TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 522

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Untersuchen Sie, ob die angegebene Abbildung von in eine lineare Abbildung ist:

Dieses Beispiel hat einen unbekannten Lösungsstatus. Bitte editiere diese Seite und schreibe den dir bekannten Status ins Beispiel. Die möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert. Führe folgende Änderung durch:
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}}

oder

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Angabetext
}}

zu (im Falle einer korrekten, unverifizierten Lösung "solved". Auch möglich "unsolved", "wrong", "verified_by_tutor". Alle möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert.)

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}}



Lösung von D4ni31[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es muss die Homogenität und die Additivität gezeigt werden.
additiv: f(x+y)=f(x)+f(y)
homogen: f(*x)=*f(x)

  • Additivität:

= +

Rechte Seite umformen.


Durch weiteres Vereinfachen auf der rechten Seite sieht man, dass sie der Linken gleicht

  • Homogenität:

= =

Homogenität by P0rt0s[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Lösung, die mir meiner Meinung nach korrekter erscheint da oben fälschlich die Abbildung A benutzt wurde):

= = =

Beide Bedingungen erfüllt =>Lineare Abbildung


comment by Elissa : both ways are literally the same!!

Hilfreiches von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lineare Abbildung

Definition:

Seien und Vektorräume über dem Körper .

heißt lineare Abbildung (Homomorphismus), wenn

Jede lineare Abbildung kann auch durch eine Matrix festgelegt werden, für die gilt:

Umgekehrt legt jede Matrix eine lineare Abbildung fest.

Matrix

Eine Matrix ist also eine doppelt indizierte Familie. Formal ist dies eine Funktion

die jedem Indexpaar als Funktionswert das Element zuordnet. Beispielsweise wird dem Indexpaar als Funktionswert das Element zugeordnet. Der Funktionswert ist also das Element in der -ten Zeile und der -ten Spalte. Die Variablen und entsprechen der Anzahl der Zeilen bzw. Spalten. Nicht zu verwechseln mit dieser formalen Definition einer Matrix als Funktion ist, dass Matrizen selbst lineare Abbildungen beschreiben.

Die Menge aller -Matrizen über der Menge wird in üblicher mathematischer Notation auch geschrieben; hierfür hat sich die Kurznotation eingebürgert. Manchmal werden die Schreibweisen oder seltener benutzt.

Elementare Spalten-/Zeilenumformungen

Elementare Spalten- und Zeilenumformungen werden etwa beim Gauß'schen Eliminationsverfahren verwendet.

Für die nachfolgenden Beispiele sei

Die Beispiele sind anhand von Spaltenumformungen.

  1. Multipliziert man eine Spalte/Zeile einer Matrix mit einem Faktor , so ist die Determinante der neuen Matrix . z.B.: multipliziert mit 1. Spalte:
  2. Addiert man zu einer Spalte/Zeile einer Matrix das Vielfache einer anderen Spalte/Zeile, so verändert sich der Wert der Determinante nicht. z.B.: zwei Mal erste Spalte zu zweiter:
  3. Vertauscht man in einer Matrix A zwei Spalten/Zeilen, so ist die Determinante der neuen Matrix . z.B. erste mit zweiter Spalte vertauscht:
Rang

Bei einer linearen Abbildung ist der Rang als Dimension des Bildes dieser Abbildung definiert. Dabei gilt stets, dass eine lineare Abbildung und die zugehörige Abbildungsmatrix denselben Rang haben:

, also dem Bild der Abbildung .
Kern

Der Kern einer Abbildung dient in der Algebra dazu, anzugeben, wie stark die Abbildung von der Injektivität abweicht. Dabei ist die genaue Definition abhängig davon, welche algebraischen Strukturen betrachtet werden. So besteht beispielsweise der Kern einer linearen Abbildung zwischen Vektorräumen und aus denjenigen Vektoren in , die auf den Nullvektor in abgebildet werden; er ist also die Lösungsmenge der homogenen linearen Gleichung und wird hier auch Nullraum genannt. In diesem Fall ist genau dann injektiv, wenn der Kern nur aus dem Nullvektor in besteht. Analoge Definitionen gelten für Gruppen- und Ringhomomorphismen. Der Kern ist von zentraler Bedeutung im Homomorphiesatz.

Definition Ist eine lineare Abbildung von Vektorräumen, dann heißt die Menge

der Kern von . Er ist ein Untervektorraum von .

Lösungsvorschlag von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untersuchen Sie, ob die angegebene Abbildung von in eine lineare Abbildung ist:

  • Die kurze Antwort ist: für diese Abbildung liegt eine Abbildungsmatrix vor. Jede Matrix entspricht einer linearen Abbildung und umgekehrt kann jede lineare Abbildung durch eine Matrix beschrieben werden. D.h. es handelt sich auf jeden Fall um eine lineare Abbildung.
  • Wir schauen uns noch die Abbildungsmatrix selbst an:

D.h. die Matrix hat den Rang , also zwei linear unabhängige Zeilen. Damit ist der Kern der Matrix , also nur der Nullvektor von wird auf den Nullvektor von abgebildet. D.h. . Die Abbildung ist surjektiv auf , aber natürlich nicht injektiv.

Anmerkung: Alleine wegen der Dimensionsreduktion kann nicht injektiv sein.


Seien und Vektorräume über dem Körper .

Abgeschlossenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da der Bildvektorraum den ganzen umfasst, ist die Abbildung auf abgeschlossen.

Additive Verträglichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die additive Verträglichkeit muss gelten:


Die additive Verträglichkeit ist für diese Matrix (Abbildung ) erfüllt.

Multiplikative Verträglichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seien und , dann muss gelten.


D.h. beide Verträglichkeiten sind erfüllt und bzw. ist eine lineare Abbildung.

Beispiele der Abbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Die Bilder der ersten drei (kanonischen) Vektoren sind natürlich genau die drei Spalten der Matrix .

Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikipedia:

Ähnliche Beispiele: