test UND Test 1+2+3 >=180). Es gibt einen vierten Ausweichtermin am Ende des Semesters, bei dem man einen der drei Tests nachholen/wiederholen kann, wobei der bessere Antritt zählt.

Die Korrektur ist extrem schnell (innerhalb von 24h).

Benotung[Bearbeiten]

Die VU-Note setzt sich zu 75% aus den drei Tests und zu 25% aus der Leistung in den Übungen zusammen:

  • Für die drei Tests gibt es jeweils 100 Punkte, wobei du bei jedem Test mind. 40 Punkte und insgesamt mindestens 150 Punkte haben musst. (SS18 >=50 pro Test UND Test 1+2+3 >=180)
  • Für jede Tafelleistung gibt es 0-100 Punkte, wobei aus den Tafelleistungen der Durchschnitt errechnet wird, welcher dann über 50 liegen muss.
 =>Anmerkung: Soweit ich weiß muss die Tafelleistung nicht über sondern größer gleich 50 liegen.
  • Die Zahl der angekreuzten Beispiele muss mind. 24 sein.
  • Über die insgesamt maximal 400 Punkte (100 f. Übung, 300 f. die 3 Tests) gibt es dann einen ganz normalen Notenschlüssel.

Tipps[Bearbeiten]

  • Wie bereits gesagt müssen mindestens 24 Beispiele angekreuzt werden, um positiv zu sein, darüber hinaus hat die Anzahl der Kreuzerln aber keinen Einfluss! Wer also schon 24 Bsp. hat und mit seiner Tafelleistung zufrieden ist, ist gestraft wenn er/sie weitere Bsp. ankreuzt (da er/sie sich nur noch verschlechtern kann)
  • Ziel der LVA-Leitung ist es auch, jeden der Teilnehmer in der UE einmal bei Theoriefragen und einmal bei Praxisfragen zu befragen. Sollte man in Ankreuz-taktische Überlegungen miteinbeziehen ;-) (von diesem Punkt hat sich die LVA Leitung distanziert und auch rein praktisch gesehen ist es nicht übermäßig wahrscheinlich, dass man mehr als einmal drankommt: 6 Beispiele/Übung, macht mit ein paar Unterpunkten 10 Bsp/Übung und 60 Tafelmeldungen gesamt. Bei rund 50 Teilnehmern/Gruppe kann man davon ausgehen, dass man wohl nur einmal dran kommen wird.)
  • Geschmackssache: Papier & Stift oder Computer für den ersten Entwurf eines Beispieles.
  • Von der LVA-Leitung wir das Open-Source-Programm Violet empfohlen. Auch empfehlenswert und für die Übung hinreichend ist Dia.
Ich war mit Violet eher unzufrieden und kann als Ersatz UMLet empfehlen, das zwar noch recht buggy, aber dafür vielseitiger ist. Allmylittlewords 17:17, 23. Mär. 2012 (CET)
Ich kann StarUML (für alle Plattformen verfügbar) sehr empfehlen. Hat eine unbegrenzte Testzeit - also quasi gratis - und ein modernes ansprechendes GUI, was mir persönlich sehr wichtig ist (Stand: März 2017)
  • Visual Paradigm for UML ist ebenfalls verfügbar.
  • Es wird großer Wert auf formale Korrektheit gelegt (auch hier hilft ein Editor sehr).
  • Die Vorlesung kann man sich sparen, wenn man zur Lösung der Übungsbeispiele die Folien (und vielleicht das Buch) zur Hand nimmt.
  • Melde dich in der Übung freiwillig!
  • Wenn man in den Übungen gut aufpasst, hat man bei den Modellierungsbeispielen beim Test keine Probleme mehr.
  • Fehlt einem am Ende der LVA noch 1 Punkt auf eine bessere Note, lohnt es sich nach dem dritten Test zur Prüfungseinsicht zu gehen. ;-)

Zeitaufwand[Bearbeiten]

Wenn sich der Modus (mit sechs Beispielen) nicht ändert, ist der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen. Je nach Beispielblatt sollten zwei bis, in Extremfällen, sechs Stunden eingeplant werden, wenn man es vollständig lösen möchte. Zusätzlich gibt es 6 Übungsrunden zu je eineinhalb Stunden (Anwesenheitspflicht, wenn mind. ein Beispiel gekreuzt). Pro Test sollte ein Tag lernen (TUWEL-MC-Fragen und Übungen ansehen) ausreichen.

Verbesserungsvorschläge / Kritik[Bearbeiten]

Kritik: Ich finde den Umgang mit Studierenden manchmal etwas unangebracht. Aussagen im Forum wie "Sie sind hier nicht mehr in der Schule" könnte man auch einfach bleiben lassen.