TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 471

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Untersuchen Sie, ob W Teilraum des Vektorraums V=ℝ3 über ℝ ist und beschreiben Sie die Menge W geometrisch:

W={(x,y,z)∣x=−z}

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Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]

Sei ⟨U,+,K⟩ ein Vektorraum, U⊆V heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

  • U≠∅
  • x→,y→∈U⟹x→+y→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U+U)
  • x→∈U,λ∈K⟹λx→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U⋅K)

Lösungsvorschlag

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Kriterium 1 des Unterraumkriteriums, U≠∅, ist erfüllt, da es Vektoren gibt, für die gilt x=−z, wie z. B.

[−101]

Das zweite Kriterium ist erfüllt, weil für jede Addition zweier Vektoren aus U gilt, dass die Summe wieder erfüllt:x=−z (Abgeschlossenheit bzgl. Addition von U+U). z. B.

[−101]+[−101]=[−202]

Das dritte Kriterium ist erfüllt, weil für jedes Produkt eines Vektors aus U mit einem Skalar λ aus ℝ gilt, dass er wieder die Kondition x=−z erfüllt (Abgeschlossenheit bzgl. Multiplikation von U⋅K).

z. B.

[−101]⋅3=[−303]

Es handelt sich bei W also um einen Teilraum des oben genannten Vektorraums.

Geometrische Darstellung

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Shikantaza 10:15, 30. Mai 2009 (CEST)

Vektorraum
Vektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.02 Definition]

Sei (V,+) eine abelsche Gruppe und K ein Körper. (V,+,K) heißt Vektorraum, wenn ∀x→,y→∈V,∀λ,μ∈K folgendes gilt:

  1. λ⋅(x→+y→)=λx→+λy→
  2. (λ+μ)⋅x→=λx→+μx
  3. (λ⋅μ)⋅x→=λ⋅(μx→)
  4. 1⋅x→=x→

Untervektorraum

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Sei ⟨V,+,K⟩ ein Vektorraum, U⊆V heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

  • U≠∅
  • x→,y→∈U⟹x→+y→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U+U)
  • x→∈aU,λ∈K⟹λx→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U⋅K)

Lösungsvorschlag von Har203

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--Har203 23:07, 2. Mär. 2026 (CET)

Untersuchen Sie, ob W Teilraum des Vektorraums V=ℝ3 über ℝ ist und beschreiben Sie die Menge W geometrisch:

W={(x,y,z)∣x=−z}


Allgemeine Beurteilung: y∈ℝ ist beliebig, d.h., dass alle Figuren entlang der y-Richtungen gestreckt werden. Es gilt x=−z, also ist das sozusagen die 2. Mediane in der xz-Ebene. Betrachten wir noch die y-Komponente, dann erhalten wir eine Ebene, welche die xz-Ebene durch den Ursprung im Winkel von (3/4)⋅π=135∘ teilt.


Nicht leer:

  • W≠∅, da 0→=(x1,x2,x3)=(0,0,0)∈W, mit x1=−x3⟹0→∈W.


Abgeschlossen bezüglich Addition:

  • Seien x→=(x1,x2,−x1),y→=(y1,y2,−y1)∈W⟹x→+y→=(x1,x2,−x1)+(y1,y2,−y1)=(x1+y1,x2+y2,−(x1+y1))⟹x→+y→∈W.


Daher ist W={(x,y,z)∣x=−z} bezüglich der Addition abgeschlossen.


Abgeschlossen bezüglich der Skalarmultiplikation:

  • Seien x→=(x1,x2,−x1)∈W,λ∈ℝ.
λ⋅x→=λ⋅(x1,x2,−x1)=(λ⋅x1,λ⋅x2,λ⋅(−x1))=(λ⋅x1,λ⋅x2,−λ⋅x1)⟹λ⋅x→∈W.


Daher ist W={(x,y,z)∣x=−z} bezüglich der Skalarmultiplikation abgeschlossen.


Geometrische Interpretation: x1=−x3:

Durch diesen Untervektorraum wird eine Ebene aufgespannt mit der Eigenschaft, dass diese in der xz-Ebene durch die 2. Mediane verläuft. Da die y-Koordinate beliebig ist, wird diese Mediane auf eine Ebene erweitert bzw.gestreckt.


Die Menge W reduziert sich auf:

W={(x,y,−x)∣x,y∈ℝ}


Gesamtergebnis: W={(x,y,z)∣x=−z}. Da W≠∅ und abgeschlossen bezüglich Addition sowie abgeschlossen bezüglich der Skalarmultiplikation folgt W≤V. Somit ist W ein Untervektorraum von ℝ3.


Eine Basis des Unterraumes wäre: (1,0,−1),(0,1,0) und die Dimension des Unterraumes ist dim⁡(W)=2. ◼.

Wikipedia:

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