TU Wien:Analysis VU (diverse)/Übungen 2024S/Beispiel 10

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Sei für . Man zeige, dass die Folge konvergiert, indem man zu beliebigem ein angebe.

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Siehe auch TU Wien:Analysis UE (diverse)/Übungen SS17/Beispiel 10

Hilfreiches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sandwich-Theorem

Seien und konvergente Folgen mit . Sei eine Folge mit für fast alle .

Dann folgt die Konvergenz von und es gilt . (Satz 4.22)

Lösung 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wir untersuchen einmal und . Dabei sehen wir, dass die Ergebnisse für sind, und . Wir vermuten also, dass , da der Zähler des Bruches immer zwischen -1 und +1 ist, und der Nenner schön langsam gegen unendlich konvergiert.

Jetzt ist sowohl als auch .

Jetzt gilt dank dem Sandwich-Theorem, dass auch

Jetzt wissen, dass wir es mit einer Nullfolge zu tun haben. Wir können analog zu 522 folgenden Ansatz wählen, um ein zu finden:

Lösung 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Folge konvergiert gegen den Grenzwert , wenn es für jedes einen Index gibt, ab dem alle Elemente im Intervall liegen. Die Funktion berechnet zu jedem einen passenden Index .

darf weder ausgesucht noch berechnet werden.

Das heißt, folgende Ungleichung muss erfüllt werden:

Wir wissen außerdem, dass und dass und daher .

Um die Ungleichung zu vereinfachen, schätzen wir nach unten hin ab:

Wir kommen wenn wir dieses Wissen jetzt einsetzen auf folgendes:

Jetzt mache ich 3 Arbeitsschritte auf einmal:

  1. mit multiplizieren
  2. mit dividieren
  3. mit potentieren

Das ergibt nun:

Lösung:

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilfreiches von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgen reeller Zahlen

Siehe auch Hilfe:Analysis#Analysis VU (diverse)/Übungen 2024S/Beispiel 10.

Beschränktheit
Beschränktheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschränktheit von Folgen und Reihen:

  • heißt nach beschränkt
  • heißt beschränkt, wenn sowohl nach unten, als auch nach oben beschränkt.
Grenzwert

Eine reelle Zahl heißt Grenzwert (oder Limes) der Folge , falls in jeder -Umgebung von fast alle Folgenglieder liegen, d.h., falls

  (Definition 4.4)

Konvergenz von Folgen
Konvergenz einer Folge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konvergenzeigenschaften von Folgen:

  1. Jede konvergente Folge ist beschränkt.
  2. Eine monotone Folge ist genau dann konvergent, wenn sie beschränkt ist.
    In (aber z.B. nicht in !) gilt:
Vollständige Induktion
Vollständige Induktion[Bearbeiten, Wikipedia]
  1. Induktionsanfang (IA)
  2. Induktionsschritt (IS): Induktionsvoraussetzung (IV) Induktionsbehauptung (IB)

Lösungsvorschlag von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

--Har203 08:07, 7. Mär. 2026 (CET)

Man zeige, dass die Folge konvergiert, indem man zu beliebigem ein und ein geeignetes angebe, sodass .

.


  • Anmerkung zum Endergebnis: Eigentlich müsste man im Ergebnis die Schranke für definierten. Da die Folge für den Index gar nicht definiert ist, lassen wir diese Fallunterscheidung weg.


Wir schauen uns die ersten Glieder von an. Da die Folge nur sehr langsam steigt, verwenden wir hier die 10er Potenzen:


Wir zerlegen diese Folge in ihre Bestandteile.


  • Die Folge mit hat den Bildbereich , ist damit beschränkt und es gilt .
  • Die Folge mit ist unbegrenzt, streng monoton steigend, .
  • Daher ist mit streng monoton fallend und konvertiert als Nullfolge gegen den Grenzwert .
Beweis: Sei gegeben und der vermutete Grenzwert. Zu zeigen ist, dass mit für alle konvergiert gegen .
  • Da die Folge ist und und als gegen den Grenzwert konvergiert, gilt:
, also mit .

Das wäre als Beweis der Konvergenz der Folge ausreichend. Wir werden die Konvergenz zusätzlich über das Sandwich-Theorem zeigen.


Sandwich-Theorem:

Seien und konvergente Folgen mit . Weiters gilt für die Folge mit für fast alle (= alle, bis auf endlich viele) Dann folgt die Konvergenz von und es gilt .


Für unsere Folge bedeutet das Theorem, dass wir zwei Folgen benötigen, welche die Folge einschließen, von denen die Konvergenz bekannt ist und deren Grenzwerte zusätzlich gleich sein müssen.


Wir zeigen zuerst, dass wir eine obere Schranke durch die Folge bereits haben.

mit .


Für die untere Schranke bilden wir die negative Folge von mit . Die Folge konvertiert wieder gegen den Grenzwert .

Wir haben oben bereits gezeigt, dass gilt. Im negativen Bereich haben wir die umgekehrte Eigenschaft: .


Damit gilt für unsere Folge mit den Grenzwerten:

. Nach dem Sandwich-Theorem folgt nun .



Die Folge konvergiert gegen den Grenzwert .


Wir geben noch zu einem beliebigen die Schranke an.

  • Wir haben oben bereits im Beweis gezeigt, dass gegen den Grenzwert konvergiert. Dabei haben wir die Abschätzung für gezeigt. Dabei ist . Wir verwenden hier die Auswahl der Folgenglieder mit dem Kleinerzeichen . Daher können wir im Ausdruck für abrunden.


  • Die angegebene Folge konvertiert gegen den Grenzwert:
.


Gesamtergebnis: und .

Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikipedia:

Ähnliche Beispiele: