TU Wien:Analysis VU (diverse)/Übungen 2024S/Beispiel 84

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Man untersuche die folgende Reihe auf Konvergenz und absolute Konvergenz.

∑n≥0(−1)nn+23

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Konvergenz von Reihen

Konvergenzeigenschaften von Reihen:

  • Ist ∑n=0∞an konvergent, dann gilt limn→∞an=0, aber nicht umgekehrt.   (Satz 4.35)
  • ∑an heißt absolut konvergent, wenn ∑|an| konvergent ist.   (Definition 4.43)
"absolut konvergent" {⇒⇍i.A.} "konvergent", d.h. Absolute Konvergenz ist eine stärker bindende Aussage als Konvergenz.   (Satz 4.44)
Leibniz-Kriterium

Für eine alternierende Reihe ∑an, d.h. sgn⁡(an) = (−1)n, und |an| monoton fallend und konvergent nach limn→∞an=0 gilt:

∑an ist konvergent.   (Satz 4.41)

Minorantenkriterium


Wenn ∑an und ∑bn zwei Reihen sind, 0≤an≤bn für fast alle n gilt und ∑an divergent, dann ist auch ∑bn divergent.   (Satz 4.48)

Harmonische Reihe

Die harmonischen Reihe ist streng monoton steigend und divergent.

∑k=1n1k=1+12+13+⋯+1n   (Beispiel 4.36)

Lösungsvorschlag

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Aufgrund von limn→∞|(−1)nn+23|=limn→∞1n+23=0 ist die Reihe konvergent.

Aufgrund von ∑n≥01n+23>∑n≥11n3>∑n≥11n=∞ ist die Reihe nur bedingt konvergent.

Frage: Gehören in der letzten Zeile nicht die beiden ersten Terme vertauscht?

Antwort: Nein, hier wird die Divergenz mit dem Minorantenkriterium gezeigt


Gegenfrage:

Das kann ja nicht sein: 1n+23>1n3

Stimmt ja schon Term für Term nicht.