TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 420

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Untersuchen Sie, ob die folgenden Strukturen Ringe, Integritätsringe bzw. Körper sind:

mit der Addition modulo und der Multiplikation modulo .

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}}


---

Damit es sich um einen Ring handelt, muss folgendes gelten: <M,+> = kommutative Gruppe <M,*> = Halbgruppe Distributivgesetze: a*(b+c)=ab+ac und (a+b)*c=ac+bc für a,b,c aus M

---

Man kann <M,+> mittels Tabelle überprüfen. Man erhält

+  0  1  2
0  0  1  2
1  1  2  0
2  2  0  1

<das soll eine Tabelle sein, hab leider keine Ahnung wie man das macht>

Das Assoziativgesetz gilt, da es in Z, Zm und Restklassen gilt. Das neutrale Element ist 0 und jedes Element hat ein inverses Element. Das Kommutativgesetzt wird ebenfalls vererbt.

Somit erfüllt <M,+> die Voraussetzungen

---

Selbige Überprüfung macht man nun für <M,*> und erhält

*  0  1  2
0  0  0  0
1  0  1  2
2  0  2  0

<das soll eine Tabelle sein, hab leider keine Ahnung wie man das macht>

Das Assoziativgesetz wird vererbt Der Rest gilt nicht (produkt-null-satz)

Es handelt sich also um eine Halbgruppe, das reicht aus

---

Nun muss man beweisen, dass die Distributivgesetze gelten. Man nimmt beispielsweise an: a=2, b=1, c=2 und probiert:

2(1+2) = 2*0 = 0 und 2*1 + 2*2 = 2 + 0 = 2

Wie man sieht gilt das Distributivgesetz nicht (immer), daher ist das Ganze (hoffentlich) kein Ring, daher auch kein Integritätsring bzw Körper.

desp

Meinung von tomCom:[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezüglich * ist es ein Monoid, da es ja ein neutrales Element gibt: 1. Außerdem gilt das Distributivgesetz da: 2(1+2) = 2*0 = 0 und 2*1 + 2*2 = 2 + 1 = 3 = 0

Meinung von mhaslhofer:[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

tomCom: "Außerdem gilt das Distributivgesetz da: 2(1+2) = 2*0 = 0 und 2*1 + 2*2 = 2 + 1 = 3 = 0"

Achtung: 2*2 = 0 nicht 1! (die Angabe verlangt nach Multiplikations modulo 4 - die Operationstabelle <M,*> scheint mir korrekt)

Anmerkung von mir:[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

wie beweist man das Distributivgesetz? Weiß das jemand?

Hilfsmittel von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abelsche Gruppe
Abelsche Gruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Abelsche Gruppe mit Funktion ist

  • abgeschlossen bzgl. der Operation in mit gilt
  • assoziativ:
  • besitzt ein neutrales Element :
  • besitzt inverse Elemente bzw. :
  • sowie ist in allen Formen kommutativ bzw. abelsch:
Ring
Ring[Bearbeiten, Wikipedia, 2.68 Definition]

Ein Ring ist eine Menge mit zwei binären Operationen und , sodass

  • eine kommutative Gruppe ist,
  • eine Halbgruppe ist,
  • die Distributivgesetze
und
für alle gelten.
Nullteiler

In einem Ring kann das Produkt zweier von verschiedener Elemente trotzdem sein. Z.B. gilt in die Beziehung . Man nennt im Allgemeinen ein Element eines Ringes Nullteiler, wenn es ein aus gibt, so dass oder ist. Dieses ist damit natürlich auch ein Nullteiler. Ringe ohne Nullteiler werden gesondert betrachtet.

Integritätsring
Integritätsring[Bearbeiten, Wikipedia, 2.71 Definition]

Kommutativer Ring mit Einselement ohne Nullteiler.

Körper

Ein kommutativer Ring mit Einselement , in dem jedes Element eine Einheit ist, also ein multiplikatives Inverses besitzt, heißt ein Körper.

Lösung von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

--Har203 01:42, 27. Feb. 2026 (CET) Untersuchen Sie, ob die folgenden Strukturen Ringe, Integritätsringe bzw. Körper sind:

mit der Addition modulo und der Multiplikation modulo .


Die Struktur ist isomorph zu , der Gruppe der Restklassen modulo . Diese ist bekanntlich:

  • abgeschlossen.
  • assoziativ.
  • hat ein neutrales Element .
  • zu jedem Gruppenelement existiert ein inverses Element.
  • ist kommutativ.
  • ist auch zyklisch.

ist eine abelsche Gruppe.


Wir schauen uns zuerst einmal die Operationstafeln an:


Wir schauen uns jetzt die Operationstafeln an:

  • Anmerkung: Der Unterschied zwischen den Operationen und ist, dass hier resultiert und nicht, wie gewohnt .

D.h. wir haben einen Nullteiler .


Für die weiteren Beweise werden wir folgende drei Variablen aus der Menge verwenden: .

Ring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für einen Ring werden wir folgende drei Eigenschaften prüfen:

  1. ist eine kommutative Gruppe (mit neutralem Element)
  2. ist eine Halbgruppe, und
  3. es gelten die Distributivgesetze
  • Abgeschlossenheit: Die Operation ist abgeschlossen, da in der Operationstafel nur die Elemente enthalten sind.
  • Assoziativität bezüglich : gilt.
Wir schauen uns drei Fälle an:
  • Ist bereits ein Operand , dann ist das Endergebnis von .
  • Ist bereits ein Operand , dann gilt die Gleichung :
.
  • Der letzte Fall ist nur: .
Bezüglich der Operation gilt das Assoziativgesetz.
  • Kommutativität bezüglich : gilt.
Da die Operationstafel symmetrisch zur Hauptdiagonale ist, gilt das Kommutativgesetz bezüglich .
  • Für die beiden Distributivgesetze müssen folgende Eigenschaften gelten:


  • 1. Distributivgesetz: :


Das gilt in dieser Struktur nicht.


  • 2. Distributivgesetz: :


Das gilt in dieser Struktur nicht.


Zusätze

  • Einselement bezüglich : Es gibt ein neutrales Element mit gilt.
  • Kommutativität: haben wir schon gezeigt.


ist bezüglich der Addition eine abelsche Gruppe mit Einselement.

ist bezüglich der Multiplikation eine kommutative Halbgruppe mit Einselement (ein Monoid).


Für einen Ring bzw. sogar Integritätsring fehlen die beiden Distributivgesetze (1. und 2. Distributivgesetz) und die Eigenschaft Nullteilerfrei:


1. Distributivgesetz gilt nicht:

.

2. Distributivgesetz gilt nicht:

.


Zusätzlich gibt es bezüglich der Multiplikation einen Nullteiler mit .


Für einen Körper mit Einselement fehlen zusätzlich bezüglich der Multiplikation die inversen Elemente für für die Gleichung .


Das Gesamtergebnis ist weder ein Ring, noch ein Integritätsring und auch kein Körper.

Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikipedia:

Ähnliche Beispiele: