TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 518

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Sei und .

Untersuchen Sie, ob die Matrizen und im Vektorraum der reellen -Matrizen linear unabhāngig sind.

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Hilfreiches von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lineare Abhängigkeit

Eine Menge an Vektoren heißt linear abhängig, wenn gilt:

mit .

Es existiert eine Linearkombination aus der Menge , die den Nullvektor ergibt, wobei nicht alle sind - eine oder mehrere sogenannte nicht triviale Lösungen existieren.

Matrix

Eine Matrix ist also eine doppelt indizierte Familie. Formal ist dies eine Funktion

die jedem Indexpaar als Funktionswert das Element zuordnet. Beispielsweise wird dem Indexpaar als Funktionswert das Element zugeordnet. Der Funktionswert ist also das Element in der -ten Zeile und der -ten Spalte. Die Variablen und entsprechen der Anzahl der Zeilen bzw. Spalten. Nicht zu verwechseln mit dieser formalen Definition einer Matrix als Funktion ist, dass Matrizen selbst lineare Abbildungen beschreiben.

Die Menge aller -Matrizen über der Menge wird in üblicher mathematischer Notation auch geschrieben; hierfür hat sich die Kurznotation eingebürgert. Manchmal werden die Schreibweisen oder seltener benutzt.

Elementare Spalten-/Zeilenumformungen

Elementare Spalten- und Zeilenumformungen werden etwa beim Gauß'schen Eliminationsverfahren verwendet.

Für die nachfolgenden Beispiele sei

Die Beispiele sind anhand von Spaltenumformungen.

  1. Multipliziert man eine Spalte/Zeile einer Matrix mit einem Faktor , so ist die Determinante der neuen Matrix . z.B.: multipliziert mit 1. Spalte:
  2. Addiert man zu einer Spalte/Zeile einer Matrix das Vielfache einer anderen Spalte/Zeile, so verändert sich der Wert der Determinante nicht. z.B.: zwei Mal erste Spalte zu zweiter:
  3. Vertauscht man in einer Matrix A zwei Spalten/Zeilen, so ist die Determinante der neuen Matrix . z.B. erste mit zweiter Spalte vertauscht:
Rang

Bei einer linearen Abbildung ist der Rang als Dimension des Bildes dieser Abbildung definiert. Dabei gilt stets, dass eine lineare Abbildung und die zugehörige Abbildungsmatrix denselben Rang haben:

, also dem Bild der Abbildung .
Kern

Der Kern einer Abbildung dient in der Algebra dazu, anzugeben, wie stark die Abbildung von der Injektivität abweicht. Dabei ist die genaue Definition abhängig davon, welche algebraischen Strukturen betrachtet werden. So besteht beispielsweise der Kern einer linearen Abbildung zwischen Vektorräumen und aus denjenigen Vektoren in , die auf den Nullvektor in abgebildet werden; er ist also die Lösungsmenge der homogenen linearen Gleichung und wird hier auch Nullraum genannt. In diesem Fall ist genau dann injektiv, wenn der Kern nur aus dem Nullvektor in besteht. Analoge Definitionen gelten für Gruppen- und Ringhomomorphismen. Der Kern ist von zentraler Bedeutung im Homomorphiesatz.

Definition Ist eine lineare Abbildung von Vektorräumen, dann heißt die Menge

der Kern von . Er ist ein Untervektorraum von .

Lösungsvorschlag von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sei und .

Untersuchen Sie, ob die Matrizen und im Vektorraum der reellen -Matrizen linear unabhāngig sind.


  • Wir berechnen zuerst das Quadrat der Matrix :


Wir haben nun alle drei () Matrizen

 und  gegeben.


  • Wir können entweder die Matrizen in Vektoren umwandeln (Methode 1), daraus eine große Matrix erstellen und den Rang dieser Matrix bestimmen oder ein Gleichungssystem mit s und Matrizen aufstellen (Methode 2).

Matrizen in Vektoren umwandeln (Methode 1)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wir formen alle Matrizen entweder in Spalten bzw. Zeilenvektoren um - aber immer nur eine Variante davon auswählen. Ich werde von den Matrizen nacheinander alle Zeilen hernehmen und diese in einen Spaltenvektoren umwandeln:


D.h. die erweiterte Matrix

Von dieser Matrix werden wir nun den Rang bestimmen:


D.h. die Matrix hat den Rang , da in der erweiterten Matrix drei linear unabhängige Zeilen-/Spaltenvektoren vorhanden sind. Wir hatten ursprünglich Matrizen ( den Spaltenvektoren in der Matrix ) und die Matrizen sind linear unabhängig.

Gleichungssystem mit Matrizen (Methode 2)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zweite Weg führt über die Gleichungen der linearen Unabhängigkeit:

Diese drei Matrizen sind linear unabhängig, wenn für die folgende Gleichung nur die triviale Lösung existiert

wenn die folgenden vier Gleichungen erfüllt sind



D.h. die Lösungsmenge ist

mit .


D.h. es gibt nur die triviale Lösung. Das heißt, dass die drei Matrizen linear unabhängig sind

Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikipedia:

Ähnliche Beispiele: