TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 493
Zeigen Sie, daß eine Basis des ist.
{{Beispiel|1=
Angabetext
}}
oder
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}}
zu (im Falle einer korrekten, unverifizierten Lösung "solved". Auch möglich "unsolved", "wrong", "verified_by_tutor". Alle möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert.)
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Hilfreiches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Definition Basis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Eine Teilmenge von B einees Vektorraums V heißt Basis von V, wenn sie linear unabhängig ist und ihre lineare Hülle [B] gleich V ist.
lineare Hülle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die lineare Hülle [M] einer Menge M (eine Menge von Vektoren) ist die die Menge der Vektoren, die durch Linearkombinationen der Vektoren aus M gebildet werden können.
lineare Unabhängigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Eine Menge von Vektoren ist linear unabhängig, wenn es keinen Vektor v in der Menge M gibt, der durch Linearkombinationen der anderen Vektoren der Menge dargestellt werden kann.
Mathematisch ausgedrückt:
Um zu zeigen, dass die Vektoren unabhängig sind, muss man beweisen, dass die Linearkombination
trivial ist, d.h. dass
Lösungsvorschlag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Lt. Definition muss gezeigt werden, dass die Menge B
- linear unabhängig ist
- die lineare Hülle von B gleich ist
lineare Unabhängigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nun rechnen wir einmal die Koeffizienten der folgenden Linearkombination aus
Das kann man nun als folgendes Gleichungssystem umschreiben:
aus der ersten Gleichung wird ausgedrückt und in die verbleibenden Gleichungen eingesetzt:
das ergibt:
und schlussendlich auch:
B ist linear unabhängig
linear Hülle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nun muss man noch zeigen, dass die lineare Hülle von B gleich ist.
Um zu zeigen, dass zwei Mengen A, B identisch sind, geht man überlicherweise den Weg, dass man zeigt, dass A Teilmenge von B ist und umgekehrt:
D.h. in unserem Fall ist zu zeigen, dass gilt
Der erste Fall [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Dazu überlegt man sich, ob alle möglichen Linearkombinationen innerhalb von liegen
umgeschrieben bedeutet das:
Man sieht also, ganz egal, wie man wählt (solange man beachtet, dass ) gilt
Der zweite Fall [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Fall ist etwas komplizierter. Man muss beweisen, dass sämtliche Vektoren aus auch in [B] enthalten sind. Dazu zeigt man, dass man jeden beliebigen Vektor aus durch eine Linearkombination aus B bilden kann. Man beginnt mit der selben Gleichung wie zuvor:
Das ergibt folgendes Gleichungssystem:
Nun berechnet man aus diesem System die . Ich erspare mir hier die einzelnen Rechenschritte und präsentiere nur die Ergbnisse:
Anhand von diesen Ergebnis erkennt man, dass man für jeden beliebigen Vektor aus die berechnen kann und dabei gilt, dass
und damit folgt schlußendlich:
anderer Lösungsansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber mein Ansatz wäre: B beinhaltet auch alle Vektoren aus V wenn er die kanonische Basis (1,0,0), (0,1,0), (0,0,1) beinhaltet.
Mit Lambda -1/21 -1/7 und 1/3 komme ich auf den ersten. Mit -1/21 5/14 und -1/6 auf den zweiten Einheitsvektor. Mit 2/7 -1/7 und 0 auf den dritten.
Und aus diesen drei Einheitsvektoren kann ich über Linearkombinationen alle Vektoren konstruieren.
Hilfreiches von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Eine Basis ist ein linear unabhängiges Erzeugendensystem eines Vektorraumes mit Vektorraum: ( Körper): ( eindeutig bestimmt).
Interessant ist auch die Frage, ob die Zeilen einer Matrix linear unabhängig sind oder nicht. Dabei werden die Zeilen als Vektoren betrachtet. Falls die Zeilen einer quadratischen Matrix linear unabhängig sind, so nennt man die Matrix regulär, andernfalls singulär. Die Spalten einer quadratischen Matrix sind genau dann linear unabhängig, wenn die Zeilen linear unabhängig sind. Beispiel einer Folge von regulären Matrizen: Hilbert-Matrix.
[1] Hauptartikel: [Matrix (Zeilen und Spalten)]
Determinante Eigenschaften
- Eigenschaften der Determinante
- für Einheitsmatrix
- , wobei die transponierte Matrix von ist.
- Für quadratische Matrizen und gleicher Größe gilt der Determinantenmultiplikationssatz:
- .
- für eine Matrix und eine Zahl .
- Für eine Dreiecksmatrix gilt .
- Besteht eine Reihe oder Spalte aus Nullen, ist die Determinante 0.
- Sind zwei Spalten (Zeilen) gleich, ist die Determinante 0.
- Vertauscht man zwei Spalten (Zeilen), so ändert eine Determinante ihr Vorzeichen.
- Sind die Spaltenvektoren (Zeilenvektoren) einer Matrix und eine Zahl, so gelten:
- a1) ,
- a2) ,
- entsprechend für die anderen Spaltenvektoren (Zeilenvektoren).
- b) ist das (orientierte) Volumen (Flächeninhalt im Fall n = 2) des von den Vektoren aufgespannten Polytopes (Parallelogramm).
- Addition eines Vielfachen einer Spalte (Zeile) zu einer anderen Spalte (Zeile) ändert eine Determinante nicht. Man kann also eine Determinante mit einem abgeschwächten Gauß-Algorithmus zu einer Dreiecksmatrix umformen und Eigenschaft 6 zur Berechnung der Determinante verwenden. Man beachte Eigenschaften 9 und 10.a2).
- Nur für -Determinanten gilt die Regel von Sarrus
Elementare Spalten- und Zeilenumformungen werden etwa beim Gauß'schen Eliminationsverfahren verwendet. Für die nachfolgenden Beispiele sei Die Beispiele sind anhand von Spaltenumformungen.
- Multipliziert man eine Spalte/Zeile einer Matrix mit einem Faktor , so ist die Determinante der neuen Matrix . z.B.: multipliziert mit 1. Spalte:
- Addiert man zu einer Spalte/Zeile einer Matrix das Vielfache einer anderen Spalte/Zeile, so verändert sich der Wert der Determinante nicht. z.B.: zwei Mal erste Spalte zu zweiter:
- Vertauscht man in einer Matrix A zwei Spalten/Zeilen, so ist die Determinante der neuen Matrix . z.B. erste mit zweiter Spalte vertauscht:
Die lineare Hülle [M] einer Menge M (eine Menge von Vektoren) ist die Menge der Vektoren, die durch Linearkombinationen der Vektoren aus M gebildet werden können.
Lösungsvorschlag von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
--Har203 02:21, 10. Feb. 2026 (CET)
Zeigen Sie, dass eine Basis des ist.
Für eine lineare Unabhängigkeit von mehreren Vektoren (Anzahl der Vektoren ) darf die nachstehende Gleichung nur die triviale Lösung haben:
- mit .
Zu zeigen ist, dass die angegebenen drei Vektoren ein System von linear unabhängigen Vektoren aus bilden.
Dafür werden wir eine -Matrix mit den drei Vektoren als Spaltenvektoren aufstellen und überprüfen, ob diese drei Vektoren linear unabhängig sind.
Eine Variante führt uns direkt über die Determinante und eine andere über Spalten- bzw. Zeilenumformungen der Matrix .
- .
Determinante[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach der Regel von Sarrus ist die Determinante von .
Die Matrix ist regulär (invertierbar) und hat damit den vollen Spaltenrang , also sind alle drei Vektoren linear unabhängig und spannen den gesamten auf.
Diese Schlussfolgerungen erfüllen bereits ausreichend die Aufgabenstellung.
Matrix-Umformungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wir formen die Matrix auf eine Stufenmatrix um und beurteilen, wie viele Vektoren linear unabhängig sind. Hier führe ich die Umformungen bis zur Einheitsmatrix durch.
- Anmerkung: Die Zeilen "Z2" und "Z3" sind für eine "übliche" Stufenmatix vertauscht und in der Hauptdiagonale stehen Werte mit . Das ist mathematisch natürlich gleich bedeuten mit einer "normalen" Stufenmatrix. Wir müssen nur die beiden Zeilen "Z2" und "Z3" vertauschen und die neue Zeile "Z2" durch den Wert der Hauptdiagonale (hier ) dividieren und schon haben wir die "üblich" Stufenmatrix.
Das heißt alle drei Vektoren sind linear unabhängig und als Basis für den Vektorraum geeignet.
Auch hier erfüllen alle Schlussfolgerungen die Aufgabenstellung.
Lineare Hülle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zusätzlich muss die lineare Hülle den gesamten Raum aufspannen. Das bedeutet drei linear unabhängige Vektoren in einem 3-dimensionalen Raum spannen den Raum automatisch auf.
Sei ein beliebiger Vektor aus dem Vektorraum . Die Darstellung dieses Vektors ist eindeutig durch die Linearkombination definiert.
D.h., dass wir die Werte für in der Linearkombination der drei linear unabhängigen Basisvektor für einen gesuchten Vektor in eindeutiger Weise erhalten. D.h. jeder Vektor aus hat infolge der linearen Unabhängigkeit der drei Basisvektoren eine eindeutige Darstellung.
Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wikipedia:
Ähnliche Beispiele:
- TU_Wien:Algebra_und_Diskrete_Mathematik_VU_(diverse)/Übungen_2025W/Beispiel_494
- TU_Wien:Algebra_und_Diskrete_Mathematik_VU_(diverse)/Übungen_2025W/Beispiel_495
- siehe auch Lösung aus früherem Semester; dort wird der Beweis über den Rang der Matrix geführt
- Datei:Mathe1-sol.pdf