TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 534

Aus VoWi
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Sei G die Menge aller n×n-Matrizen A über ℝ mit det⁡(A)>0. Man zeige, dass ⟨G,⋅⟩ eine Gruppe bildet.

Dieses Beispiel ist als unsolved markiert. Ist dies falsch oder ungenau? Aktualisiere den Lösungsstatus (Details: Vorlage:Beispiel)


Dieses Beispiel hat noch keinen Lösungsvorschlag. Um einen zu erstellen, kopiere folgende Zeilen, bearbeite die Seite und aktualisiere den status=unsolved Mögliche status=... Werte stehen hier: Vorlage:Beispiel

== Lösungsvorschlag von ~~~ ==
--~~~~

Siehe auch Hilfe:Formeln und Hilfe:Beispielseiten.


Gruppe

Eine Gruppe (G,∘) mit Funktion ∘:G×G→G ist

  • abgeschlossen bzgl. der Operation ∘ in G mit a,b∈G gilt a∘b∈G
  • assoziativ: ∀a,b,c∈G:a∘(b∘c)=(a∘b)∘c
  • besitzt ein neutrales Element e: ∃e∈G:∀a∈G:a∘e=e∘a=a
  • sowie besitzt inverse Elemente a−1 bzw. a′: ∀a∈G:∃a−1∈G:a∘a−1=a−1∘a=e
Reguläre Matrix

Eine n×n Matrix A heißt regulär bzw. invertierbar, wenn eine n×n Matrix B existiert mit A⋅B=B⋅A=En. Dabei ist En die Einheitsmatrix. Die Matrix A ist genau dann regulär bzw. invertierbar, wenn für die Determinante der Matrix A gilt:det⁡(A)≠0.

Anders gesagt: Reguläre Matrizen sind invertierbare Matrizen - somit existiert das inverse Element. Das Gegenteil sind natürlich singuläre Matrizen - diese bilden nur ein Monoid!

Determinante der inversen Matrix

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die inverse Matrix A−1 einer quadratischen regulären Matrix A gilt:

det⁡(A−1)=1det⁡(A).
Determinantenproduktsatz

Mit dem Determinantenproduktsatz gilt für die Determinante des Produkts zweier quadratischer Matrizen über einem kommutativen Ring:

det⁡(A⋅B)=det⁡(A)⋅det⁡(B)=det⁡(B)⋅det⁡(A)=det⁡(B⋅A)

Lösungsvorschlag von Har203

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sei G die Menge aller n×n-Matrizen A über ℝ mit det⁡(A)>0. Man zeige, dass ⟨G,⋅⟩ eine Gruppe bildet.

Abgeschlossenheit

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Menge G ist nicht leer, da die Einheitsmatrix En∈G ist. Die Multiplikation zweier n×n-Matrizen über ℝ bildet natürlich wieder eine n×n-Matrix über ℝ.

Wir müssen noch für die Abgeschlossenheit zeigen, dass die Matrizenmultiplikation bezüglich der Eigenschaft X,Y∈G mit e=det⁡(X) und f=det⁡(Y) mit e,f>0⟹det⁡(X⋅Y) auch wieder >0:

  • Für quadratische Matrizen X und Y gleicher Größe n×n gilt nach dem Determinantenmultiplikationssatz:
g=det⁡(X⋅Y)=det⁡(X)⋅det⁡(Y)=e⋅f.

Da e und f beide >0⟹g=e⋅f ebenfalls >0⟹(X⋅Y)∈G√

Assoziativität

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Matrizenmultiplikation ist assoziativ, das heißt, für Matrizen A∈Rm×n, B∈Rn×p und C∈Rp×q gilt:

A⋅(B⋅C)=(A⋅B)⋅C.√

Bei der Multiplikation mehrerer Matrizen ist es also unerheblich, in welcher Reihenfolge die Teilprodukte gebildet werden, solange die Gesamtreihung nicht verändert wird.

Neutrale Element

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einheitsmatrix En ist eine n×n-Matrix über ℝ mit det⁡(En)=1>0. D.h. es gilt En∈G und

∀X∈G:En⋅X=X⋅En=X.√

Inverse Element

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inverse Matrix der quadratischen n×n-Matrix D existiert genau dann, wenn die Determinante ≠0 ist. Diese Voraussetzung ist mit der Einschränkung d=det⁡(D)>0 erfüllt. Daraus folgt, dass die Determinante der inversen Matrix det⁡(D−1)=1d>0 ist und somit auch ∈G:

  • Die inverse Matrix existiert, da d=det(D)>0 und somit d≠0 ist.
  • Die Matrix D−1 ist eine n×n-Matrix aus G über ℝ mit det⁡(D−1)=1d>0. D.h. die inverse Matrix ist ebenfalls in der Menge G enthalten.√

◼

Wikipedia:

Ähnliche Beispiele: