TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 536

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Sei die Menge aller -Matrizen über mit . Man zeige, dass eine Gruppe bildet.

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== Lösungsvorschlag von ~~~ ==
--~~~~

Siehe auch Hilfe:Formeln und Hilfe:Beispielseiten.


Hilfreiches von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gruppe ist ein geordnetes Paar bestehend aus einer Menge und einer inneren zweistelligen Verknüpfung


die „abgeschlossen“ ist (diese wichtige Voraussetzung zu prüfen wird oft bei algebraischen Strukturen übersehen)


und, die die drei geforderten Gruppenaxiome erfüllt:

  1. Assoziativität
    • gilt
  2. Existenz eines neutralen Elementes
    • Es gibt ein neutrales Element mit gilt (falls dieses existiert, ist dieses eindeutig).
  3. Für alle Gruppenelemente existent ein inverses Element
    • gilt mit.

Matrizenmultiplikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Determinantenproduktsatz gilt für die Determinante des Produkts zweier quadratischer Matrizen über einem kommutativen Ring:

Anmerkung: Die Determinante des Produkts zweier nicht notwendigerweise quadratischer Matrizen kann mit dem Satz von Binet-Cauchy berechnet werden.

Lösungsvorschlag von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

--Har203 21:41, 6. Jan. 2026 (CET)

Sei die Menge aller -Matrizen über mit . Man zeige, dass eine Gruppe bildet.


Anmerkung: Die Einschränkung der Determinante auf die rationalen Zahlen statt oder ist in diesem Beispiel als Auswahl einer speziellen Gruppe interessant, nicht aber für den mathematischen Beweis. Dieser wäre mit bzw. genau gleich.

Abgeschlossenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Multiplikation zweier -Matrizen über bildet natürlich wieder eine -Matrix über .

Wir müssen noch für die Abgeschlossenheit zeigen, dass die Matrizenmultiplikation bezüglich der Eigenschaft mit und mit auch wieder

  • Für quadratische Matrizen und gleicher Größe gilt nach dem Determinantenmultiplikationssatz:
  1. .
  2. für eine Matrix und eine Zahl .

Da und beide ebenfalls

Assoziativität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sei ein Körper. Die Matrizenmultiplikation ist assoziativ, das heißt, für Matrizen , und gilt:

Bei der Multiplikation mehrerer Matrizen ist es also unerheblich, in welcher Reihenfolge die Teilprodukte gebildet werden, solange die Gesamtreihung nicht verändert wird.

Die Matrizenmultiplikation ist auch verträglich mit der Multiplikation mit Skalaren , das heißt:

Neutrale Element[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einheitsmatrix ist eine -Matrix über mit . D.h. es gilt und

Inverse Element[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inverse Matrix der quadratischen -Matrix existiert genau dann, wenn die Determinante ist. Diese Voraussetzung ist mit der Einschränkung erfüllt und die Determinante der inversen Matrix ist somit auch erfüllt:

  • Die inverse Matrix existiert, da und somit ist.
  • Die Matrix ist eine -Matrix aus über mit .D.h. die inverse Matrix ist ebenfalls in der Menge enthalten.