TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 485

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Die Menge aller Polynome a0+a1⋅x+a2⋅x2+a3⋅x3+a4⋅x4 vom Grad kleiner gleich 4 mit Koeffizienten ai aus ℚ bildet mit der üblichen Addition und dem üblichen Produkt mit einem Skalar einen Vektorraum über ℚ (Bezeichnung:ℚ[X]≤4).

Bestimmen Sie den kleinsten Teilraum des Vektorraumes der die Polynome x und x3 enthält.

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Vektorraum
Vektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.02 Definition]

Sei (V,+) eine abelsche Gruppe und K ein Körper. (V,+,K) heißt Vektorraum, wenn ∀x→,y→∈V,∀λ,μ∈K folgendes gilt:

  1. λ⋅(x→+y→)=λx→+λy→
  2. (λ+μ)⋅x→=λx→+μx
  3. (λ⋅μ)⋅x→=λ⋅(μx→)
  4. 1⋅x→=x→
Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]

Sei ⟨U,+,K⟩ ein Vektorraum, U⊆V heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

  • U≠∅
  • x→,y→∈U⟹x→+y→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U+U)
  • x→∈U,λ∈K⟹λx→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U⋅K)
Lineare Unabhängigkeit Vektor

Ist V ein Vektorraum über einem Körper K, so heißen die Vektoren v→1,v→2,...,v→n aus V linear unabhängig, wenn die einzig mögliche Darstellung des Nullvektors als Linearkombination

a1v→1+a2v→2+⋯+anv→n=0→

mit Koeffizienten a1,a2,…,an aus dem Grundkörper K diejenige ist, bei der alle Koeffizienten ai gleich null sind („triviale Linearkombination des Nullvektors“). Formal liest sich diese Bedingung wie folgt:

a1v→1+a2v→2+⋯+anv→n=0→⟹a1=a2=…=an=0.

Lässt sich dagegen der Nullvektor auch nichttrivial (mit Koeffizienten ungleich null) erzeugen, dann sind die Vektoren linear abhängig. Ist I eine beliebige Indexmenge, so heißt eine Familie (v→i)i∈I von Vektoren aus V linear unabhängig, falls jede endliche Teilfamilie linear unabhängig ist. Die Familie (v→i)i∈I ist also genau dann linear abhängig, wenn es eine endliche Teilmenge J⊆I gibt, sowie Koeffizienten (aj)j∈J, von denen mindestens einer ungleich null ist, so dass

∑j∈Jajv→j=0→.

[1] Hauptartikel [Lineare Unabhängigkeit (Definition)]

Lineare Hülle

Die lineare Hülle [M] einer Menge M (eine Menge von Vektoren) ist die Menge der Vektoren, die durch Linearkombinationen der Vektoren aus M gebildet werden können.

v∉[M∖{v}]∀v∈M

Lösungsvorschlag von Har203

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-- Har203 02:56, 22. Feb. 2026 (CET)

Die Menge aller Polynome a0+a1⋅x+a2⋅x2+a3⋅x3+a4⋅x4 vom Grad kleiner gleich 4 mit Koeffizienten ai aus ℚ bildet mit der üblichen Addition und dem üblichen Produkt mit einem Skalar einen Vektorraum ⟨V,+,⋅⟩ über ℚ.

Bestimmen Sie den kleinsten Teilraum des Vektorraumes der die Polynome x und x3 enthält.


Wir können dieses Beispiel auch kurz lösen:

Die beiden Polynome in Vektordarstellung sind zur Standardbasis B={1,x,x2,x3,x4}:

x↦b1→=(0,1,0,0,0)∧x3↦b2→=(0,0,0,1,0)

Beide Vektoren sind Basisvektoren und damit linear unabhängig. Die Dimension des Unterraumes U ist daher dim⁡(U)=2.

Der minimale Unterraum ist der Spann der beiden aufspannenden Vektoren b1→ und b2→:

U=span⁡(b1→,b2→)=span⁡(x,x3).

Das entspricht allen Linearkombinationen aus:

U={λ1⋅b1→+λ2b2→|λ1,λ2∈ℚ}

In Polynomdarstellung ergibt sich:

𝐔={𝐚𝟏⋅𝐱+𝐚𝟑⋅𝐱𝟑|𝐚𝟏,𝐚𝟑∈ℚ}. ◼

Wikipedia:

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