Die Menge aller Polynome
vom Grad kleiner gleich 3 mit Koeffizienten
aus
bildet mit der ūblichen Addition und dem ūblichen Produkt mit einem Skalar einen Vektorraum
über
. Bestimmen Sie den kleinsten Teilraum des Vektorraumes
der die Polynome
und
enthält.
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- Vektorraum
Vektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.02 Definition]
Sei
eine abelsche Gruppe und
ein Körper.
heißt Vektorraum, wenn
folgendes gilt:




- Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]
Sei
ein Vektorraum,
heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

ist abgeschlossen bezüglich 
ist abgeschlossen bezüglich 
- Lineare Unabhängigkeit Vektor
Ist
ein Vektorraum über einem Körper
, so heißen die Vektoren
aus
linear unabhängig, wenn die einzig mögliche Darstellung des Nullvektors als Linearkombination

mit Koeffizienten
aus dem Grundkörper
diejenige ist, bei der alle Koeffizienten
gleich null sind („triviale Linearkombination des Nullvektors“). Formal liest sich diese Bedingung wie folgt:
.
Lässt sich dagegen der Nullvektor auch nichttrivial (mit Koeffizienten ungleich null) erzeugen, dann sind die Vektoren linear abhängig.
Ist
eine beliebige Indexmenge, so heißt eine Familie
von Vektoren aus
linear unabhängig, falls jede endliche Teilfamilie linear unabhängig ist. Die Familie
ist also genau dann linear abhängig, wenn es eine endliche Teilmenge
gibt, sowie Koeffizienten
, von denen mindestens einer ungleich null ist, so dass

[1] Hauptartikel [Lineare Unabhängigkeit (Definition)]
- Basis
Basis[Bearbeiten, Wikipedia, 3.15 Definition]
Eine Basis
ist ein
linear unabhängiges
Erzeugendensystem eines Vektorraumes mit
Vektorraum:
(
Körper):
(
eindeutig bestimmt).
- Lineare Hülle
Die lineare Hülle [M] einer Menge M (eine Menge von Vektoren) ist die Menge der Vektoren, die durch Linearkombinationen der Vektoren aus M gebildet werden können.
![{\displaystyle v\notin \left[M\backslash \{v\}\right]\quad \forall v\in M}](/index.php?title=Spezial:MathShowImage&hash=a5026147c240f0992ee145573e47aa92&mode=mathml)
--Har203 22:49, 10. Feb. 2026 (CET)
Die Menge aller Polynome
vom Grad kleiner gleich 3 mit Koeffizienten
aus
bildet mit der ūblichen Addition und dem ūblichen Produkt mit einem Skalar einen Vektorraum
über
.
Bestimmen Sie den kleinsten Teilraum
des Vektorraumes
der die Polynome
und
enthält.
Da wir die lineare Hülle der drei Vektoren bilden, wird ein abgeschlossener Unterraum der gegebenen Vektoren gebildet. Dahinter verbirgt sich die Tatsache aus der Definition des Spanns heraus, dass
als Unterraum abgeschlossen ist. Also
und
.
Wir verwenden als Basis die Standardbasis für Polynome:
, also einen Raum mit der Dimension
.

Ob diese drei Vektoren linear unabhängig sind, steht eigentlich hier nicht zur Frage. Wir werden dies trotzdem kontrollieren, da zwischen diesem und dem vorherigen Beispiel der einzige Unterschied im zweiten Vektor besteht.
Zu zeigen ist, welcher minimale Teilraum aus diesen drei gegebenen Vektoren gebildet werden kann. Das ist die lineare Hülle dieser Vektoren
. Die lineare Hülle (Spann) einer Menge von Vektoren
ist definiert als
mit
.
Wir überprüfen, welche Linearkombinationen aus diesen drei Vektoren gebildet werden können:
.

Es ist zwar nicht explizit verlangt, aber da zwischen diesem und dem nächsten Beispiel exakt der zweite Vektor unterschiedlich ist, möge hier der Unterschied liegen – vielleicht.

Da der Spaltenrang
ist, sind die drei Vektoren linear unabhängig
Die drei Polynome sind unabhängig.
Wir haben einen Vektorraum der Dimension
und einen Unterraum der Dimension
. Das heißt wir können eine Gleichung für den Spann als lineare Gleichung (
) als Normalenvektorengleichung aufstellen.
Für diese Gleichung müssen wir die nachstehende Gleichung
lösen. Das ist nichts anderes als der Kern
der transponierten Matrix von
:
.
Aus dem Gleichungssystem lesen wir die erste und dritte Zeile aus:

Aus der zweiten Zeile erhalten wir schließlich:
mit
beliebig.
Da wir nur einen beliebigen Normalenvektor benötigen, setzen wir (frei)
ein und erhalten den Normalenvektor
.
In der Angabe haben wir die Menge aller Polynome
vom Grad
mit Koeffizienten
aus
, also kurz
gegeben. Für diese Polynome aus dem Unterraum
gilt nun die Vorgabe:

D.h. jene Polynome, bei denen der konstante und der lineare Teil einen linearen Zusammenhang haben.
Wir können jetzt mehr über den Spann aussagen:

Wir stellen nun alle möglichen Linearkombinationen auf, welche aus diesen drei Vektoren gebildet werden können. Der aufgespannte, dass bedeutet bereits minimale, Raum dieser drei Polynome im gegebenen Polynom-Vektorraum ist bei beliebig ausgewähltem
gegeben durch die Beziehung. Das ist die lineare Hülle dieser drei Vektoren:

Diese Linearkombination erzeugt alle möglichen Vektoren, die aus den drei vorgegebenen Vektoren gebildet werden können, also die lineare Hülle.
Da die Matrix
drei lineare unabhängige Vektoren umfasst, erhalten wir als Unterraum einen Raum der Dimension
, obwohl
.
Durch die Normalenform-Bestimmung können wir nun den Spann etwas genauer angeben:

Wikipedia:
Ähnliche Beispiele: