TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 536

Aus VoWi
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Sei G die Menge aller n×n-Matrizen A über ℝ mit det⁡(A)∈ℚ∖{0}. Man zeige, dass ⟨G,⋅⟩ eine Gruppe bildet.

Dieses Beispiel ist als unsolved markiert. Ist dies falsch oder ungenau? Aktualisiere den Lösungsstatus (Details: Vorlage:Beispiel)


Dieses Beispiel hat noch keinen Lösungsvorschlag. Um einen zu erstellen, kopiere folgende Zeilen, bearbeite die Seite und aktualisiere den status=unsolved Mögliche status=... Werte stehen hier: Vorlage:Beispiel

== Lösungsvorschlag von ~~~ ==
--~~~~

Siehe auch Hilfe:Formeln und Hilfe:Beispielseiten.


Gruppe

Eine Gruppe (G,∘) mit Funktion ∘:G×G→G ist

  • abgeschlossen bzgl. der Operation ∘ in G mit a,b∈G gilt a∘b∈G
  • assoziativ: ∀a,b,c∈G:a∘(b∘c)=(a∘b)∘c
  • besitzt ein neutrales Element e: ∃e∈G:∀a∈G:a∘e=e∘a=a
  • sowie besitzt inverse Elemente a−1 bzw. a′: ∀a∈G:∃a−1∈G:a∘a−1=a−1∘a=e
Reguläre Matrix

Eine n×n Matrix A heißt regulär bzw. invertierbar, wenn eine n×n Matrix B existiert mit A⋅B=B⋅A=En. Dabei ist En die Einheitsmatrix. Die Matrix A ist genau dann regulär bzw. invertierbar, wenn für die Determinante der Matrix A gilt:det⁡(A)≠0.

Anders gesagt: Reguläre Matrizen sind invertierbare Matrizen - somit existiert das inverse Element. Das Gegenteil sind natürlich singuläre Matrizen - diese bilden nur ein Monoid!

Determinante der inversen Matrix

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die inverse Matrix A−1 einer quadratischen regulären Matrix A gilt:

det⁡(A−1)=1det⁡(A).
Determinantenproduktsatz

Mit dem Determinantenproduktsatz gilt für die Determinante des Produkts zweier quadratischer Matrizen über einem kommutativen Ring:

det⁡(A⋅B)=det⁡(A)⋅det⁡(B)=det⁡(B)⋅det⁡(A)=det⁡(B⋅A)

Lösungsvorschlag von Har203

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

--Har203 21:41, 6. Jan. 2026 (CET)

Sei G die Menge aller n×n-Matrizen A über ℝ mit det⁡A∈ℚ∖{0}. Man zeige, dass ⟨G,⋅⟩ eine Gruppe bildet.


Anmerkung: Die Einschränkung der Determinante auf die rationalen Zahlen ℚ statt ℝ oder ℂ ist in diesem Beispiel als Auswahl einer speziellen Gruppe interessant, nicht aber für den mathematischen Beweis. Dieser wäre mit R bzw. ℂ genau gleich.

Abgeschlossenheit

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Menge G ist nicht leer, da die Einheitsmatrix En∈G ist. Die Multiplikation zweier n×n-Matrizen über ℝ bildet natürlich wieder eine n×n-Matrix über ℝ.

Wir müssen noch für die Abgeschlossenheit zeigen, dass die Matrizenmultiplikation bezüglich der Eigenschaft X,Y∈A mit e=det⁡(X) und f=det⁡(Y) mit e,f∈ℚ∖{0}⟹det⁡(X⋅Y) auch wieder ∈ℚ∖{0}:

  • Für quadratische Matrizen X und Y gleicher Größe n×n gilt nach dem Determinantenmultiplikationssatz:
  1. g=det⁡(X⋅Y)=det⁡(X)⋅det⁡(Y)=e⋅f.
  2. det⁡(λ⋅X)=λn⋅det⁡(X) für eine n×n Matrix X und eine Zahl λ.

Da e und f beide ∈ℚ∖{0}⟹g=e⋅f ebenfalls ∈ℚ∖{0}√

Assoziativität

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sei K ein Körper. Die Matrizenmultiplikation ist assoziativ, das heißt, für Matrizen A∈Km×n, B∈Kn×p und C∈Kp×q gilt:

A⋅(B⋅C)=(A⋅B)⋅C.√

Bei der Multiplikation mehrerer Matrizen ist es also unerheblich, in welcher Reihenfolge die Teilprodukte gebildet werden, solange die Gesamtreihung nicht verändert wird.

Die Matrizenmultiplikation ist auch verträglich mit der Multiplikation mit Skalaren λ∈K, das heißt:

λ(B⋅C)=(λB)⋅C=B⋅(λC)

Neutrale Element

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einheitsmatrix En ist eine n×n-Matrix über ℝ mit det⁡En=1∈ℚ∖{0}. D.h. es gilt En∈A und

∀X∈A:En⋅X=X⋅En=X.√

Inverse Element

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inverse Matrix der quadratischen n×n-Matrix D existiert genau dann, wenn die Determinante ≠0 ist. Diese Voraussetzung ist mit der Einschränkung d=det⁡D∈ℚ∖{0} erfüllt und die Determinante der inversen Matrix det⁡D−1=1d∈ℚ∖{0} ist somit auch erfüllt:

  • Die inverse Matrix existiert, da d=detD∈ℚ∖{0} und somit d≠0 ist.
  • Die Matrix D−1 ist eine n×n-Matrix aus A über ℝ mit det⁡D−1=1d∈ℚ∖{0}.D.h. die inverse Matrix ist ebenfalls in der Menge A enthalten.√

◼

Wikipedia:

Ähnliche Beispiele: