TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 418

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Untersuchen Sie, ob die folgenden Strukturen Ringe, Integritätsringe bzw. Körper sind:

M=ℚ[𝟕]={a+b⋅𝟕|a,b∈ℚ} mit der Addition und Multiplikation aus ℝ.

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{{Beispiel|status=solved|1=
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Lösungsvorschlag von mnemetz

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Für die Addition

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Abgeschlossenheit

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(w+x∗7)+(y+z∗7)=(w+y)+(x+z)∗7)

w + y ∈ℚ, x + z ∈ℚ⇒ abgeschlossen

Assoziativität

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a∘(b∘c)=(a∘b)∘c

  • a=(u+v∗7)
  • b=(w+x∗7)
  • c=(y+z∗7)

(u+v∗7)+((w+x∗7)+(y+z∗7))=((u+v∗7)+(w+x∗7))+(y+z∗7)(u+w+y)+(v+x+z)∗7=(u+w+y)+(v+x+z)∗7

Daher: assoziativ

Neutrales Element (Einheitselement)

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e=0+0∗7=0


Inverses Element

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(x+y∗7)′=(−x)+(−y)∗7


Kommutativität

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trivial


Okay Gitti


Schlussfolgerung

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Es liegt eine Abelsche Gruppe vor.


Für die Multiplikation

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Abgeschlossenheit

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(w+x∗7)∗(y+z∗7)=w∗y+w∗z∗7+y∗x∗7+7∗x∗z=(w∗y+7∗x∗z)⏟∈ℚ+(w∗z+y∗x)⏟∈ℚ∗7

abgeschlossen

Assoziativität

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trivial. Ist gegeben.


Neutrales Element

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e=1+0∗7


Inverses Element

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(x+y∗7)∗(x′+y′∗7)=1+0∗7x′+y′∗7=1x+y∗7x′+y′∗7=1x+y∗7∗x−y∗7x−y∗7x′+y′∗7=x−y∗7x2−7∗y2x′+y′∗7=xx2−7∗y2−yx2−7∗y2∗7

Da x' und y' aus Q sind, muss x′=xx2−7∗y2 und y′=−yx2−7∗y2 gelten. Somit sind x' und y' festgestellt, und jedes element aus M hat ein Inverses, ausser 0+0∗7 was genug ist, damit M Körper genannt werden kann.

Untersuchung des Nenners der rechten Seite:

x2=7∗y2x=±7∗y

Anmerkung:
0∈M da,
0+0∗7
0 hat jedoch kein inverses Element in ⟨M,∗⟩
!Die existenz eines inversen Elements von ⟨M,∗⟩ bezüglich ⟨M,+,∗⟩ ist KEINE Vorraussetzung für einen Körper.
Siehe S.82 in Drmotas "Mathematik für Informatik" (ISBN 9783885381174), nach der Definition 2.66: "Eine algebraische Struktur (K,+,*) ist also genau dann ein Körper, wenn (K,+) und (K\{0},*),*) kommutative Gruppen sind und die Distributivgesetze gelten." --Irfy 03:24, 14. Jan. 2010 (CET)

Kommutativität

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trivial

Schlussfolgerung

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Es liegt eine Abelsche Gruppe vor.


Schlussfolgerung

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Es liegt ein Körper für ⟨M,+,∗⟩ vor.

Abelsche Gruppe
Abelsche Gruppe
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Eine Abelsche Gruppe (G,∘) mit Funktion ∘:G×G→G ist

  • abgeschlossen bzgl. der Operation ∘ in G mit a,b∈G gilt a∘b∈G
  • assoziativ: ∀a,b,c∈G:a∘(b∘c)=(a∘b)∘c
  • besitzt ein neutrales Element e: ∃e∈G:∀a∈G:a∘e=e∘a=a
  • besitzt inverse Elemente a−1 bzw. a′: ∀a∈G:∃a−1∈G:a∘a−1=a−1∘a=e
  • sowie ist in allen Formen kommutativ bzw. abelsch: ∀a,b∈G:a∘b=b∘a
Ring
Ring[Bearbeiten, Wikipedia, 2.68 Definition]

Ein Ring (R,+,⋅) ist eine Menge R mit zwei binären Operationen + und ⋅, sodass

  • (R,+) eine kommutative Gruppe ist,
  • (R,⋅) eine Halbgruppe ist,
  • die Distributivgesetze
a⋅(b+c)=(a⋅b)+(a⋅c) und
(a+b)⋅c=(a⋅c)+(b⋅c)
für alle a,b,c∈R gelten.
Nullteiler

In einem Ring kann das Produkt zweier von 0 verschiedener Elemente trotzdem 0 sein. Z.B. gilt in ℤ6 die Beziehung 2‾⋅3‾=6‾=0‾. Man nennt im Allgemeinen ein Element a≠0 eines Ringes R Nullteiler, wenn es ein b≠0 aus R gibt, so dass a⋅b=0 oder b⋅a=0 ist. Dieses b ist damit natürlich auch ein Nullteiler. Ringe ohne Nullteiler werden gesondert betrachtet.

Integritätsring
Integritätsring[Bearbeiten, Wikipedia, 2.71 Definition]

Kommutativer Ring mit Einselement ohne Nullteiler.

Körper

Ein kommutativer Ring ⟨K,+,⋅⟩ mit Einselement 1≠0, in dem jedes Element a≠0 eine Einheit ist, also ein multiplikatives Inverses besitzt, heißt ein Körper.

Beweis Wurzel 7 irrational

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Beweis 7∉ℚ: Wir nehmen an, dass der Ausdruck 7 rational ist und stellen diesen in der bekannten Form der rationalen Zahlen dar, wobei der Bruch in gekürzter Form sein soll, also sind 𝐩,𝐪 teilerfremd, also p⊥q.

7=pq|(.)2⟹7=p2q2|⋅q2⟹7⋅q2=p2⟹7∣p2⟹7∣p⟹∃o∈ℕ:o=p7⟹p=7⋅o⟹7⋅q2=p2=(7⋅o)2|(:7)⟹q2=7⋅o2⟹7∣q2⟹7∣q⟹∃r∈ℕ:r=q7⟹q=7⋅r⟹pq=7⋅o7⋅r.

⟹ Widerspruch zur Annahme, dass p,q teilerfremd sind, also liegt pq nicht in gekürzter Form vor.

--Har203 20:22, 26. Feb. 2026 (CET)

Untersuchen Sie, ob die folgenden Strukturen Ringe, Integritätsringe bzw. Körper sind:

M=ℚ[𝟕]={a+b⋅𝟕|a,b∈ℚ} mit der Addition und Multiplikation aus ℝ.

Zuerst einmal einige Grundgedanken. Wenn wir uns eine Zahl in der Form ai+aw⋅7 anschauen, dann hätten wir gerne, dass der eine Teil ein rein rationaler Anteil ai∈ℚ ist und der zweite Teil ein rein irrationaler Teil (aw⋅7)∈(ℝ∖ℚ)∪{0} ist. Dieses Verhalten wird durch die Wurzel 7 bestimmt.

Grundsätzlich geht es später darum, ob das Produkt bezüglich ⋅ den Wert 𝟎𝐌 annehmen kann, auch wenn a,b∈M, aber beide ungleich 0M sind (Nullteiler).

  • Den Beweis für 𝟕∉ℚ habe ich oben in den Hilfsmitteln eingefügt.


D.h. wir haben wirklich einen rein rationalen Anteil (ai) und einen rein irrationalen Anteil (aw⋅7). Diese beiden Teile sind disjunkt mit der Ausnahme der 0.

Für die weiteren Beweise werden wir folgende drei Variablen aus der Menge M verwenden:

a=(ai+aw⋅7),b=(bi+bw⋅7),c=(ci+cw⋅7) mit ai,aw,bi,bw,ci,cw∈ℚ⟹a,b,c∈M.

Zuerst die Gruppe mit den geforderten Gruppenaxiomen in ⟨M,+⟩:

  1. Abgeschlossen: ∀a,b∈M gilt:(a+b)∈M.
  2. Assoziativität: ∀a,b,c∈M gilt:(a+b)+c=a+(b+c).
  3. Existenz eines neutralen Elementes bezüglich der Addition: Es gibt ein neutrales Element: 0M∈M mit ∀a∈M gilt:a+0M=0M+a=a.
  4. Für alle Gruppenelemente a existiert ein inverses Element: ∀a∈M gilt:∃(−a)∈M mit:a+(−a)=(−a)+a=0M.
  5. Kommutativität: Für alle Elemente a,b∈M gilt:(a+b)=(b+a)
  • Abgeschlossenheit bezüglich +: Wir prüfen zuerst die Abgeschlossenheit von ⟨M,+⟩:
a+b=(ai+aw⋅7)+(bi+bw⋅7)=(ai+bi)+(aw+bw)⋅7 mit (ai+bi) und (aw+bw)∈ℚ.
D.h. die Summe einer Addition in M ist wieder in der Struktur von M enthalten ⟹ die Struktur ⟨M,+⟩ ist abgeschlossen.
  • Assoziativität bezüglich +:
∀a,b,c∈M gilt:(a+b)+c=a+(b+c)
Da wir mit der Addition aus ℝ arbeiten, gilt natürlich die Assoziativität bezüglich +. Wir können natürlich auch nachrechnen (bei der Addition noch einfach):
(a+b)+c=((ai+aw⋅7)+(bi+bw⋅7))+(ci+cw⋅7)=(ai+aw⋅7)+((bi+bw⋅7)+(ci+cw⋅7))=a+(b+c).
  • Existenz eines neutralen Elementes bezüglich +: Es gibt ein neutrales Element 0M∈M mit ∀a∈M gilt:a+0M=0M+a=a.
Wir nehmen an, dass das neutrale Element bezüglich der Addition 0M=(0+0⋅7)∈M sein wird:
a+0M=(ai+aw⋅7)+(0+0⋅7)=((ai+0)+(aw+0)⋅7)=(ai+aw⋅7)==a=((0+ai)+(0+aw)⋅7)=(0+0⋅7)+(ai+aw⋅7)=0M+a.
D.h. das neutrale Element bezüglich + ist 0M=(0+0⋅7)∈M.
  • Inverse Element: Für alle Elemente a∈⟨M,+⟩ existiert ein inverses Element:
∀a∈M gilt:∃(−a)∈M mit:a+(−a)=(−a)+a=0M.
Das Inverse Element von a=(ai+aw⋅7) wird (−a)=((−ai)+(−aw)⋅7) sein:
a+(−a)=(ai+aw⋅7)+((−ai)+(−aw)⋅7)=((ai+(−ai))+(aw+(−aw))⋅7)=(0+0⋅7)=0M=(((−ai)+ai)+(((−aw)+aw)⋅7))=(((−ai)+(−aw)⋅7)+(ai+aw⋅7))=(−a)+a.
D.h. das inverse Element zu a=(ai+aw⋅7) bezüglich + ist (−a)=((−ai)+(−aw)⋅7)∈M.
  • Kommutativität bezüglich +: ∀a,b∈M gilt:a+b=b+a.
Da die Addition in ℝ kommutativ ist, folgt daraus, dass ⟨M,+⟩ kommutativ ist.
a+b=(ai+aw⋅7)+(bi+bw⋅7)=(bi+bw⋅7)+(ai+aw⋅7)=b+a.


⟹ Wir haben bewiesen, dass ⟨M,+⟩ eine kommutative Gruppe mit neutralem Element (abelsche Gruppe) ist.

Für einen Ring ⟨M,+,⋅⟩ werden wir folgende drei Eigenschaften prüfen:

  1. ⟨M,+⟩ ist eine kommutative Gruppe (mit neutralem Element 0), √
  2. ⟨M,⋅⟩ ist eine Halbgruppe, und
  3. es gelten die beiden Distributivgesetze
  • Abgeschlossenheit: Zuerst prüfen wir die Abgeschlossenheit von ⟨M,⋅⟩:
a⋅b=(ai+aw⋅7)⋅(bi+bw⋅7)=(ai⋅bi+7⋅(aw⋅bw))+(aw⋅bi+ai⋅bw)⋅7.
⟹ Es gilt: (ai⋅bi+7⋅aw⋅bw)∈ℚ und (aw⋅bi+ai⋅bw)∈ℚ⟹a⋅b∈M.
D.h. das Produkt einer Multiplikation ist wieder in der Struktur M enthalten ⟹⟨M,⋅⟩ ist abgeschlossen.
  • Assoziativität bezüglich ⋅: ∀a,b,c∈M gilt:(a⋅b)⋅c=a⋅(b⋅c).
Da wir mit der Multiplikation aus ℝ arbeiten, gilt natürlich die Assoziativität bezüglich ⋅.
Wir können natürlich auch nachrechnen: die linke Seite und die rechte gehen analog:
LS:(a⋅b)⋅c=((ai+aw⋅7)⋅(bi+bw⋅7))⋅(ci+cw⋅7)=(ai⋅bi+aw⋅7⋅bi+ai⋅bw⋅7+aw⋅7⋅bw⋅7)⋅(ci+cw⋅7)=(ai⋅bi⋅ci+7⋅aw⋅bw⋅ci+7⋅aw⋅bi⋅cw+7⋅ai⋅bw⋅cw)+(aw⋅bi⋅ci+ai⋅bw⋅ci+ai⋅bi⋅cw+7⋅aw⋅bw⋅cw)⋅7
  • Kommutativität bezüglich ⋅: Für alle Elemente a,b∈M gilt:a⋅b=b⋅a:
a⋅b=(ai+aw⋅7)⋅(bi+bw⋅7)= KG in ℝ=(bi+bw⋅7)⋅(ai+aw⋅7)=b⋅a
  • Für die beiden Distributivgesetze müssen folgende Eigenschaften gelten:
a⋅(b+c)=a⋅b+a⋅c(a+b)⋅c=a⋅c+b⋅c}∀a,b,c∈M.


Natürlich gilt hier mit der Addition und Multiplikation in ℝ das 1. und das 2. Distributivgesetz.
Die lange Variante:
a⋅(b+c)==(ai+aw⋅7)⋅((bi+bw⋅7)+(ci+cw⋅7))==(ai+aw⋅7)⋅((bi+ci)+(bw+cw)⋅7))==ai⋅((bi+ci)+(bw+cw)⋅7)+aw⋅7⋅((bi+ci)+(bw+cw)⋅7)==ai⋅bi+ai⋅ci+ai⋅bw⋅7+ai⋅cw⋅7+aw⋅7⋅bi++aw⋅7⋅ci+aw⋅7⋅bw⋅7+aw⋅7⋅cw⋅7==ai⋅bi+ai⋅ci+ai⋅bw⋅7+ai⋅cw⋅7++aw⋅7⋅bi+aw⋅7⋅ci+7⋅aw⋅bw+7⋅aw⋅cw==bi⋅(ai+aw⋅7)+bw⋅(ai⋅7+7⋅aw)+ci⋅(ai+aw⋅7)+cw⋅(ai⋅7+7⋅aw)==bi⋅a+bw⋅(ai⋅7+7⋅aw)+ci⋅a+cw⋅(ai⋅7+7⋅aw)==bi⋅a+bw⋅7⋅(ai+aw⋅7)+ci⋅a+cw⋅7⋅(ai+aw⋅7)==bi⋅a+bw⋅7⋅a+ci⋅a+cw⋅7⋅a==a⋅(bi+bw⋅7)+a⋅(ci+cw⋅7)==a⋅b+a⋅c
  • Für den zweiten Teil (a+b)⋅c=a⋅c+b⋅c nützen wir die kommutative Eigenschaften der Multiplikation aus
(a+b)⋅c=c⋅(a+b) wie oben bewiesen gilt das 1. Distributivgesetz =c⋅a+c⋅b=a⋅c+b⋅c


Zusätze

  • Einselement bezüglich ⋅: Gibt es ein neutrales Element 1M∈M mit ∀a∈M gilt:a⋅1M=1M⋅a=a.
Wir nehmen an, dass das Einselement von ⟨M,⋅⟩ folgend ausschaut: 1M=(1+0⋅7).
a⋅1M=(ai+aw⋅7)⋅(1+0⋅7)=ai⋅1+aw⋅7⋅1+0+0=(ai+aw⋅7)=a==1⋅ai+1⋅aw⋅7+0+0=(1+0⋅7)⋅(ai+aw⋅7)=1M⋅a
  • Kommutativität: haben wir schon gezeigt und verwendet.

⟹ Wir haben einen kommutativen Ring mit Einselement

Integritätsring

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Ein kommutativer Ring mit Einselement ohne Nullteiler heißt Integritätsring.

  • Nullteiler: Man nennt ein Element a≠0M eines Ringes M Nullteiler, wenn es ein b≠0M aus M gibt, so dass a⋅b=0M oder b⋅a=0M ist. Dieses b ist damit natürlich auch ein Nullteiler. D.h ein Nullteiler wäre a⋅b=0M, obwohl beide Elemente a,b∈M ungleich 0M sind.

Wir haben oben bereits bewiesen, dass wir einen rein rationalen Anteil ai und einen rein irrationalen Anteil aw⋅7, bis auf die Null 0M, haben. Diese beiden Teile sind disjunkt mit der Ausnahme der 0M.

Die Grundfrage ist, in welchen Formen kann ich das Produkt zweier Zahlen a=(ai+aw⋅7) und b=(bi+bw⋅7), also a⋅b darstellen, um die Zahl 𝟎𝐌 (das neutrale Element bezüglich +) als Produkt zu erhalten. Da wir hier eine saubere Aufteilung in ai∈ℚ und aw⋅7∈(ℝ∖ℚ)∪{0} haben und es nur einen Schnittpunkt, die 𝟎 gibt, ist die einzige Darstellung von 0M, wenn ai=0 und aw=0 sind. D.h. es gibt keine Nullteiler.

Ein kommutativer Ring ⟨M,+,⋅⟩ mit Einselement 1≠0M, in dem jedes Element a≠0M eine Einheit ist, also ein multiplikatives Inverses besitzt, heißt ein Körper.

Wir werden noch das inverse Element zu einem beliebigen Element a=(ai+aw⋅7) berechnen. Es muss gelten a⋅a−1=1M=(1+0⋅7):

1=a⋅b=(ai+aw⋅7)⋅(bi+bw⋅7)=(ai⋅bi+7⋅aw⋅bw)+(ai⋅bw+aw⋅bi)⋅7⟹⟹es muss gelten :ai⋅bi+7⋅aw⋅bw=1∧(ai⋅bw+aw⋅bi)=0⟹⟹bw=−aw⋅biai(ai≠0)∧ai⋅bi+7⋅aw⋅−aw⋅biai=1⟹⟹bi⋅ai2+7⋅aw⋅(−aw)ai=1⟹bi=aiai2−7⋅aw2∧bw=−awai2−7⋅aw2

Sonderfälle ai=0 und ai2−7⋅aw2=0 (wir haben oben durch ai und ai2−7⋅aw2 dividiert)

(x2−y2=(x−y)⋅(x+y))⟹ai2−7⋅aw2=(ai−aw⋅7)⋅(ai+aw⋅7):
  • ai=0,
1=a⋅b=(ai+aw⋅7)⋅(bi+bw⋅7)=7⋅aw⋅bw+aw⋅bi⋅7⟹⟹es muss gelten :7⋅aw⋅bw=1∧aw⋅bi⋅7=0⟹bi=0=aiai2−7⋅aw2∧bw=17⋅aw=−awai2−7⋅aw2
  • ai−aw⋅7=0, der erste Teil ist rational, der zweite Teil ist irrational ⟹ der Ausdruck kann nur bei ai=aw=0 den Wert 0M annehmen ⟹ai=0.
  • ai+aw⋅7=0, der erste Teil ist rational, der zweite Teil ist irrational ⟹ der Ausdruck kann nur bei ai=aw=0 den Wert 0M annehmen ⟹ai=0.
a=(2+3⋅7),b=(−2/59+3/59⋅7),a⋅b=(−4/59+63/59)+(−6/59+6/59)⋅7=(1+0⋅7)=𝟏a=(0+3⋅7),b=(0+121⋅7),a⋅b=(3⋅7⋅121⋅7)=2121=(1+0⋅7)=𝟏

Gesamtergebnis ⟹ ⟨M,+,⋅⟩ ist ein Körper. ◼

Wikipedia:

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